{"id":52733,"date":"2026-02-18T10:46:23","date_gmt":"2026-02-18T09:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-163\/"},"modified":"2026-02-18T10:46:23","modified_gmt":"2026-02-18T09:46:23","slug":"20011-163","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-163\/","title":{"rendered":"Welche Rolle spielen Diskurse f\u00fcr den Ausbruch und Nicht-Ausbruch von innerstaatlichen, klimawandelinduzierten Gewaltkonflikten? Eine explorative Studie anhand des Fallbeispiels &#8220;Bodendegradation in Indien&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Welche Rolle spielen Diskurse f\u00fcr den Nicht-Ausbruch von klimawandelinduzierten Gewaltkonflikten?<\/p>\n<p>Die Forschung zu klimawandelinduzierten, inner- und substaatlichen Gewaltkonflikten hat bislang trotz der hohen Relevanz des Themas nur wenige belastbare Ergebnisse produziert. Meine These lautet, dass sich diese betr\u00e4chtliche Diskrepanz innerhalb des Forschungsfeldes auf zumindest drei methodisch-konzeptionelle Defizite zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst:<br \/>a)\tfehlende methodische Diversit\u00e4t: Nach wie vor dominieren die beiden methodischen Zug\u00e4nge der qualitativen Fall- und der quantitativen large-N-Studien die Forschung zu klimawandelinduzierten Gewaltkonflikten, obwohl ihre Defizite gerade bei diesem Gegenstandsbereich offensichtlich werden. Beispielsweise k\u00f6nnen quantitative Studien f\u00fcr viele ihrer Variablen keine ad\u00e4quaten Daten finden und sind nicht in der Lage, zentrale Faktoren wie Feindbilder oder Umweltwahrnehmungen zu erfassen. Fallstudien hingegen sind oft nicht in der Lage, generalisierbare Erkenntnisse zu produzieren.<br \/>b)\tpositivistisch-rationalistischer Bias: Gro\u00dfe Teile der Forschung zu klimawandelinduzierten Gewaltkonflikten konzipieren Umwelt- bzw. Ressourcendaten als objektive Gegebenheiten, die keiner Interpretation mehr durch die handelnden Akteure bed\u00fcrfen. Sie ignorieren damit die elementar soziale, durch Diskurse bzw. Wissensordnungen vorstrukturierte Konstruktion jeglicher menschlicher Wahrnehmung von Realit\u00e4t. H\u00e4ufig werden die relevanten Gruppen und Personen entweder als rationale Akteure betrachtet oder zumindest Aspekte nicht-rationaler Entscheidungsfindung ausgeblendet.<br \/>c)\tFokus auf Gewaltf\u00e4lle: Obwohl einige Studien zur gewaltfreien Bew\u00e4ltigung von Ressourcenkonflikten und zu durch Umweltver\u00e4nderungen angesto\u00dfenen Kooperationsprozessen vorliegen, werden diese bislang nicht systematisch in die Forschung zu klimawandelinduzierten Gewaltkonflikten integriert. Dies erschwert die Erforschung gewaltfreier oder sogar kooperativer Umgangsformen mit Ressourcenknappheit und Klimawandel sowie der Eskalationsdynamiken von Umweltkonflikten.<br \/>Die skizzierte Dissertation setzt es sich zum Ziel, methodische und konzeptionelle Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die \u00dcberwindung der skizzierten Defizite zu entwickeln. Dazu werden drei Analysemethoden ausgew\u00e4hlt, namentlich <br \/>a)\teine GIS-basierte Risikoanalyse gewaltsamer Konflikte im Rahmen eines reduzierten landwirtschaftlichen Produktionspotentials in Kenia und Uganda,<br \/>b)\teine Diskursanalyse f\u00fcr wasserbezogene Kooperation und Konflikte zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern, und<br \/>c)\teine Qualitative Comparative Analysis (QCA), die dich auf notwendinge und hinreichende Bedingungen f\u00fcr das Auftreten umweltwandelinduzierter Gewaltkonflikte in verschiedenen Weltregionen fokussiert.<br \/>In einem abschlie\u00dfenden Forschungsschritt werden die empirischen und methodischen Erkenntnisse der drei Einzelstudien zusammengef\u00fchrt.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Rolle spielen Diskurse f\u00fcr den Nicht-Ausbruch von klimawandelinduzierten Gewaltkonflikten? Die Forschung zu klimawandelinduzierten, inner- und substaatlichen Gewaltkonflikten hat bislang trotz der hohen Relevanz des Themas nur wenige belastbare Ergebnisse produziert. 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