{"id":52622,"date":"2026-02-28T10:46:31","date_gmt":"2026-02-28T09:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20013-279\/"},"modified":"2026-02-28T10:46:31","modified_gmt":"2026-02-28T09:46:31","slug":"20013-279","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20013-279\/","title":{"rendered":"Zur Bedeutung der \u00f6kologischen Kontinuit\u00e4t f\u00fcr \u00d6kosystemfunktionen von Buchenw\u00e4ldern"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6kologische Kontinuit\u00e4t und \u00d6kosystemfunktionen von Buchenw\u00e4ldern<\/p>\n<p><span style=\"font-size:12pt;line-height:150%;\">In dieser Promotion wird die Bedeutung der \u00f6kologischen Kontinuit\u00e4t f\u00fcr die Wachstumsg\u00e4nge und \u2013reaktionen von Buchen (<em>Fagus sylvatica L<\/em>.) im Kontext des globalen Wandels untersucht. Hierzu wurden in Schleswig-Holstein insgesamt acht Buchenwaldgebiete mit \u00e4hnlichen Bestandescharakteristika ausgew\u00e4hlt und beprobt. Vier dieser Waldgebiete sind historisch alte W\u00e4lder, d.h. es kann eine durchgehende Bewaldung von mindestens 220 Jahren angenommen werden. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei den anderen vier Waldgebieten um Fl\u00e4chen, welche nach ehemaliger landwirtschaftlicher Nutzung Ende des 19. \u2013 Anfang des 20. Jahrhunderts wieder mit Buchen aufgeforstet worden sind. Die Hauptanalyse dieser Promotion bildet die denro\u00f6kologische Untersuchung von insgesamt 280 Buchen. Des Weiteren wurde die Durchwurzelungsintensit\u00e4t bestimmt, die chemischen Bodenparameter analysiert, das \u03b413C-Signal der Wurzeln gemessen, sowie verschiedene Bestandesparameter aufgenommen. Die Analysen des \u03b413C-Signals im Stammholz sind f\u00fcr Anfang 2017 geplant. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Unterschied in den Wachstumsg\u00e4ngen zwischen den B\u00e4umen auf historisch alten Waldstandorten und den B\u00e4umen auf historisch jungen Waldstandorten gibt. Das Wuchsniveau (mittlere Jahringbreite) liegt auf den historisch jungen Standorten h\u00f6her, wobei gleichzeitig von einer geringeren Homogenit\u00e4t des Wachstums in diesen Best\u00e4nden auszugehen ist. Unterschiede zwischen den Kontinuit\u00e4tstypen in der Reaktion auf die klimatische Situation zeigen sich nur f\u00fcr die Fr\u00fchjahrsbedingungen. Hier reagieren Buchen auf historisch alten Waldstandorten mit einer geringeren Wachstumsminderung auf trockene Bedingungen. Dieser Effekt verst\u00e4rkt sich in den letzten zwanzig Jahren. Neben einer Verst\u00e4rkung der Auswirkungen der Klimabedingungen des aktuellen Jahres wurde f\u00fcr die letzten zwanzig Jahre eine starke Zunahme des (negativen) Einflusses der Vorjahressommerbedingungen festgestellt. Die Unterschiede im Wachstumsniveau zwischen den Kontinuit\u00e4tstypen k\u00f6nnen mit einer h\u00f6heren N\u00e4hrstoffversorgung der historisch jungen Waldstandorte erkl\u00e4rt werden. Die geringere Klimasensitivit\u00e4t der Buchen auf historisch alten Waldstandorten kann jedoch nicht genau erkl\u00e4rt werden. Es wird vermutet, dass Unterschiede im mikrobiellen Bodenleben, sowie eine bessere Verbindung zum Boden durch eine h\u00f6here Feinwurzelbiomasse daf\u00fcr verantwortlich sind. Ob die geringeren Wachstumsreaktionen der Buchen an historisch alten Waldstandorten auf klimatische Extreme gleichbedeutend mit einem geringeren physiologischen Stress sind, sollen die Analysen der \u03b413C -Werte im Stammholz Anfang 2017 zeigen, einen ersten Hinweis darauf geben die Ergebnisse der \u03b413C-Analysen in den Wurzeln. Der Abschluss der Promotion wird f\u00fcr 2017 angestrebt. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6kologische Kontinuit\u00e4t und \u00d6kosystemfunktionen von Buchenw\u00e4ldern In dieser Promotion wird die Bedeutung der \u00f6kologischen Kontinuit\u00e4t f\u00fcr die Wachstumsg\u00e4nge und \u2013reaktionen von Buchen (Fagus sylvatica L.) im Kontext des globalen Wandels untersucht. Hierzu wurden in Schleswig-Holstein insgesamt acht Buchenwaldgebiete mit \u00e4hnlichen Bestandescharakteristika ausgew\u00e4hlt und beprobt. 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