{"id":52724,"date":"2026-01-27T10:48:26","date_gmt":"2026-01-27T09:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-172\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:28","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:28","slug":"20012-172","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-172\/","title":{"rendered":"Aktuelle M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Renaturierung von Kalkmagerrasen in der M\u00fcnchner Schotterebene: ein Beitrag zur Bewahrung des nationalen Naturerbes"},"content":{"rendered":"<p>Renaturierung von Kalkmagerrasen<\/p>\n<p>Kalkmagerrasen sind die artenreichsten terrestrischen \u00d6kosysteme Mitteleuropas und beherbergen eine gro\u00dfe Zahl gef\u00e4hrdeter Pflanzen- und Tierarten. Aufgrund von Landnutzungs\u00e4nderungen w\u00e4hrend des letzten Jahrhunderts existieren heute nur noch wenige, fragmentierte Reste von Kalkmagerrasen. Um den Arten neue Lebensr\u00e4ume bereitzustellen und den genetischen Austausch zwischen isolierten Best\u00e4nden zu f\u00f6rdern, werden Kalkmagerrasen seit einigen Jahren neu angelegt und bestehende Fl\u00e4chen wieder vernetzt. F\u00fcr die Erstellung moderner Pflege- und Entwicklungskonzepte sowie f\u00fcr die Beurteilung verschiedener Renaturierungsverfahren sind Kenntnisse \u00fcber deren langfristige Auswirkungen sowie Zieldefinitionen auf Grundlage der spezifischen Landschaftsgeschichte der Untersuchungsgebiete im Lechtal und im M\u00fcnchner Norden notwendig.<\/p>\n<p>Ziel der Dissertation ist es 1) die langfristigen Auswirkungen unterschiedlicher Renaturierungsma\u00dfnahmen zu untersuchen und zu bewerten und 2) lokal und regional wirksame vegetations\u00f6kologische Prozesse innerhalb des Biotopverbundes aus etablierten und renaturierten Kalkmagerrasen zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollen Optimierungsm\u00f6glichkeiten aufgezeigt und aktualisierte Pflege- und Renaturierungsziele formuliert werden.<\/p>\n<p>Zur Bewertung des langfristigen Erfolgs von Renaturierungsma\u00dfnahmen werden einerseits Langzeitdaten aus Dauerbeobachtungsfl\u00e4chen in renaturierten Kalkmagerrasen analysiert und ihre Vegetation mit gut erhaltenen Zielbest\u00e4nden verglichen. Andererseits sollen genetische Untersuchungen an Populationen ausgew\u00e4hlter Zielarten in etablierten und renaturierten Kalkmagerrasen Aufschluss dar\u00fcber geben, ob die Renaturierungsverfahren auch aus populationsgenetischer Sicht ad\u00e4quat sind.<br \/>Art und Bedeutung lokal (Interaktionen der Pflanzen mit biotischer und abiotischer Umgebung) und regional (z.B. Samenausbreitung zu potentiellen Habitaten) wirksamer Prozesse f\u00fcr die Zusammensetzung und Abundanz von Arten in etablierten und renaturierten Kalkmagerrasen wird aus Mustern von funktionaler Diversit\u00e4t und \u00df-Diversit\u00e4t sowie mit Hilfe von Null-Modellen abgleitet. Die Daten hierzu stammen aus Feldstudien in den Biotopverb\u00fcnden im Lechtal und im M\u00fcnchner Norden, aber auch aus einem experimentellen Ansatz zu den Mechanismen der Vegetationsentwicklung.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renaturierung von Kalkmagerrasen Kalkmagerrasen sind die artenreichsten terrestrischen \u00d6kosysteme Mitteleuropas und beherbergen eine gro\u00dfe Zahl gef\u00e4hrdeter Pflanzen- und Tierarten. Aufgrund von Landnutzungs\u00e4nderungen w\u00e4hrend des letzten Jahrhunderts existieren heute nur noch wenige, fragmentierte Reste von Kalkmagerrasen. 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