{"id":52699,"date":"2026-01-27T10:48:23","date_gmt":"2026-01-27T09:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-197\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:25","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:25","slug":"20012-197","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-197\/","title":{"rendered":"Definition des Begriffs lokale Population aus biologischer Sicht: am Beispiel von Steinkauz (Athene noctua), M\u00e4usebussard (Buteo buteo) und Habicht (Accipiter gentilis)"},"content":{"rendered":"<p>Biologische Definition des Begriffs lokale Population<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Streng gesch\u00fctzte Tierarten unterliegen in der Planungspraxis (z.B. im Rahmen von baulichen Ma\u00dfnahmen) sowie bei der Bewirtschaftung von Fl\u00e4chen dem Bundesnaturschutzgesetz und m\u00fcssen \u00a0artenschutzrechtlich gepr\u00fcft werden. Eine erhebliche St\u00f6rung streng gesch\u00fctzter Arten ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Diese liegt vor, wenn sich der Erhaltungszustand der \u201elokalen Population\u201c einer Art verschlechtert. Eine lokale Population ist als eine Gruppe von Individuen einer Art definiert, die eine Fortpflanzungs- oder \u00dcberdauerungsgemeinschaft bilden und einen zusammenh\u00e4ngenden Lebensraum gemeinsam be-wohnen (Kiel 2007). Dieser im Naturschutz sehr zentrale Begriff l\u00e4sst sich in der Praxis allerdings kaum n\u00e4her anwenden. Bisher teilt man die Arten daher je nach der Populationsstruktur bzw. dem individuellem Raumanspruch in zwei Ebenen ein. Die Ebene I umfasst kleinr\u00e4umige Landschaftseinheiten wie Naturschutz- oder NATURA-2000-Gebiete. Die Ebene II umfasst fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfere Bereiche, dabei wird je nach Aktionsraum der jeweiligen Art zwischen Gemeinde- oder Kreisgebiet unterschieden. Diese Einteilung ist aus biologischer Sicht nicht nur wenig sinnvoll, sondern f\u00fchrt zudem h\u00e4ufig zu einer Diskrepanz zwischen der Auslegung des Gesetzes und dem Erhaltungszustand der Arten im betrachteten Bereich. Diese Divergenz entsteht in diesem Zusammenhang daraus, dass methodische Ans\u00e4tze zur routinem\u00e4\u00dfigen Eingrenzung lokaler Populationen bisher fehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In diesem Promotionsprojekt soll erstmalig eine Abgrenzung lokaler Populationen beim Steinkauz, M\u00e4usebussard und Habicht vorgenommen werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Nachvoll-ziehbarkeit und der praktischen Anwendung der Methoden im Natur- und Artenschutz. Dazu werden neben der genetischen Zusammensetzung der Populationen auch die Revierstandorte und die brut-biologischen Parameter (z.B. der Bruterfolg) der drei Modellarten analysiert. Zudem ist eine Bewertung der Auswirkungen der Landnutzungs- und Standortver\u00e4nderungen m\u00f6glich, wobei insbesondere anthropogene Einfl\u00fcsse einbezogen werden. Unter Anwendung der zuvor gewonnenen Daten lassen sich dann Modelle entwickeln, die Aussagen \u00fcber Bestandstrends der Populationen erlauben. Auf Basis der Korrelation der Daten ist es schlie\u00dflich m\u00f6glich ad\u00e4quate und modellhafte Schutzkonzepte zu entwickeln und diese in Zusammenarbeit mit den \u00f6rtlichen Naturschutzbeh\u00f6rden anzuwenden und zu testen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biologische Definition des Begriffs lokale Population Streng gesch\u00fctzte Tierarten unterliegen in der Planungspraxis (z.B. im Rahmen von baulichen Ma\u00dfnahmen) sowie bei der Bewirtschaftung von Fl\u00e4chen dem Bundesnaturschutzgesetz und m\u00fcssen \u00a0artenschutzrechtlich gepr\u00fcft werden. 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