{"id":52685,"date":"2026-10-23T12:50:25","date_gmt":"2026-10-23T10:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-211\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:27","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:27","slug":"20012-211","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-211\/","title":{"rendered":"Effekte von Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser-Renaturierungen auf \u00c3\u2013kosystemfunktionen &#8211; Ein Ansatz zur Integration funktionaler Aspekte in Gew\u00c3\u00a4sserentwicklungen"},"content":{"rendered":"<p>Renaturierung und \u00d6kosystemfunktionen<\/p>\n<p>Im Zuge der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden europaweit viele Gew\u00c3\u00a4sser renaturiert, mit einem Fokus auf hydromorphologischen Ma\u00c3\u0178nahmen. Die Diskussion zum Erfolg von Renaturierungsma\u00c3\u0178nahmen ist stark auf die Erreichung des \u00e2\u20ac\u017eguten \u00c3\u00b6kologischen Zustand\u00e2\u20ac\u0153 gerichtet, w\u00c3\u00a4hrend funktionale Aspekte wie aquatisch-terrestrische Interaktionen, Selbstreinigung und Denitrifizierung nur selten ber\u00c3\u00bccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Die Dissertation zielt darauf ab, den Effekt von Renaturierungen auf \u00c3\u2013kosystemfunktionen zu untersuchen; im Einzelnen auf Nahrungsnetze, auf aquatisch-terrestrische Interaktionen sowie auf das Selbstreinigungsverm\u00c3\u00b6gen von Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssern.\t<br \/>Zur Untersuchung von Nahrungsnetzen und aquatisch-terrestrischen Interaktionen werden renaturierte und nicht renaturierte Gew\u00c3\u00a4sserabschnitte mittels stabiler Isotopenanalyse (13C und 15N) verglichen. Die Studie schlie\u00c3\u0178t eng an das laufende EU-Projekt REFORM (&#8220;REstoring rivers FOR effective catchment Management\u00e2\u20ac\u0153; http:\/\/reformrivers.eu\/) an. Insgesamt werden Isotopensignaturen verschiedener Komponenten der Nahrungsnetze im terrestrischen und aquatischen Bereich analysiert; dies erfolgt an 40 Gew\u00c3\u00a4sserabschnitten (20 renaturierten und 20 nahe gelegenen nicht renaturierten Abschnitten). F\u00c3\u00bcr jede Renaturierungsma\u00c3\u0178nahme werden die Unterschiede in den Isotopensignaturen zwischen dem renaturierten Abschnitt und dem Vergleichsabschnitt berechnet (\u00e2\u20ac\u017eeffect size\u00e2\u20ac\u0153). Die effect sizes f\u00c3\u00bcr einzelne Renaturierungsma\u00c3\u0178nahmen werden anschlie\u00c3\u0178end f\u00c3\u00bcr die umfangreichen und weniger umfangreichen Ma\u00c3\u0178nahmen verglichen und \u00c3\u00bcber eine multivariate Analyse mit weiteren Variablen, die f\u00c3\u00bcr die Gew\u00c3\u00a4sser kennzeichnend sind, verschnitten.<\/p>\n<p>F\u00c3\u00bcr die Untersuchung des Renaturierungseffekts auf das Selbstreinigungsverm\u00c3\u00b6gen werden \u00c3\u2013kosystem-Metabolismus sowie Sedimentrespiration und Hydrodynamik (\u00e2\u20ac\u017eBioassays\u00e2\u20ac\u0153) vergleichend an einem renaturierten und einem nahe gelegenen nicht renaturierten Abschnitt der Ruhr ermittelt. Da die Respiration u.a. den heterotrophen Abbau organischen Kohlenstoffs einschlie\u00c3\u0178t und der Biomasseaufbau der Bruttoprim\u00c3\u00a4rproduktion auch die Assimilation von N\u00c3\u00a4hrstoffen beinhaltet, k\u00c3\u00b6nnen beide als Indikatoren f\u00c3\u00bcr die \u00e2\u20ac\u017eSelbstreinigung\u00e2\u20ac\u0153 angesehen werden. Die Untersuchung erfolgt mit einer zwei Stationen O2-Tagesgangmethode zur Messung des \u00c3\u00b6kosystemaren Metabolismus definierter Flie\u00c3\u0178strecken. Der Vergleich von Produktion, Respiration und Sedimentrespiration erm\u00c3\u00b6glicht die Berechnung von Umsatzraten an dem renaturierten und dem nicht renaturierten Abschnitt. An diesem Beispiel l\u00c3\u00a4sst sich somit \u00c3\u00bcberpr\u00c3\u00bcfen, ob und wie stark die morphologische Umgestaltung eines Gew\u00c3\u00a4ssers das Selbstreinigungsverm\u00c3\u00b6gen beeinflusst.<\/p>\n<p><strong>zus\u00c3\u00a4tzliche Infos:<\/strong><br \/>http:\/\/reformrivers.eu\/news\/295<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renaturierung und \u00d6kosystemfunktionen Im Zuge der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden europaweit viele Gew\u00c3\u00a4sser renaturiert, mit einem Fokus auf hydromorphologischen Ma\u00c3\u0178nahmen. Die Diskussion zum Erfolg von Renaturierungsma\u00c3\u0178nahmen ist stark auf die Erreichung des \u00e2\u20ac\u017eguten \u00c3\u00b6kologischen Zustand\u00e2\u20ac\u0153 gerichtet, w\u00c3\u00a4hrend funktionale Aspekte wie aquatisch-terrestrische Interaktionen, Selbstreinigung und Denitrifizierung nur selten ber\u00c3\u00bccksichtigt werden. 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