{"id":52687,"date":"2026-01-27T10:48:23","date_gmt":"2026-01-27T09:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-209\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:23","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:23","slug":"20012-209","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-209\/","title":{"rendered":"Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung als Reflexion der Intuition. Rekonstruktion der Welt- und Menschenbilder von Jugendlichen im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung als Reflexion der Intuition<\/p>\n<p><strong>Forschungsfrage<\/strong>: Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung stellt hohe Herausforderungen an die P\u00e4dagogik und Didaktik. Neben dem Aufbau von Wissen zielt BNE auf die Einstellungs- und v.a. die Handlungsebene. Die Umweltbildung hat gezeigt, welch ambitioniertes Vorhaben dieses Ziel darstellt. Um dies zu erreichen, sollten die subjektiven Zug\u00e4nge der Lernenden sowie deren implizite Wissensbest\u00e4nde in den Fokus r\u00fccken. Ein didaktisches Konzept, das dies ber\u00fccksichtigt, ist der Ansatz der Alltagsphantasien. Als Alltagsphantasien werden alle Assoziationen, Gef\u00fchle und Vorstellungen bezeichnet, die durch ein Thema aktualisiert werden. Sie haben intuitiven Charakter und transportieren Werthaltungen, Welt- und Menschenbilder. Zentraler Bestandteil dieser Studie ist die Rekonstruktion von Alltagsphantasien von Jugendlichen zu nachhaltiger Entwicklung.<\/p>\n<p><strong>Methoden<\/strong>: Nachhaltige Entwicklung ist eine Leitidee, die sich vorwiegend auf die Gestaltung der Zukunft bezieht. Deshalb werden die Jugendlichen bez\u00fcglich der Vorstellung der Zukunft befragt. Damit werden die Themen von den Jugendlichen selbst gew\u00e4hlt. Die Auswertung erfolgt mit der Dokumentarischen Methode, ein sequentielles Verfahren, welches f\u00fcr Gruppendiskussionen entwickelt wurde. Dar\u00fcber hinaus scheint die Methodologie \u2013 mit der Unterscheidung zwischen implizitem und handlungsleitendem Wissen vom expliziten kommunikativen Wissen \u2013  besonders geeignet f\u00fcr Themen nachhaltiger Entwicklung.<\/p>\n<p><strong>Bisherige Ergebnisse<\/strong>:  Bei fast allen Diskussionen geht es um die Bearbeitung der Diskrepanz zwischen dem Soll-Zustand, also dem moralischen Anspruch und dem Ist-Zustand, der Wirklichkeit. Es zeigt sich, dass ein \u00fcberwiegender Teil der Jugendlichen Distanz zur Thematik einnimmt.Die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln bearbeiten viele Jugendliche mit Bewusstsein (\u00fcber das eigene Nicht-Handeln) oder der Darstellung einer alternativlosen Situation. Beide Bearbeitungsweisen best\u00e4tigen den <em>Status Quo.<\/em> Es ist auff\u00e4llig, dass nachhaltig(er)es Handeln immer mit Verzicht und Mehraufwand assoziiert wird. Ebenfalls werden in den meisten Diskussionen, Menschen, die nachhaltiger handeln, sozial abgewertet. In keiner Diskussionen konnte ein subjektiv bedeutsamer Zugang zu Natur rekonstruiert werden, was die Kritik am hegemonialen Nachhaltigkeitskonzept als zu technokratisch, best\u00e4tigt.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung als Reflexion der Intuition Forschungsfrage: Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung stellt hohe Herausforderungen an die P\u00e4dagogik und Didaktik. Neben dem Aufbau von Wissen zielt BNE auf die Einstellungs- und v.a. die Handlungsebene. Die Umweltbildung hat gezeigt, welch ambitioniertes Vorhaben dieses Ziel darstellt. 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