{"id":52671,"date":"2026-10-23T12:50:21","date_gmt":"2026-10-23T10:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20012-226\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:25","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:25","slug":"20012-226","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20012-226\/","title":{"rendered":"Einsatz des mikrofluidischen Screenings f\u00c3\u00bcr die \u00c3\u00b6kologische Bewertung von Kombinationswirkungen anhand ausgew\u00c3\u00a4hlter Vertreter der Protista aus der Gattung Paramecium und Pseudokirchneriella als repr\u00c3\u00a4sentative eukaryontische Bio-Indikatoren"},"content":{"rendered":"<p>Kombinationswirkungen im segmentierten Fluss anhand ausgew\u00e4hlter Protista<\/p>\n<p>Standardisierte \u00c3\u2013kotoxikologie Tests sollen helfen eine reelle Risikobewertung f\u00c3\u00bcr Umwelt und Mensch zu erm\u00c3\u00b6glichen. So bilden die Richtlinien dieser Tests h\u00c3\u00a4ufig die wichtigste Grundlage zur Erforschung der Toxizit\u00c3\u00a4t von Noxen in der aquatischen \u00c3\u2013kotoxikologie. Bei dieser oftmals nur eindimensionalen Endpunktbestimmung werden als einzige Parameter die Zellzahl oder die Autofluoreszenz bzw. die optische Dichte erfasst. \u00c3\u0153berdies wird die Toxizit\u00c3\u00a4t auf den Indikatororganismus h\u00c3\u00a4ufig in nur einem Kultivierungsmedium getestet. Jedoch sind die Wechselwirkungen in nat\u00c3\u00bcrlichen \u00c3\u2013kosystemen so hochkomplex, dass eine Stressinduktion oder eine ver\u00c3\u00a4nderte metabolische Aktivit\u00c3\u00a4t der Organismen aufgrund der Applikation eines Wirkstoffes eine Beeintr\u00c3\u00a4chtigung der Vitalit\u00c3\u00a4t von Populationen bedeuten k\u00c3\u00b6nnen. Dieses Problem wird noch einmal versch\u00c3\u00a4rft, wenn man bedenkt, dass aquatische \u00c3\u2013kosysteme h\u00c3\u00a4ufig mit den Eintrag eines Gemisches verschiedenster Chemikalien und \u00c3\u00bcberdies die Auswirkungen auf die Arten signifikant vom Gew\u00c3\u00a4ssertyp abh\u00c3\u00a4ngig sind. Diese Problematik r\u00c3\u00bcckt immer mehr in den Fokus wissenschaftlichen Interesses. So besch\u00c3\u00a4ftigen sich Wissenschaftler immer mehr mit 2D Toxizit\u00c3\u00a4tsuntersuchung [1] oder mit den Auswirkungen eines zunehmenden Phosphatgehaltes im Medium auf die Toxizit\u00c3\u00a4t [2 4]. Jedoch sind hierzu systematische Untersuchungen aufgrund der hohen Materialkosten und des Arbeitsaufwandes unm\u00c3\u00b6glich. Die halbautomatisierte Arbeitsweise und der geringe Materialverbrauch durch die Miniaturisierung in mikrofluidischen Tropfen (=segmentierter Fluss) kann diese Probleme l\u00c3\u00b6sen, wodurch Toxizit\u00c3\u00a4tsuntersuchungen im Batch erg\u00c3\u00a4nzt werden k\u00c3\u00b6nnen. Der segmentierte Fluss entsteht, wenn zwei nicht mischbare Phasen in einen Mikrodurchflusskanal dosiert werden, wobei  w\u00c3\u00a4ssrige Phase und Tr\u00c3\u00a4germedium kontinuierlich durch ein computergesteuertes Spritzenpumpen Sytem in den Mikrokanal injiziert werden. Ein weiterer besonderer Vorteil der mikrofluidischen Tropfen ist die minimale Verdunstung im Vergleich zu konventionelle Toxizit\u00c3\u00a4t Tests und der idealen Durchmischung aufgrund der hohen internen Konvektion in den Tropfen, welches den nat\u00c3\u00bcrlichen Stofftransporten in aquatischen Systemen gleicht. Das Ziel dieses Projektes ist die Kultivierung von pr\u00c3\u00a4valenten Bioindikatoren in jeweils 2 3 standardisierten Medien im segmentierten Fluss und die Erstellung von praxisnahe 1D  sowie 2D Dosis-Wirkungskurven. Au\u00c3\u0178erdem sollen moderne modernen fluoreszenzbasierten Vitalit\u00c3\u00a4ts-Assays und die mikrofluidischen RT-PCR im segmentierten Fluss etabliert werden, wodurch es erm\u00c3\u00b6glicht wird, dass die Zunahme an Stressreaktionen Ver\u00c3\u00a4nderung der metabolische Aktivit\u00c3\u00a4t bzw. eine detektiert werden kann. Damit wird die Realisierung von schnellen und sensitiven On line-Screeningprozessen mit einer multiparameter Endpunktbestimmung m\u00c3\u00b6glich. Dies k\u00c3\u00b6nnte helfen ein besseres Verst\u00c3\u00a4ndnis zur Wirkung von Umweltnoxen auch in subletalen Konzentrationsbereich in Abh\u00c3\u00a4ngigkeit vom Kultivierungsmedium zu gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kombinationswirkungen im segmentierten Fluss anhand ausgew\u00e4hlter Protista Standardisierte \u00c3\u2013kotoxikologie Tests sollen helfen eine reelle Risikobewertung f\u00c3\u00bcr Umwelt und Mensch zu erm\u00c3\u00b6glichen. So bilden die Richtlinien dieser Tests h\u00c3\u00a4ufig die wichtigste Grundlage zur Erforschung der Toxizit\u00c3\u00a4t von Noxen in der aquatischen \u00c3\u2013kotoxikologie. 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