{"id":52664,"date":"2026-10-23T12:50:21","date_gmt":"2026-10-23T10:50:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20013-234\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:23","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:23","slug":"20013-234","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20013-234\/","title":{"rendered":"Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels f\u00c3\u00bcr Natura 2000 &#8211; Schutzgebiete mit den MItteln des allgemeinen Verwaltungsrechts"},"content":{"rendered":"<p>Klimafolgenanpassung f\u00fcr das Schutzgebietsnetz Natura 2000 mit den Mitteln des Verwaltungsrechts<\/p>\n<p>In Folge des Klimawandels eingetretene oder in Zukunft zu erwartende Ver\u00c3\u00a4nderungen machen eine Anpassung des Naturschutzes erforderlich, insbesondere auch im Rahmen des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes. Das Dissertationsvorhaben soll kl\u00c3\u00a4ren, ob die hierf\u00c3\u00bcr notwendigen rechtlichen Ma\u00c3\u0178nahmen bereits nach dem vorhandenen Naturschutzrecht und dem in dessen Regelungsbereich anwendbaren allgemeinen und besonderen Verwaltungsrecht umgesetzt werden k\u00c3\u00b6nnen. Dazu wird untersucht, ob und in wie weit sich die Instrumente des allgemeinen Verwaltungsrechts zur Ab\u00c3\u00a4nderung bestehender Rechtsverh\u00c3\u00a4ltnisse zugunsten des vom Klimawandel betroffenen europ\u00c3\u00a4ischen Naturschutzgebietsnetzes einsetzen lassen.<\/p>\n<p>Zun\u00c3\u00a4chst wird der tats\u00c3\u00a4chliche Anpassungsbedarf des Naturschutzes unter R\u00c3\u00bcckgriff auf interdisziplin\u00c3\u00a4re Forschungsmethoden und Kooperationen erarbeitet. Als Arbeitshypothese wird davon ausgegangen, dass die Aufgabe des Naturschutzrechts vor allen Dingen in der bedarfsgerechten Erh\u00c3\u00b6hung des Schutzniveaus f\u00c3\u00bcr Natura 2000-Gebiete liegt, deren Resilienz an den zunehmenden Klimastress anzugleichen ist. Das k\u00c3\u00b6nnte insbesondere durch die Reduktion nicht-klimawandelbedingter Belastungsfaktoren geschehen: Minderung von Immissionsgrenzwerten f\u00c3\u00bcr die Industrie, R\u00c3\u00bcckbau von Siedlungen und Infrastrukturen, Nutzungseinschr\u00c3\u00a4nkungen im Schutzgebiet und in seinem Umfeld, beispielsweise f\u00c3\u00bcr die Bebauung, die Wassernutzung oder die Landwirtschaft. In besonders schweren F\u00c3\u00a4llen k\u00c3\u00b6nnte auch eine r\u00c3\u00a4umliche Anpassung der Schutzgebiete erforderlich sein. Das k\u00c3\u00b6nnte noch weitergehende Interessenkonflikte mit anderweitigen Landnutzungen in bislang nicht f\u00c3\u00bcr den Naturschutz besonders beanspruchten Fl\u00c3\u00a4chen ausl\u00c3\u00b6sen. <\/p>\n<p>Im Natura 2000-Recht selbst finden sich hierzu keine speziellen Bestimmungen. Das allgemeine Verwaltungsrecht dient grunds\u00c3\u00a4tzlich der Regelung bereichs\u00c3\u00bcbergreifender Problemstellungen. Vielfach finden diese Regelungsmodelle Ausdruck im besonderen Umweltrecht, das Konflikte mit den Interessen des Naturschutzes zum Gegenstand hat. Anpassende Ma\u00c3\u0178nahmen k\u00c3\u00b6nnen beispielsweise der Widerruf erteilter Genehmigungen oder das Verkn\u00c3\u00bcpfen von Zulassungsentscheidungen mit Bedingungen und Auflagen sein. Es ist aber fraglich, ob diese Instrumente des Verwaltungsrechts in ihrer heutigen Form auch f\u00c3\u00bcr Zwecke eines sich an den Klimawandel anpassenden Naturschutzes geeignet sind. <\/p>\n<p>Ziel der Untersuchung ist es, das vorhandene Flexibilit\u00c3\u00a4tspotential in diesem komplexen Regelungsgef\u00c3\u00bcge systematisch darzustellen und nachvollziehbar zu bewerten, um L\u00c3\u00bccken sowie L\u00c3\u00b6sungsperspektiven aufzeigen zu k\u00c3\u00b6nnen. Damit kann am Beispiel des Naturschutzgebietssystems Natura 2000 aufgezeigt werden, in wie weit das Recht selbst angepasst werden muss, um die in Zukunft immer wichtigere Anpassung des Naturschutzes an den Klimawandel zu erm\u00c3\u00b6glichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimafolgenanpassung f\u00fcr das Schutzgebietsnetz Natura 2000 mit den Mitteln des Verwaltungsrechts In Folge des Klimawandels eingetretene oder in Zukunft zu erwartende Ver\u00c3\u00a4nderungen machen eine Anpassung des Naturschutzes erforderlich, insbesondere auch im Rahmen des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes. 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