{"id":52751,"date":"2026-01-27T10:48:30","date_gmt":"2026-01-27T09:48:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-145\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:31","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:31","slug":"20011-145","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-145\/","title":{"rendered":"Klimaschutz durch Walderhalt &#8211; Nationale und internationale rechtliche Instrumente, vor allem REDD+ am Beispiel Peru"},"content":{"rendered":"<p>Rechtliche Instrumente f\u00fcr Klimaschutz durch WalderhaltEine der gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die Menschheit stellt der durch anthropogene Aktivit\u00e4ten verursachte Klimawandel dar. Landnutzungs\u00e4nderungen, v.a. die Abholzung der Prim\u00e4rw\u00e4lder z.B. zur Landwirtschaftsentwicklung oder Forstbewirtschaftung, sind als anthropogene Aktivit\u00e4ten mit verantwortlich f\u00fcr die Erh\u00f6hung des CO2-Gehalts in der Atmosph\u00e4re. Zirka 20% der Kohlendioxidemissionen stammen aus der Abholzung der prim\u00e4ren W\u00e4lder.Ein Mechanismus, der diesen Entwicklungen entgegenwirken soll, ist der REDD+ Mechanismus. Er wurde erstmals auf der 11. Vertragsstaatenkonferenz im Jahr 2005 vorgeschlagen und 2009 in Kopenhagen zum REDD+-Mechanismus weiter entwickelt. REDD+ steht f\u00fcr \u0093Reducing of emissions from deforestation and forest degradation plus nature conservation, sustainable forest management and the enhancement of carbon in forest in developing countries\u0094. Unter dem REDD+-Mechanismus sollen Industriel\u00e4nder sowie andere Geber aus den industrialisierten Staaten durch eine Fonds-Finanzierung und durch markorientierte Instrumente Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder daf\u00fcr kompensieren, dass sie ihre W\u00e4lder sch\u00fctzen und damit Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung vermeiden. Der REDD+-Mechanismus bedeutet eine hohe Investition f\u00fcr die Geberl\u00e4nder. Die Geber haben deshalb ein gro\u00dfes Interesse daran, dass in den Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern die Rechtssicherheit gew\u00e4hrleistet ist. Da es im Rahmen dieser Forschungsarbeit nicht m\u00f6glich ist, die Rechtslage in allen potentiellen Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern zu untersuchen, beschr\u00e4nke ich mich auf das empirische Beispiel Peru. Peru ist ein potenzielles Empf\u00e4ngerland f\u00fcr die Umsetzung des REDD+-Mechanismus. Peru verf\u00fcgt das viertgr\u00f6\u00dfte tropische Waldgebiet weltweit. Au\u00dferdem steht das Land auf dem neunten Rang mit den meisten Waldfl\u00e4chen. Der Anteil Perus am Amazonaswald betr\u00e4gt 13 Prozent. Die Waldfl\u00e4chen erfahren durch verschiedene Aktivit\u00e4ten, wie z.B. Abholzung und Gewinnung von Nicht-Holz-Produkten, weitreichende Ver\u00e4nderungen. In den letzten Jahren hat die Entwaldung durch den Bergbau an Bedeutung gewonnen, wobei v.a. die (informelle) Goldf\u00f6rderung und die Erd\u00f6lerkundung bzw. Erd\u00f6lf\u00f6rderung gro\u00dfen Schaden verursachten. Laut Sch\u00e4tzungen kann Peru bis 2021 zwischen 56% und 96% seiner W\u00e4lder verlieren, wenn die verschiedenen, derzeit geplanten Projekte im Bergbau-, Kohlenwasserstoff- und Stromerzeugungssektor umgesetzt werden und weitere Landnutzungs\u00e4nderungen eintreten.Ziele der Arbeit sind:1.\tUntersuchung der rechtlichen Optionen zur Umsetzung des REDD+-Mechanismus.2.\tEntwicklung eines Anforderungsprofils f\u00fcr die Umsetzung des REDD+-Mechanismus in allen Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechtliche Instrumente f\u00fcr Klimaschutz durch WalderhaltEine der gro\u00dfen Herausforderungen f\u00fcr die Menschheit stellt der durch anthropogene Aktivit\u00e4ten verursachte Klimawandel dar. 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