{"id":52698,"date":"2026-10-23T12:50:29","date_gmt":"2026-10-23T10:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-198\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:30","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:30","slug":"20012-198","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-198\/","title":{"rendered":"Landschaftsgenetische Methoden f\u00c3\u00bcr Landschaftsplanung und Korridordesign: Modellierung und Evaluierung artenspezifischer Landschaftszerschneidung am Beispiel von Rothirschen (Cervus elaphus) in Schleswig-Holstein"},"content":{"rendered":"<p>Landschaftsgenetische Methodenoptimierung am Beispiel des Rothirschs<\/p>\n<p>Im Rahmen der Promotion sollen durch verschiedene Methoden die Auswirkungen der Landschaftszerschneidung auf die Rothirschpopulation (Cervus elaphus) im Bundesland Schleswig-Holstein untersucht und bewertet werden. Durch die anthropogen bedingte Fragmentierung und Zerschneidung der Landschaft kann es zur Verkleinerung und Isolierung von R\u00c3\u00bcckzugsgebieten und zu verringertem Austausch von Individuen und damit an Genen kommen?. Dies zeigt sich auch am Beispiel des Rothirschs in Schleswig-Holstein, da bereits einzelne Subpopulationen Anzeichen von Inzuchtdepression aufweisen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Verbesserung der genetischen Austauschm\u00c3\u00b6glichkeiten und damit die Optimierung der Beurteilungsverfahren \u00c3\u00bcber potentielle Landschaftskonnektivit\u00c3\u00a4t, die der Fragmentierung entgegenwirkt.<\/p>\n<p>Die Promotion wird sich mit verschiedenen methodischen Ans\u00c3\u00a4tzen wie Individuen-basierten Simulationen, Telemetrie-Ergebnissen und Expertenwissen auseinandersetzen, um Modelle \u00c3\u00bcber die funktionelle Konnektivit\u00c3\u00a4t der Landschaft in Schleswig-Holstein aus Sicht des Rothirschs zu erstellen. Anschlie\u00c3\u0178end werden verortete Genproben hinzugezogen, um den tats\u00c3\u00a4chlichen Genaustausch zu bewerten und darauf aufbauend, die entwickelten Modelle zu validieren. Die Genproben k\u00c3\u00b6nnen sowohl erfolgreiche Migration als auch Reproduktion eines Individuums wiedergeben. In diesem Kontext f\u00c3\u00bcgt sich die Landschaftsgenetik als eine innovative Ansatzm\u00c3\u00b6glichkeit zur Beurteilung und Darstellung der genetischen Auswirkungen der Habitatfragmentierung, aber auch der funktionellen Landschaftskonnektivit\u00c3\u00a4t, ein. Das junge Forschungsgebiet der Landschaftsgenetik beinhaltet die Analyse von populationsgenetischen und landschafts\u00c3\u00b6kologischen Daten. Im Vordergrund steht dabei die Korrelation von genetischen Ph\u00c3\u00a4nomenen mit r\u00c3\u00a4umlichen und zeitlichen Auspr\u00c3\u00a4gungen der Landschaft.<\/p>\n<p>Die durch die Validierung der Modelle gewonnenen Erkenntnisse werden anschlie\u00c3\u0178end verwendet, um optimale Korridore und potentielle Konfliktpunkte f\u00c3\u00bcr Rotwildmigration und Genfluss zu identifizieren. Als Ergebnis daraus sollen abschlie\u00c3\u0178end die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und die wesentlichen Landschaftsparameter, die die funktionelle Konnektivit\u00c3\u00a4t aus Sicht des Rothirschs am ehesten wiedergeben, herausgestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landschaftsgenetische Methodenoptimierung am Beispiel des Rothirschs Im Rahmen der Promotion sollen durch verschiedene Methoden die Auswirkungen der Landschaftszerschneidung auf die Rothirschpopulation (Cervus elaphus) im Bundesland Schleswig-Holstein untersucht und bewertet werden. 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