{"id":52695,"date":"2026-10-23T12:50:29","date_gmt":"2026-10-23T10:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-201\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:30","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:30","slug":"20012-201","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-201\/","title":{"rendered":"Quantifizierung von Unsicherheiten bei der Einsch\u00c3\u00a4tzung globaler Priorit\u00c3\u00a4ten f\u00c3\u00bcr den Schutz biologischer Vielfalt"},"content":{"rendered":"<p>Unsicherheiten bei der Einsch\u00e4tzung globaler Naturschutzpriorit\u00e4ten<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Verlust von biologischer Vielfalt gilt als eines der dr\u00c3\u00a4ngendsten Umweltprobleme weltweit. Es ist daher das Ziel verschiedener internationaler Abkommen (z.B. \u00c3\u0153bereinkommen \u00c3\u00bcber die biologische Vielfalt; CBD) die biologische Vielfalt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. W\u00c3\u00a4hrend die Erhaltung bestimmter Elemente der biologischen Vielfalt die Voraussetzung f\u00c3\u00bcr die Einkommenserzielung vieler Menschen ist, kommt es andererseits oft zu Zielkonflikten zwischen Schutz der Biodiversit\u00c3\u00a4t und intensiver Landnutzung. Die finanziellen Mittel, um solche Konflikte zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung zu entsch\u00c3\u00a4rfen, sind allerdings begrenzt. Es m\u00c3\u00bcssen daher Naturschutzpriorit\u00c3\u00a4ten gesetzt werden. Es mit dem Aichi Target 11 nun ein \u00e2\u20ac\u017eoffizielles\u00e2\u20ac\u0153 politisches Ziel im Rahmen der CBD:  Bis 2020 sind 17% der terrestrischen Fl\u00c3\u00a4che zu sch\u00c3\u00bctzen, insbesondere solche Gebiete mit herausragender Bedeutung f\u00c3\u00bcr die biologische Vielfalt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Technisch gesprochen bedeuten Naturschutzpriorit\u00c3\u00a4ten, dass ein Auswahlproblem gel\u00c3\u00b6st werden muss, das sowohl die Kosten als auch die \u00c3\u00b6kologischen Vorteile der Unterschutzstellung einer Fl\u00c3\u00a4che (\u00e2\u20ac\u017eNaturschutznutzen\u00e2\u20ac\u0153) ber\u00c3\u00bccksichtigt. F\u00c3\u00bcr die L\u00c3\u00b6sung dieses Problems werden in der Literatur verschiedene Verfahren vorgeschlagen. Die Gegen\u00c3\u00bcberstellung der Ergebnisse zeigt, dass es erhebliche Differenzen in den vorgeschlagenen Priorit\u00c3\u00a4ten gibt. Die methodischen Unterschiede liegen einerseits in der Nutzung unterschiedlicher Berechnungsarten f\u00c3\u00bcr die Naturschutzkosten und andererseits in verschiedenen \u00c3\u00b6kologischen Indikatoren f\u00c3\u00bcr den Naturschutznutzen. Zudem k\u00c3\u00b6nnen die international gebr\u00c3\u00a4uchlichen Datengrundlagen bereits jenseits der eingesetzten Auswahlmethodik mit nicht unerheblichen Fehlern behaftet sein.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es fehlen Arbeiten, welche die grunds\u00c3\u00a4tzlich erkannten Unsicherheiten und Datenfehler systematisch und jenseits von ausgew\u00c3\u00a4hlten Einzelaspekten im Hinblick auf die Qualit\u00c3\u00a4t der vorgeschlagenen Auswahlentscheidungen und Priorisierungen quantifizieren. Dies ist ein wichtiges Hindernis f\u00c3\u00bcr die Anwendung von Verfahren zur weltweiten Optimierung der bestehenden Schutzgebietssysteme und beschreibt ein grunds\u00c3\u00a4tzliches Problem der derzeitigen Naturschutzforschung.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In meiner Arbeit soll diesem Mangel abgeholfen werden. Ich m\u00c3\u00b6chte daf\u00c3\u00bcr die in den verschiedenen \u00c3\u00b6kologischen und \u00c3\u00b6konomischen Einzelwissenschaften sowie der angewandten Statistik erarbeiteten Methoden f\u00c3\u00bcr die Absch\u00c3\u00a4tzung von Unsicherheiten nutzen, um eine umfassende, quantitative Bewertung des Einflusses verschiedener methodischer und Daten-Unsicherheiten durchzuf\u00c3\u00bchren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Aus anwendungsorientierter Sicht soll bestimmt werden welche Datenquellen und Methoden besonders geeignet erscheinen um globale Naturschutzpriorit\u00c3\u00a4ten f\u00c3\u00bcr potentielle Aichi Target 11-Fl\u00c3\u00a4chen festzulegen bzw. wo die gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Unsicherheiten bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es wird sowohl der Einfluss unterschiedlicher \u00c3\u00b6kologischer Indikatoren (z.B. Artenreichtum, Gef\u00c3\u00a4hrdung bzw. Seltenheit der vorkommenden Arten und \u00c3\u2013kosystemdiversit\u00c3\u00a4t) des Naturschutznutzens, als auch der Einfluss unterschiedlicher Berechnungsarten von globalen Naturschutzkosten untersucht. Der Einfluss von Datenfehlern in den Berechnungsgrundlagen wird anhand unterschiedlicher statistischer Verfahren \u00c3\u00bcberpr\u00c3\u00bcft. <\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsicherheiten bei der Einsch\u00e4tzung globaler Naturschutzpriorit\u00e4ten \u00c2\u00a0 Der Verlust von biologischer Vielfalt gilt als eines der dr\u00c3\u00a4ngendsten Umweltprobleme weltweit. Es ist daher das Ziel verschiedener internationaler Abkommen (z.B. \u00c3\u0153bereinkommen \u00c3\u00bcber die biologische Vielfalt; CBD) die biologische Vielfalt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. 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