{"id":52715,"date":"2026-10-23T12:50:33","date_gmt":"2026-10-23T10:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-181\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:34","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:34","slug":"20012-181","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-181\/","title":{"rendered":"Konkrete Nachhaltigkeit &#8211; Welche Natur wir f\u00c3\u00bcr zuk\u00c3\u00bcnftige Generationen erhalten sollten"},"content":{"rendered":"<p>Naturschutz als Pflicht gegen\u00fcber zuk\u00fcnftigen Generationen<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p><em>Welche Natur wir f\u00c3\u00bcr zuk\u00c3\u00bcnftige Generationen erhalten sollten. Martha Nussbaums F\u00c3\u00a4higkeitenansatz als Leitfaden f\u00c3\u00bcr die Konkretisierung intergenerationeller Pflichten zur Erhaltung der Biodiversit\u00c3\u00a4t.<\/em><\/p>\n<p>Wie l\u00c3\u00a4sst sich f\u00c3\u00bcr den Schutz der Natur und insbesondere f\u00c3\u00bcr die Erhaltung der biologischen Vielfalt argumentieren? Gegen\u00c3\u00bcber wem sind wir zu dem schonenden Umgang mit (biodiverser) Natur verpflichtet? Insbesondere in politischen Argumentationsg\u00c3\u00a4ngen wird der Naturschutz und die Notwendigkeit der Erhaltung der Biodiversit\u00c3\u00a4t h\u00c3\u00a4ufig mit Rekurs auf die Anspr\u00c3\u00bcche zuk\u00c3\u00bcnftiger Generationen begr\u00c3\u00bcndet. Dabei ist zum einen (philosophietheoretisch) unklar, wie weit das Argument der intergenerationellen Verpflichtung tats\u00c3\u00a4chlich tr\u00c3\u00a4gt. Zum anderen ist unklar, ob sich diese Argumentation auch bez\u00c3\u00bcglich des Biodiversit\u00c3\u00a4tsschutzes einsetzen l\u00c3\u00a4sst. Das Ziel dieses Promotionsvorhabens ist die Begr\u00c3\u00bcndung und Ausgestaltung intergenerationeller Pflichten zur Erhaltung der Biodiversit\u00c3\u00a4t. Das \u00e2\u20ac\u017epolitische\u00e2\u20ac\u0153 Argument f\u00c3\u00bcr den Naturschutz wird auf den Fokus der Biodiversit\u00c3\u00a4t angewandt und argumentativ unterf\u00c3\u00bcttert. <\/p>\n<p>In einem ersten Schritt wird gezeigt, warum und inwieweit Biodiversit\u00c3\u00a4t Element eines guten menschlichen Lebens ist und inwieweit sich daraus Argumente f\u00c3\u00bcr ihre Erhaltung ableiten lassen. Als Leitfaden f\u00c3\u00bcr die Abh\u00c3\u00a4ngigkeiten zwischen Erfahrungs- und Nutzungsm\u00c3\u00b6glichkeiten (biodiverser) Natur und allgemeinen Voraussetzungen eines guten Lebens dient Martha Nussbaums F\u00c3\u00a4higkeitenansatz (Capabilities Approach).<\/p>\n<p>Auf dieser Grundlage wird in einem zweiten Schritt f\u00c3\u00bcr die Anerkennung moralischer Pflichten zur Erhaltung der Biodiversit\u00c3\u00a4t gegen\u00c3\u00bcber zuk\u00c3\u00bcnftigen Generationen argumentiert. Die Forderung, Biodiversit\u00c3\u00a4t zu erhalten wird in Abh\u00c3\u00a4ngigkeit von ihrem Beitrag zu einem guten menschlichen Leben begr\u00c3\u00bcndet. Im Rahmen der Ausgestaltung der dazugeh\u00c3\u00b6rigen intergenerationellen\u00c2\u00a0Pflichten entstehen sieben Leitlinien staatlichen Handelns, die entsprechende Ma\u00c3\u0178nahmen der Biodiversit\u00c3\u00a4tserhaltung mit Blick auf die Anspr\u00c3\u00bcche zuk\u00c3\u00bcnftiger Generationen anleiten k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturschutz als Pflicht gegen\u00fcber zuk\u00fcnftigen Generationen \u00c2\u00a0 Welche Natur wir f\u00c3\u00bcr zuk\u00c3\u00bcnftige Generationen erhalten sollten. Martha Nussbaums F\u00c3\u00a4higkeitenansatz als Leitfaden f\u00c3\u00bcr die Konkretisierung intergenerationeller Pflichten zur Erhaltung der Biodiversit\u00c3\u00a4t. Wie l\u00c3\u00a4sst sich f\u00c3\u00bcr den Schutz der Natur und insbesondere f\u00c3\u00bcr die Erhaltung der biologischen Vielfalt argumentieren? 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