{"id":52639,"date":"2026-02-11T10:48:37","date_gmt":"2026-02-11T09:48:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20013-262\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:39","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:39","slug":"20013-262","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20013-262\/","title":{"rendered":"Untersuchung von Kultivierungsm\u00f6glichkeiten von Drosera rotundifolia L. als Arzneipflanze auf wiedervern\u00e4sstem Hochmoorgr\u00fcnland in Deutschland, mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Co-Nutzung bei Torfmooskultivierung"},"content":{"rendered":"<p>Kultivierung von Drosera rotundifolia L. als Arzneipflanze auf wiedervern\u00e4sstem Hochmoorgr\u00fcnland<\/p>\n<p><strong>Der rundbl\u00e4ttrige Sonnentau<\/strong> (<em>Drosera rotundifolia <\/em>L.) wird bereits seit langem erfolgreich in der Therapie bei Krampf-, Keuch- und Reizhusten, sowie Schleimhautentz\u00fcndungen der Atemorgane eingesetzt. Aus Gr\u00fcnden des Naturschutzes ist die Wildsammlung dieser Pflanzen nur begrenzt m\u00f6glich. Der f\u00fcr die Arzneimittelgewinnung notwendige <em>Drosera<\/em>-Rohstoff stammt zurzeit haupts\u00e4chlich von der Art <em>Drosera madagascariensis<\/em>, welche ausschlie\u00dflich aus Afrika importiert wird. Allerdings sind die qualitativ hochwertigen Mengen derart gering, dass der Bedarf f\u00fcr die Medikamentenherstellung nicht gedeckt werden kann. Trotz der gro\u00dfen Nachfrage gibt es in Europa bis heute keinen kommerziellen und nachhaltigen Anbau von <em>Drosera rotundifolia<\/em>.<\/p>\n<p>In wiedervern\u00e4ssten Hochmoorgebieten hat sich in Torfmooskultivierungsfl\u00e4chen wieder der Lebensraum entwickelt, in dem die verschiedenen <em>Sphagnum<\/em>-Arten und der konkurrenzschwache Sonnentau existieren k\u00f6nnen. <br \/>Auf Grund der guten Voraussetzungen soll erstmalig die Kultivierung von <em>Drosera rotundifolia<\/em> in wiedervern\u00e4ssten Hochmoorbereichen durchgef\u00fchrt werden. Ziel des beantragen Promotionsprojektes ist die Erarbeitung und Bereitstellung der daf\u00fcr notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen. Hierf\u00fcr sollten Torfmoosfelder auf ihre Eignung zur <em>Drosera<\/em>-Kultivierung getestet werden. Das Hauptaugenmerk ist auf der Kultivierung, Produktivit\u00e4t und Regenerationsf\u00e4higkeit von <em>D. rotundifolia<\/em> innerhalb verschiedenster <em>Sphagnum<\/em>-Formationen gelegen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Stipendiums (2013-2015), habe ich insgesamt von 62.435 einzelne pflanzenbiologische Daten von den 6203 D. rotundifolia-Pflanzen aufgenommen. Dieser gro\u00dfe Datensatz wird nach weiteren Auswertungen (2016\/17) erm\u00f6glichen, ein Gesamtbild \u00fcber das Leben von D.rotundifolia auf dem Torfmoosrasen zu bekommen. <br \/>In diesem Zeitraum verbesserte ich meine Vermehrungsmethoden auf etablierten Torfmoosrasen. Die selbst entwickelte Gef\u00e4\u00df-Technologie sichert 10.7 \u00b1 4.2 % (S.palustre) und 13.4 \u00b1 8.9 % (S.papillosum) Keimungsrate, sowie 68.8 \u00b1 26.1 % (S.palustre) und 61.0 \u00b1 25.2 % \u00dcberlebensraten in dem zweitem Jahr (bei gepflegten Torfmoosrasen). Durch die Analyse wichtiger Inhaltsstoffe (7-Methyljuglon und Plumbagin) konnte ich im Jahr 2015 die hohe Qualit\u00e4t eigenangebauter Sonnentau-Pflanzen nachweisen.<\/p>\n<p><strong>Der n\u00e4chste Schritt <\/strong>w\u00e4re eine europaweit bisher nicht existierende Sonnentau-Anbau Fl\u00e4che in Paludikultur zu etablieren. Auf dieser Fl\u00e4che k\u00f6nnte man nachhaltig und umweltfreundlich (u.a. torfschonend, ressourcenschonend und klimaneutral) Sonnentau produzieren und gleichzeitig, die gef\u00e4hrdete nat\u00fcrliche Sonnentau Population weltweit indirekt sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kultivierung von Drosera rotundifolia L. als Arzneipflanze auf wiedervern\u00e4sstem Hochmoorgr\u00fcnland Der rundbl\u00e4ttrige Sonnentau (Drosera rotundifolia L.) wird bereits seit langem erfolgreich in der Therapie bei Krampf-, Keuch- und Reizhusten, sowie Schleimhautentz\u00fcndungen der Atemorgane eingesetzt. 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