{"id":52639,"date":"2026-10-23T12:50:17","date_gmt":"2026-10-23T10:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20013-262\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:18","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:18","slug":"20013-262","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20013-262\/","title":{"rendered":"Untersuchung von Kultivierungsm\u00c3\u00b6glichkeiten von Drosera rotundifolia L. als Arzneipflanze auf wiedervern\u00c3\u00a4sstem Hochmoorgr\u00c3\u00bcnland in Deutschland, mit besonderer Ber\u00c3\u00bccksichtigung der Co-Nutzung bei Torfmooskultivierung"},"content":{"rendered":"<p>Kultivierung von Drosera rotundifolia L. als Arzneipflanze auf wiedervern\u00e4sstem Hochmoorgr\u00fcnland<\/p>\n<p><strong>Der rundbl\u00c3\u00a4ttrige Sonnentau<\/strong> (<em>Drosera rotundifolia <\/em>L.) wird bereits seit langem erfolgreich in der Therapie bei Krampf-, Keuch- und Reizhusten, sowie Schleimhautentz\u00c3\u00bcndungen der Atemorgane eingesetzt. Aus Gr\u00c3\u00bcnden des Naturschutzes ist die Wildsammlung dieser Pflanzen nur begrenzt m\u00c3\u00b6glich. Der f\u00c3\u00bcr die Arzneimittelgewinnung notwendige <em>Drosera<\/em>-Rohstoff stammt zurzeit haupts\u00c3\u00a4chlich von der Art <em>Drosera madagascariensis<\/em>, welche ausschlie\u00c3\u0178lich aus Afrika importiert wird. Allerdings sind die qualitativ hochwertigen Mengen derart gering, dass der Bedarf f\u00c3\u00bcr die Medikamentenherstellung nicht gedeckt werden kann. Trotz der gro\u00c3\u0178en Nachfrage gibt es in Europa bis heute keinen kommerziellen und nachhaltigen Anbau von <em>Drosera rotundifolia<\/em>.<\/p>\n<p>In wiedervern\u00c3\u00a4ssten Hochmoorgebieten hat sich in Torfmooskultivierungsfl\u00c3\u00a4chen wieder der Lebensraum entwickelt, in dem die verschiedenen <em>Sphagnum<\/em>-Arten und der konkurrenzschwache Sonnentau existieren k\u00c3\u00b6nnen. <br \/>Auf Grund der guten Voraussetzungen soll erstmalig die Kultivierung von <em>Drosera rotundifolia<\/em> in wiedervern\u00c3\u00a4ssten Hochmoorbereichen durchgef\u00c3\u00bchrt werden. Ziel des beantragen Promotionsprojektes ist die Erarbeitung und Bereitstellung der daf\u00c3\u00bcr notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen. Hierf\u00c3\u00bcr sollten Torfmoosfelder auf ihre Eignung zur <em>Drosera<\/em>-Kultivierung getestet werden. Das Hauptaugenmerk ist auf der Kultivierung, Produktivit\u00c3\u00a4t und Regenerationsf\u00c3\u00a4higkeit von <em>D. rotundifolia<\/em> innerhalb verschiedenster <em>Sphagnum<\/em>-Formationen gelegen.<\/p>\n<p>W\u00c3\u00a4hrend des Stipendiums (2013-2015), habe ich insgesamt von 62.435 einzelne pflanzenbiologische Daten von den 6203 D. rotundifolia-Pflanzen aufgenommen. Dieser gro\u00c3\u0178e Datensatz wird nach weiteren Auswertungen (2016\/17) erm\u00c3\u00b6glichen, ein Gesamtbild \u00c3\u00bcber das Leben von D.rotundifolia auf dem Torfmoosrasen zu bekommen. <br \/>In diesem Zeitraum verbesserte ich meine Vermehrungsmethoden auf etablierten Torfmoosrasen. Die selbst entwickelte Gef\u00c3\u00a4\u00c3\u0178-Technologie sichert 10.7 \u00c2\u00b1 4.2 % (S.palustre) und 13.4 \u00c2\u00b1 8.9 % (S.papillosum) Keimungsrate, sowie 68.8 \u00c2\u00b1 26.1 % (S.palustre) und 61.0 \u00c2\u00b1 25.2 % \u00c3\u0153berlebensraten in dem zweitem Jahr (bei gepflegten Torfmoosrasen). Durch die Analyse wichtiger Inhaltsstoffe (7-Methyljuglon und Plumbagin) konnte ich im Jahr 2015 die hohe Qualit\u00c3\u00a4t eigenangebauter Sonnentau-Pflanzen nachweisen.<\/p>\n<p><strong>Der n\u00c3\u00a4chste Schritt <\/strong>w\u00c3\u00a4re eine europaweit bisher nicht existierende Sonnentau-Anbau Fl\u00c3\u00a4che in Paludikultur zu etablieren. Auf dieser Fl\u00c3\u00a4che k\u00c3\u00b6nnte man nachhaltig und umweltfreundlich (u.a. torfschonend, ressourcenschonend und klimaneutral) Sonnentau produzieren und gleichzeitig, die gef\u00c3\u00a4hrdete nat\u00c3\u00bcrliche Sonnentau Population weltweit indirekt sch\u00c3\u00bctzen.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kultivierung von Drosera rotundifolia L. als Arzneipflanze auf wiedervern\u00e4sstem Hochmoorgr\u00fcnland Der rundbl\u00c3\u00a4ttrige Sonnentau (Drosera rotundifolia L.) wird bereits seit langem erfolgreich in der Therapie bei Krampf-, Keuch- und Reizhusten, sowie Schleimhautentz\u00c3\u00bcndungen der Atemorgane eingesetzt. Aus Gr\u00c3\u00bcnden des Naturschutzes ist die Wildsammlung dieser Pflanzen nur begrenzt m\u00c3\u00b6glich. 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