{"id":52704,"date":"2026-01-27T10:48:23","date_gmt":"2026-01-27T09:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-192\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:25","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:25","slug":"20012-192","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-192\/","title":{"rendered":"Einfluss globaler Erw\u00e4rmung auf den dynamischen Beitrag des Filchner-Ronne-Eisschelfs zum globalen Meeresspiegel"},"content":{"rendered":"<p>Zuk\u00fcnftiger meeresspiegelrelevanter Eisfluss durch das Filchner-Ronne-Eisschelf, Westantarktis<\/p>\n<p>Der Antarktische Eisschild speichert ein Eisvolumen, dessen \u00c4quivalent mehr als 60 m globalem Meeresspiegelanstieg entspricht. Damit hat die zuk\u00fcnftige Entwicklung seiner Massenbilanz eine hohe Bedeutung f\u00fcr die weltweiten K\u00fcstengebiete. Seit zwei Jahrzehnten erf\u00e4hrt der Antarktische Eisschild einen sich beschleunigenden Netto-Eisverlust. Dieser wird vor allem verst\u00e4rktem Schmelzen unterhalb einer Reihe kleinerer Eisschelfe in der Westantarktis zugeschrieben, welches eine Beschleunigung der seew\u00e4rts flie\u00dfenden Eismassen erm\u00f6glicht. Ursache hierf\u00fcr sind erh\u00f6hte Temperaturen der lokalen Ozeanstr\u00f6mungen. Die Untersuchung der Massenbilanz dieser Region wird vor allem vor dem Hintergrund einer potentiellen Instabilit\u00e4t des westantarktischen Landeises durchgef\u00fchrt, da die Bodentopographie der Westantarktis gr\u00f6\u00dftenteils weit unterhalb des Meeresspiegels liegt. Ein Kollaps des Westantarktischen Eisschilds w\u00fcrde den globalen Meeresspiegel um \u00fcber 3 m ansteigen lassen. Neueste Projektionen zeigen nun f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte dieses Jahrhunderts in einer weiteren Region der Westantarktis, dem Filchner-Ronne-Eisschelfs (FRIS), eine starke Erh\u00f6hung der Ozeantemperaturen. Eingefasst in eine Bucht, \u00fcbt das zweitgr\u00f6\u00dfte Eisschelf der Antarktis eine St\u00fctzwirkung auf ein erhebliches Landeisvolumen in seinem Einzugsgebiet aus. Die durch die Projektionen erwarteten verst\u00e4rkten Schmelzvorg\u00e4nge unterhalb des Eisschelfs w\u00fcrden einen beschleunigten Eistransport aus dem Landesinneren erm\u00f6glichen und k\u00f6nnten damit eine weitere Instabilit\u00e4t ausl\u00f6sen.<br \/>Ich m\u00f6chte in meiner Dissertation den Einfluss der globalen Erw\u00e4rmung auf die Dynamik des FRIS und den damit verbundenen zuk\u00fcnftigen Beitrag seines Einzugsgebiets zum globalen Meeresspiegel untersuchen. Daf\u00fcr sollen das Eisschelf und sein Einzugsgebiet mit dem 3D-Eismodell PISM modelliert werden. In einem ersten Arbeitsschritt wird das Modell f\u00fcr diese Region aufgesetzt. Nach der Implementierung der Anfangsdaten und Randbedingungen wird ein Ensemble von Simulationsl\u00e4ufen durch Variation der relevanten Modellparameter generiert. Ausgehend von den resultierenden Gleichgewichtsl\u00e4ufen, welche den derzeit beobachteten Zustand des Systems reproduzieren, ist f\u00fcr den zweiten Arbeitsschritt die Durchf\u00fchrung idealisierter Schmelzexperimente unterhalb des Eisschelfs vorgesehen. Durch die punktuelle Anwendung des Schmelzens soll dabei die Ausl\u00f6sung m\u00f6glicher Instabili\u00e4ten auf bestimmte Regionen und Mechanismen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. In einem dritten Arbeitsschritt werden dann Szenariensimulationen des Systems durchgef\u00fchrt. Das Modell wird daf\u00fcr gespeist mit Projektionsdaten f\u00fcr die Ozean- und Oberfl\u00e4chentemperatur, sowie den Niederschlag. Die Projektionen stammen aus regionalen Klimamodellen, welche die repr\u00e4sentativen Treibhausgas-Emissionspfade des f\u00fcnften Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPPC-AR5) benutzen. Anhand der Szenarienl\u00e4ufe wird dann die Dynamik des modellierten Systems unter Ber\u00fccksichtigung der identifizierten Instabilit\u00e4tsmechanismen analysiert und dessen Massenbilanz ausgewertet. <br \/>Die Ergebnisse des hier vorgestellten Projekts sollen den zuk\u00fcnftigen Beitrag einer wichtigen Region der potentiell instabilen Westantarktis zum globalen Meeresspiegel bestimmen und somit helfen, die derzeit noch mit gro\u00dfen Unsicherheiten behafteten Projektionen f\u00fcr den gesamten Antarktischen Eisschild zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuk\u00fcnftiger meeresspiegelrelevanter Eisfluss durch das Filchner-Ronne-Eisschelf, Westantarktis Der Antarktische Eisschild speichert ein Eisvolumen, dessen \u00c4quivalent mehr als 60 m globalem Meeresspiegelanstieg entspricht. Damit hat die zuk\u00fcnftige Entwicklung seiner Massenbilanz eine hohe Bedeutung f\u00fcr die weltweiten K\u00fcstengebiete. Seit zwei Jahrzehnten erf\u00e4hrt der Antarktische Eisschild einen sich beschleunigenden Netto-Eisverlust. Dieser wird vor allem verst\u00e4rktem Schmelzen unterhalb einer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52704","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20012\/192","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Feldmann","dbu_stipendiaten_vorname":"Johannes","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2013-02-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2016-01-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Universit\u00e4t Potsdam<br>Institut f\u00fcr Physik und Astronomie<br>Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Anders Levermann","dbu_stipendiaten_email_dienst":"johannes.feldmann@pik-potsdam.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52704\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58716,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52704\/revisions\/58716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}