{"id":52685,"date":"2026-01-27T10:48:23","date_gmt":"2026-01-27T09:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-211\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:23","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:23","slug":"20012-211","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-211\/","title":{"rendered":"Effekte von Flie\u00dfgew\u00e4sser-Renaturierungen auf \u00d6kosystemfunktionen &#8211; Ein Ansatz zur Integration funktionaler Aspekte in Gew\u00e4sserentwicklungen"},"content":{"rendered":"<p>Renaturierung und \u00d6kosystemfunktionen<\/p>\n<p>Im Zuge der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden europaweit viele Gew\u00e4sser renaturiert, mit einem Fokus auf hydromorphologischen Ma\u00dfnahmen. Die Diskussion zum Erfolg von Renaturierungsma\u00dfnahmen ist stark auf die Erreichung des \u201eguten \u00f6kologischen Zustand\u201c gerichtet, w\u00e4hrend funktionale Aspekte wie aquatisch-terrestrische Interaktionen, Selbstreinigung und Denitrifizierung nur selten ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Die Dissertation zielt darauf ab, den Effekt von Renaturierungen auf \u00d6kosystemfunktionen zu untersuchen; im Einzelnen auf Nahrungsnetze, auf aquatisch-terrestrische Interaktionen sowie auf das Selbstreinigungsverm\u00f6gen von Flie\u00dfgew\u00e4ssern.\t<br \/>Zur Untersuchung von Nahrungsnetzen und aquatisch-terrestrischen Interaktionen werden renaturierte und nicht renaturierte Gew\u00e4sserabschnitte mittels stabiler Isotopenanalyse (13C und 15N) verglichen. Die Studie schlie\u00dft eng an das laufende EU-Projekt REFORM (&#8220;REstoring rivers FOR effective catchment Management\u201c; http:\/\/reformrivers.eu\/) an. Insgesamt werden Isotopensignaturen verschiedener Komponenten der Nahrungsnetze im terrestrischen und aquatischen Bereich analysiert; dies erfolgt an 40 Gew\u00e4sserabschnitten (20 renaturierten und 20 nahe gelegenen nicht renaturierten Abschnitten). F\u00fcr jede Renaturierungsma\u00dfnahme werden die Unterschiede in den Isotopensignaturen zwischen dem renaturierten Abschnitt und dem Vergleichsabschnitt berechnet (\u201eeffect size\u201c). Die effect sizes f\u00fcr einzelne Renaturierungsma\u00dfnahmen werden anschlie\u00dfend f\u00fcr die umfangreichen und weniger umfangreichen Ma\u00dfnahmen verglichen und \u00fcber eine multivariate Analyse mit weiteren Variablen, die f\u00fcr die Gew\u00e4sser kennzeichnend sind, verschnitten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Untersuchung des Renaturierungseffekts auf das Selbstreinigungsverm\u00f6gen werden \u00d6kosystem-Metabolismus sowie Sedimentrespiration und Hydrodynamik (\u201eBioassays\u201c) vergleichend an einem renaturierten und einem nahe gelegenen nicht renaturierten Abschnitt der Ruhr ermittelt. Da die Respiration u.a. den heterotrophen Abbau organischen Kohlenstoffs einschlie\u00dft und der Biomasseaufbau der Bruttoprim\u00e4rproduktion auch die Assimilation von N\u00e4hrstoffen beinhaltet, k\u00f6nnen beide als Indikatoren f\u00fcr die \u201eSelbstreinigung\u201c angesehen werden. Die Untersuchung erfolgt mit einer zwei Stationen O2-Tagesgangmethode zur Messung des \u00f6kosystemaren Metabolismus definierter Flie\u00dfstrecken. Der Vergleich von Produktion, Respiration und Sedimentrespiration erm\u00f6glicht die Berechnung von Umsatzraten an dem renaturierten und dem nicht renaturierten Abschnitt. An diesem Beispiel l\u00e4sst sich somit \u00fcberpr\u00fcfen, ob und wie stark die morphologische Umgestaltung eines Gew\u00e4ssers das Selbstreinigungsverm\u00f6gen beeinflusst.<\/p>\n<p><strong>zus\u00e4tzliche Infos:<\/strong><br \/>http:\/\/reformrivers.eu\/news\/295<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renaturierung und \u00d6kosystemfunktionen Im Zuge der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden europaweit viele Gew\u00e4sser renaturiert, mit einem Fokus auf hydromorphologischen Ma\u00dfnahmen. 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