{"id":52601,"date":"2026-01-27T10:48:11","date_gmt":"2026-01-27T09:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20014-310\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:13","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:13","slug":"20014-310","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20014-310\/","title":{"rendered":"Bewertung der Nachhaltigkeit von Supply Chains k\u00fchlpflichtiger Lebensmittel in Abh\u00e4ngigkeit produktions- und prozessspezifischer Faktoren"},"content":{"rendered":"<p>Bewertung der Nachhaltigkeit von Supply Chains k\u00fchlpflichtiger Lebensmittel<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Bei der Produktion von Lebensmitteln sowie entlang der gesamten Supply Chain werden gro\u00dfe Mengen Energie umgesetzt, Ressourcen, wie Trinkwasser, verbraucht und klimasch\u00e4dliche Treibhausgase, wie Methan oder CO2, freigesetzt. Gleichzeitig wird ein beachtlicher Anteil der produzierten Lebensmittel ohne Verzehr verworfen. Dies trifft in besonderem Ma\u00dfe auf k\u00fchlpflichtige Lebensmittel zu, denn es sind gerade Produkte mit kurzen Haltbarkeitszeiten von weniger als 4 Wochen und somit kurzen Vermarktungsfenstern, die entlang ihrer Supply Chain verderben. Um die Menge der Aussch\u00fcsse zu reduzieren und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu gew\u00e4hrleisten werden Forderungen nach langen Haltbarkeitszeiten lauter, da dies die Verweilzeit der Produkte in den Ketten bzw. das Vermarktungsfenster entsprechend verl\u00e4ngert. F\u00fcr die Implementierung von Technologien oder durch Prozess\u00e4nderungen, die zu einer Verl\u00e4ngerung der Haltbarkeit f\u00fchren, werden wiederum Energie verbraucht, Ressourcen verwendet und Treibhausgase emittiert. Bisher fehlen M\u00f6glichkeiten den Einsatz verschiedener Technologien oder Ver\u00e4nderungen im Prozess hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit und der Bedeutung f\u00fcr die Umwelt zu bewerten.<br \/>Ziel des Promotionsvorhabens ist es daher, ein Modell sowie ein Softwaretool zur Bewertung der Nachhaltigkeit von k\u00fchlpflichtigen Lebensmittelketten in Abh\u00e4ngigkeit von produktions- und prozessspezifischen Parametern am Beispiel gefl\u00fcgelfleischerzeugender Ketten zu entwickeln. Im Modell werden dabei Haltbarkeitszeiten als Funktionen von produktions- und prozessspezifischen Parametern berechnet und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Energie- und Ressourcenbilanzen, die Aussch\u00fcsse entlang der Kette und die Freisetzung von Treibhausgasen, bestimmt.<br \/>Das Promotionsvorhaben ist in verschiedene Arbeitspakete (AP) gegliedert. Im AP1 wird eine Prozessanalyse durchgef\u00fchrt, in der relevante prozess- und produktspezifische Parameter f\u00fcr gefl\u00fcgelfleischerzeugende Ketten definiert werden. Weiterhin wird ein Modell erstellt, welches die quantitativen Auswirkungen der Haltbarkeit auf die Aussch\u00fcsse entlang der Produktions- und Lieferkette beschreibt und der Einsatz von neuen Technologien zur Optimierung von Haltbarkeitszeiten wird analysiert. Im AP2 werden typische Temperaturprofile entlang verschiedener Supply Chains in Abh\u00e4ngigkeit der produktions- und prozessspezifischen Parameter mittels Monte-Carlo Simulation berechnet und die hieraus resultierenden Haltbarkeitszeiten durch Modelle der Pr\u00e4diktiven Mikrobiologie bestimmt. Ausgehend von diesen Ergebnissen werden in AP3 die zu den simulierten Temperaturprofilen zugeh\u00f6rigen Energie- und Ressourcenbilanzen, sowie der Ausschuss der Supply Chains und die Emission von Treibhausgasen in Abh\u00e4ngigkeit der berechneten Haltbarkeitszeiten bestimmt. In AP4 wird das Softwaretool entwickelt, in dem die unterschiedlichen Modelle aus den AP1-3 integriert bzw. verkn\u00fcpft werden. Die Software wird in PHP und JavaScript in Kombination mit mySQL-Datenbanken erstellt. Das am Beispiel der gefl\u00fcgelfleischerzeugenden Kette beschrieben Vorgehen soll durch die Entwicklung eines Konzepts in AP5 auch auf andere Produkte, Technologien und Prozesse adaptierbar sein<br \/>Das Softwaretool erm\u00f6glicht Unternehmen neue Prozesse in Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekten effizienter \u00fcber die gesamt Supply Chain zu planen und zu bewerten. Ebenso kann es in der Industrie zur quantitativen Optimierungsanalyse von Prozessen genutzt werden. Dar\u00fcber hinaus wird es auch bei der Lehre in der Ausbildung von Studenten der Logistik oder der Lebensmittelwissenschaften zur Anwendung kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bewertung der Nachhaltigkeit von Supply Chains k\u00fchlpflichtiger Lebensmittel Bei der Produktion von Lebensmitteln sowie entlang der gesamten Supply Chain werden gro\u00dfe Mengen Energie umgesetzt, Ressourcen, wie Trinkwasser, verbraucht und klimasch\u00e4dliche Treibhausgase, wie Methan oder CO2, freigesetzt. Gleichzeitig wird ein beachtlicher Anteil der produzierten Lebensmittel ohne Verzehr verworfen. 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