{"id":52695,"date":"2026-01-27T10:48:23","date_gmt":"2026-01-27T09:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-201\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:24","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:24","slug":"20012-201","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-201\/","title":{"rendered":"Quantifizierung von Unsicherheiten bei der Einsch\u00e4tzung globaler Priorit\u00e4ten f\u00fcr den Schutz biologischer Vielfalt"},"content":{"rendered":"<p>Unsicherheiten bei der Einsch\u00e4tzung globaler Naturschutzpriorit\u00e4ten<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Verlust von biologischer Vielfalt gilt als eines der dr\u00e4ngendsten Umweltprobleme weltweit. Es ist daher das Ziel verschiedener internationaler Abkommen (z.B. \u00dcbereinkommen \u00fcber die biologische Vielfalt; CBD) die biologische Vielfalt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. W\u00e4hrend die Erhaltung bestimmter Elemente der biologischen Vielfalt die Voraussetzung f\u00fcr die Einkommenserzielung vieler Menschen ist, kommt es andererseits oft zu Zielkonflikten zwischen Schutz der Biodiversit\u00e4t und intensiver Landnutzung. Die finanziellen Mittel, um solche Konflikte zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung zu entsch\u00e4rfen, sind allerdings begrenzt. Es m\u00fcssen daher Naturschutzpriorit\u00e4ten gesetzt werden. Es mit dem Aichi Target 11 nun ein \u201eoffizielles\u201c politisches Ziel im Rahmen der CBD:  Bis 2020 sind 17% der terrestrischen Fl\u00e4che zu sch\u00fctzen, insbesondere solche Gebiete mit herausragender Bedeutung f\u00fcr die biologische Vielfalt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Technisch gesprochen bedeuten Naturschutzpriorit\u00e4ten, dass ein Auswahlproblem gel\u00f6st werden muss, das sowohl die Kosten als auch die \u00f6kologischen Vorteile der Unterschutzstellung einer Fl\u00e4che (\u201eNaturschutznutzen\u201c) ber\u00fccksichtigt. F\u00fcr die L\u00f6sung dieses Problems werden in der Literatur verschiedene Verfahren vorgeschlagen. Die Gegen\u00fcberstellung der Ergebnisse zeigt, dass es erhebliche Differenzen in den vorgeschlagenen Priorit\u00e4ten gibt. Die methodischen Unterschiede liegen einerseits in der Nutzung unterschiedlicher Berechnungsarten f\u00fcr die Naturschutzkosten und andererseits in verschiedenen \u00f6kologischen Indikatoren f\u00fcr den Naturschutznutzen. Zudem k\u00f6nnen die international gebr\u00e4uchlichen Datengrundlagen bereits jenseits der eingesetzten Auswahlmethodik mit nicht unerheblichen Fehlern behaftet sein.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es fehlen Arbeiten, welche die grunds\u00e4tzlich erkannten Unsicherheiten und Datenfehler systematisch und jenseits von ausgew\u00e4hlten Einzelaspekten im Hinblick auf die Qualit\u00e4t der vorgeschlagenen Auswahlentscheidungen und Priorisierungen quantifizieren. Dies ist ein wichtiges Hindernis f\u00fcr die Anwendung von Verfahren zur weltweiten Optimierung der bestehenden Schutzgebietssysteme und beschreibt ein grunds\u00e4tzliches Problem der derzeitigen Naturschutzforschung.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In meiner Arbeit soll diesem Mangel abgeholfen werden. Ich m\u00f6chte daf\u00fcr die in den verschiedenen \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Einzelwissenschaften sowie der angewandten Statistik erarbeiteten Methoden f\u00fcr die Absch\u00e4tzung von Unsicherheiten nutzen, um eine umfassende, quantitative Bewertung des Einflusses verschiedener methodischer und Daten-Unsicherheiten durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Aus anwendungsorientierter Sicht soll bestimmt werden welche Datenquellen und Methoden besonders geeignet erscheinen um globale Naturschutzpriorit\u00e4ten f\u00fcr potentielle Aichi Target 11-Fl\u00e4chen festzulegen bzw. wo die gr\u00f6\u00dften Unsicherheiten bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es wird sowohl der Einfluss unterschiedlicher \u00f6kologischer Indikatoren (z.B. Artenreichtum, Gef\u00e4hrdung bzw. Seltenheit der vorkommenden Arten und \u00d6kosystemdiversit\u00e4t) des Naturschutznutzens, als auch der Einfluss unterschiedlicher Berechnungsarten von globalen Naturschutzkosten untersucht. Der Einfluss von Datenfehlern in den Berechnungsgrundlagen wird anhand unterschiedlicher statistischer Verfahren \u00fcberpr\u00fcft. <\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsicherheiten bei der Einsch\u00e4tzung globaler Naturschutzpriorit\u00e4ten \u00a0 Der Verlust von biologischer Vielfalt gilt als eines der dr\u00e4ngendsten Umweltprobleme weltweit. Es ist daher das Ziel verschiedener internationaler Abkommen (z.B. \u00dcbereinkommen \u00fcber die biologische Vielfalt; CBD) die biologische Vielfalt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. 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