{"id":52745,"date":"2026-01-27T10:48:30","date_gmt":"2026-01-27T09:48:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-151\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:30","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:30","slug":"20011-151","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-151\/","title":{"rendered":"Aerosol basierte Eliminierung von per- und polyfluorierten Tensiden aus w\u00e4ssrigen L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"<p>Eliminierung von Fluortensiden und analytische Bestimmung<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Perfluorierte und polyfluorierte Tenside (PFT) sind in den letzten Jahren verst\u00e4rkt in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert worden und waren Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Diese Tenside werden w\u00e4hrend des Verchromungsprozesses als Netzmittel eingesetzt und verhindern die Freisetzung von giftigen Chrom(VI) Aerosolen. Seit einigen Jahren wird zu diesem Zweck das alternative Netzmittel 6:2 Fluortelomersulfonat (6:2 FTS) eingesetzt. Bisher ist jedoch nur wenig \u00fcber das Umweltverhalten dieser Verbindung bekannt, sie tr\u00e4gt jedoch jetzt schon erheblich zur Fracht von PFT in industriellen Abw\u00e4ssern bei. Die betriebliche Abwasserreinigung in Galvaniken ist jedoch nicht f\u00fcr den R\u00fcckhalt dieser Verbindung ausgelegt, so dass die Einleitwerte sehr hoch sind. Zudem gibt es Hinweise, dass 6:2 FTS zu k\u00fcrzerkettigen perfluorierten Verbindungen abgebaut wird, was im ersten Teil meiner Arbeit untersucht wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es wurde eine Methode zur Analytik von perfluorierten Carbons\u00e4uren (PFCA) und Sulfons\u00e4uren (PFSA) entwickelt und eine geeignete Aufarbeitung f\u00fcr chromathaltige w\u00e4ssrige Proben etabliert. Die Festphasenextraktion mit einer Mischphase (HLB- hydrophilic lipophilic balanced) als Phasenmaterial hat hierbei zu guten Wiederfindungsraten und Standardabweichungen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Mit Hilfe der entwickelten Methode wurden dann Sp\u00fclw\u00e4sser aus einem Galvanikunternehmen untersucht. Vermutlich unterliegt 6:2 FTS im Chromelektrolyten einem elektrochemischen Abbau und als Abbauprodukte werden k\u00fcrzerkettige (bis C7) PFCA gebildet. Im Sp\u00fclwasser der Galvanik wurden auch drei der vier untersuchten PFCA im Konzentrationsbereich von 40 &#8211; 770 ng\/L quantitativ nachgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zur Best\u00e4tigung wurde im Laborma\u00dfstab 6:2 FTS einer Elektrolyse unterzogen und auf perfluorierte Carbons\u00e4uren (PFBA: C4, PFPeA: C5, PFHxA: C6 und PFHpA: C7) untersucht. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der 6:2 FTS-Abbau zwar stattfindet, die Menge der gebildeten Abbauprodukte bezogen auf die engesetzte Menge jedoch sehr gering sind (ca. 0,1 % nach 900 min. Elektrolyse). Trotzdem werden \u00fcber das Abwasser der Galvaniken perfluorierte Tenside freigesetzt, auch wenn das eingesetzte Produkt polyfluoriert ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eliminierung von Fluortensiden und analytische Bestimmung Perfluorierte und polyfluorierte Tenside (PFT) sind in den letzten Jahren verst\u00e4rkt in der \u00d6ffentlichkeit diskutiert worden und waren Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Diese Tenside werden w\u00e4hrend des Verchromungsprozesses als Netzmittel eingesetzt und verhindern die Freisetzung von giftigen Chrom(VI) Aerosolen. 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