{"id":52710,"date":"2026-01-27T10:48:26","date_gmt":"2026-01-27T09:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-186\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:26","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:26","slug":"20012-186","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-186\/","title":{"rendered":"Die Ver\u00e4nderung der Rauhigkeitsparameter und des fluvialen Sedimenttransportes in einem alpinen proglazialen Gebiet unter den Bedingungen der durch die Klimaerw\u00e4rmung verursachten Gletscherschmelze"},"content":{"rendered":"<p>Die Ver\u00e4nderung der Rauhigkeitsparameter und des fluvialen Sedimenttransportes im alpinen Proglazial<\/p>\n<p>Die Geomorphologie in proglazialen Gebieten weist eine hohe r\u00e4umliche und zeitliche Dynamik auf. Hierbei sind vor allen Dingen glaziale und glazifluviale Prozesse von gro\u00dfer Bedeutung, da die Aufbereitung und Umlagerung der Sedimente im Proglazial haupts\u00e4chlich durch fluviale Prozesse erfolgt. Diese werden einerseits durch Schmelzwasserzufuhr und andererseits durch Niederschlagsereignisse beeinflusst, wobei letztere meist von gr\u00f6\u00dferer Bedeutung sind.<br \/>Der prognostizierte Klimawandel, welcher sich in starkem Ma\u00dfe auch auf die Alpen auswirken wird, hat f\u00fcr das fluviale System drastische Folgen. Die verst\u00e4rkte Gletscherschmelze wirkt sich in zweierlei Hinsicht auf den Sedimenttransport aus. Zum einen werden Sedimente freigesetzt und somit dem fluvialen Transport zur Verf\u00fcgung gestellt. Andererseits kommt es durch das verst\u00e4rkte R\u00fcckschmelzen der Gletscher zu einem h\u00f6heren Schmelzwasserfluss, wodurch mehr Sediment transportiert werden kann. Eine weitere Folge der Klimaerw\u00e4rmung ist die Zunahme von Starkregenereignissen, wodurch die bereitgestellten Sedimente schneller verlagert werden.<br \/>W\u00e4hrend einer Ablationsperiode variiert das Aussehen eines Flie\u00dfgew\u00e4ssers zwischen einem geradlinigen und einem verzweigten Verlauf. Ein Wechsel im Laufmuster bedingt immer eine Ver\u00e4nderung der Rauhigkeit.<br \/>Weiterhin kann die Charakterisierung der Rauhigkeit auf r\u00e4umlichen Ma\u00dfstab erfolgen. Hierbei wird zwischen der Mikro-, Meso- und Makroskala unterschieden. Die Rauhigkeit auf der Mikroskala wird vor allem durch die Kornrauhigkeit bestimmt. Sie beschreibt den Teil der Rauhigkeit, welcher durch die Korngr\u00f6\u00dfe der Partikel im Gerinne hervorgerufen wird. Die Mesoskala wird durch die Formrauhigkeit beschrieben. Sie wird durch die Herausbildung verschiedener Formen oder Sequenzen im Gerinnebett verursacht. Zur Beschreibung der Makroskala wird die Rauhigkeit ganzer Gerinneabschnitte betrachtet.<br \/>Bei der Betrachtung des Sedimenttransportes ist ebenso eine zeitliche und r\u00e4umliche Variabilit\u00e4t auszumachen. So kommt es zu Schwankungen, die durch t\u00e4gliche aber auch saisonale Ablationszyklen verursacht werden. Weiterhin erfolgt im Verlauf eines Flie\u00dfgew\u00e4ssers ein st\u00e4ndiger Wechsel zwischen Sedimentquellen und \u0096speichern, wodurch der Sedimenttransport beeinflusst wird. <br \/>Um ein genaues Verst\u00e4ndnis des Zusammenhangs zwischen der Rauhigkeit und der Flie\u00dfgeschwindigkeit bzw. dem Sedimenttransport zu bekommen, k\u00f6nnen neue geomorphologische Messverfahren angewendet werden. Das terrestrische oder luftgest\u00fctzte Laserscanning bietet die M\u00f6glichkeit, r\u00e4umlich hochaufgel\u00f6ste 3D-Abbildungen der Gerinnemorphologie zu generieren. Dieses 3D-Modell kann zur Bestimmung der Rauhigkeit dienen. Weiterhin erm\u00f6glicht es eine genaue Bilanzierung des Sedimentes, welches dem fluvialen System zugef\u00fchrt werden kann.<br \/>In dieser Arbeit soll die raum-zeitliche Variabilit\u00e4t der Rauhigkeitsparameter und des fluvialen Sedimenttransportes in proglazialen Gebieten ermittelt werden, um die Zusammenh\u00e4nge zwischen diesen Gr\u00f6\u00dfen besser verstehen zu k\u00f6nnen. Weiterhin wird versucht, die Rauhigkeiten in einen allgemein g\u00fcltigen Rauhigkeitsfaktor umzuwandeln. In Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels ist ein besseres Verst\u00e4ndnis der im Proglazial ablaufenden Prozesse unabdingbar, um Aussagen \u00fcber zuk\u00fcnftige glazifluviale Abl\u00e4ufe treffen zu k\u00f6nnen. Ein genaues Verst\u00e4ndnis der fluvialen Prozesse im Proglazial kann zur Verbesserung des Naturgefahrenmanagements in Hochgebirgsr\u00e4umen und zur Beantwortung wasserwirtschaftlicher Fragestellungen herangezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ver\u00e4nderung der Rauhigkeitsparameter und des fluvialen Sedimenttransportes im alpinen Proglazial Die Geomorphologie in proglazialen Gebieten weist eine hohe r\u00e4umliche und zeitliche Dynamik auf. Hierbei sind vor allen Dingen glaziale und glazifluviale Prozesse von gro\u00dfer Bedeutung, da die Aufbereitung und Umlagerung der Sedimente im Proglazial haupts\u00e4chlich durch fluviale Prozesse erfolgt. Diese werden einerseits durch Schmelzwasserzufuhr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52710","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20012\/186","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Baewert","dbu_stipendiaten_vorname":"Henning","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2012-10-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2015-05-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg<br>Institut f\u00fcr Geowissenschaften und Geographie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Karl-Heinz Schmidt","dbu_stipendiaten_email_dienst":"henning.baewert@googlemail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58722,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52710\/revisions\/58722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}