{"id":52658,"date":"2026-02-11T10:48:41","date_gmt":"2026-02-11T09:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20013-240\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:43","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:43","slug":"20013-240","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20013-240\/","title":{"rendered":"Einfluss des Tauwurms Lumbricus terrestris auf Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Bioporen in gepfl\u00fcgten Ackerb\u00f6den: Strategien zur Maximierung positiver Effekte des mehrj\u00e4hrigen Futterbaus"},"content":{"rendered":"<p>Einfluss des Tauwurms auf Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Bioporen in gepfl\u00fcgten Ackerb\u00f6den<\/p>\n<p>F\u00fcr eine zukunftsorientierte Landwirtschaft sind Nachhaltigkeit und Dauerf\u00e4higkeit essentiell, um vorhandene Ressourcen, Bodenn\u00e4hrstoffe und Bodenwasser langfristig effizient nutzen zu k\u00f6nnen. Die tiefere Erschlie\u00dfung des Unterbodens, die \u00fcber vertikale Bioporen m\u00f6glich wird, bietet ein bisher wenig beachtetes Potenzial bislang weitestgehend ungenutzte nat\u00fcrliche Wasser- und N\u00e4hrstoffreservoire pflanzenverf\u00fcgbar zu machen. Die Tauwurmpopulation eines Standortes kann damit unter Anderem negative Auswirkungen des erwarteten Klimawandels und damit verbundener h\u00e4ufigerer Trockenperioden puffern und die Ertragssicherheit einer nachhaltigen Landnutzung erh\u00f6hen.<br \/>Intensiv wendende Bodenbearbeitung mit dem Pflug dezimiert in der Regel die Regenwurmpopulation. Sie gilt aber in vielen Produktionssystemen, besonders auch im Organischen Landbau, aufgrund ihrer g\u00fcnstigen Wirkungen betreffend N\u00e4hrstoffmobilisierung und Unkrautregulation, als unverzichtbar. Deswegen gilt es Strategien zu entwickeln, um auch ohne Verzicht auf eine wendende Bodenbearbeitung Tauw\u00fcrmer zu schonen oder kurzfristig f\u00f6rdern zu k\u00f6nnen. Ziel dieser Dissertation ist es, die wissenschaftliche Basis f\u00fcr eine schonendere Bodenbearbeitung in Bezug auf die an\u00f6zische Lumbricidenfauna zu schaffen und darauf aufbauend Anwendungsstrategien zu entwickeln, die eine m\u00f6glichst hohe Bioporendichte mit hoher Qualit\u00e4t der Drilosph\u00e4re auf gepfl\u00fcgten Standorten erm\u00f6glichen.<br \/>Eine m\u00f6gliche Option besteht darin, im Rahmen der Fruchtfolge durch Anbau mehrj\u00e4hriger Kulturpflanzen f\u00fcr eine l\u00e4ngere Bodenruhe zu sorgen, w\u00e4hrend der sich Regenwurmpopulationen aufbauen k\u00f6nnen. Zwar ist nach dem Umbruch der perennierenden Pflanzen wieder mit einem R\u00fcckgang der Regenwurmabundanz zu rechnen, dennoch werden nachhaltig positive Effekte der tempor\u00e4r erh\u00f6hten Regenwurmpopulation erwartet:<br \/>1.\tIntensivere Perforierung des Unterbodens mit Bioporen, geschaffen durch Pfahlwurzelsysteme und Regenwurmaktivit\u00e4t.<br \/>2.\tErh\u00f6hung der N\u00e4hrstoffmenge und -verf\u00fcgbarkeit in der Drilosph\u00e4re.<br \/>Unklar ist, welchen Einfluss die Bewirtschaftung, durch Einhalten einer tempor\u00e4ren Bodenruhe in der Fruchtfolge, auf die Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Bioporen hat. Dies gilt insbesondere in Bezug auf das Nahrungshabitat der Regenw\u00fcrmer, d.h. Art der angebauten mehrj\u00e4hrigen Kulturpflanze, Menge und Qualit\u00e4t der Sprossmasse. In einem Gef\u00e4\u00dfversuch soll untersucht werden, ob der Tauwurm bei unterschiedlichem Nahrungsangebot Pr\u00e4ferenzen zeigt.<br \/>Mit einer destruktiven Porenanalyse soll untersucht werden, wie sich die Nahrungsgrundlage auf die Qualit\u00e4t der Drilosph\u00e4re auswirkt. In diesem Zusammenhang sind auch qualitative Unterschiede der Poren, generiert durch Wurzeln oder Tauw\u00fcrmer, entscheidend. Im Feldversuch werden Poren untersucht, deren Entstehungsgeschichte (wurzelgeneriert, regenwurmgeneriert, wurzel- und regenwurmgeneriert) bekannt ist. F\u00fcr Aussagen \u00fcber die Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Bioporen im Unterboden werden zudem mit Elastomeren markierte Tauw\u00fcrmer oberhalb einer Verdichtungsschicht, deren Porenverteilung zuvor auf einer Folie hinterlegt wurde, im Freiland ausgesetzt. Somit k\u00f6nnen nach dem schrittweisen Abtrag des Oberbodens die Porenausrichtung und das Verh\u00e4ltnis neuangelegter und wiederbesiedelter Bioporen bestimmt werden.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfluss des Tauwurms auf Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t von Bioporen in gepfl\u00fcgten Ackerb\u00f6den F\u00fcr eine zukunftsorientierte Landwirtschaft sind Nachhaltigkeit und Dauerf\u00e4higkeit essentiell, um vorhandene Ressourcen, Bodenn\u00e4hrstoffe und Bodenwasser langfristig effizient nutzen zu k\u00f6nnen. 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