{"id":52596,"date":"2026-10-23T12:50:06","date_gmt":"2026-10-23T10:50:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20014-315\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:10","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:10","slug":"20014-315","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20014-315\/","title":{"rendered":"Lebensmittelverschwendung durch Essensreste &#8211; Einflussfaktoren und Interventionsm\u00c3\u00b6glichkeiten im Umfeld deutscher Betriebsverpflegung"},"content":{"rendered":"<p>Lebensmittelverschwendung durch Essensreste<\/p>\n<p>Das Problem vermeidbarer Lebensmittelabf\u00c3\u00a4lle, die innerhalb der Wertsch\u00c3\u00b6pfungs- und Konsumkette von Nahrungsmitteln entstehen, wurde in den vergangenen Jahren ausgiebig im Zusammenhang mit global begrenzten nat\u00c3\u00bcrlichen Ressourcen, Klimawandel sowie einer steigenden Weltbev\u00c3\u00b6lkerung analysiert und diskutiert. In Deutschland wird, wie in anderen Industrienationen, ein Gro\u00c3\u0178teil der anfallenden Lebensmittelabf\u00c3\u00a4lle auf Verbraucherebene angenommen.<\/p>\n<p>Das vorgeschlagene Forschungsprojekt zielt darauf ab, Verbraucherverhalten das zu Essensabf\u00c3\u00a4llen f\u00c3\u00bchrt, ganzheitlich zu analysieren und Empfehlungen f\u00c3\u00bcr die Reduktion von Abf\u00c3\u00a4llen abzuleiten.<\/p>\n<p>Hierf\u00c3\u00bcr sollen in einem ersten Schritt\u00c2\u00a0individuelle Einflussfaktoren f\u00c3\u00bcr das Aufkommen von Tellerresten\u00c2\u00a0in der Kantine ganzheitlich in einem Strukturgleichungsmodell aufgegriffen werden. Dabei werden sowohl grunds\u00c3\u00a4tzliche Verhaltenstheorien (z.B. die Theorie des geplanten Verhaltens) als auch\u00c2\u00a0vorangegangene Studien zu Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Essen einbezogen. Anschlie\u00c3\u0178end\u00c2\u00a0soll\u00c2\u00a0das theoretische Verhaltensmodell empirisch durch eine Kombination aus Befragung und Beobachtung in drei Kantinen getestet werden.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt\u00c2\u00a0wird geplant\u00c2\u00a0auf Basis des Verhaltensmodells zwei verschiedene Interventionen zur Verringerung von Abf\u00c3\u00a4llen in ihrer Wirkung zu analysieren. Diese Interventionen basieren erstens auf Annahmen eines m\u00c3\u00bcndigen Verbrauchers, dessen Verhalten durch Informationskampagnen\u00c2\u00a0beeinflusst werden\u00c2\u00a0kann und\u00c2\u00a0zweitens auf Annahmen der Verhaltens\u00c3\u00b6konomik, dass Verhaltensweisen durch die Verhaltensumgebung indirekt und unbewusst beeinflusst werden k\u00c3\u00b6nnen (Nudging). Durch eine erneute Datenerhebung in den drei Kantinen (zwei Kantinen mit Intervention, eine Vergleichskantine) sollen Ver\u00c3\u00a4nderungen auf das Verhalten, sowie auf verschiedene Verhaltensdeterminanten und deren Zusammenspiel gezeigt und entsprechend Emfehlungen zur Verringerung von Lebensmittelabf\u00c3\u00a4llen abgeleitet werden.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebensmittelverschwendung durch Essensreste Das Problem vermeidbarer Lebensmittelabf\u00c3\u00a4lle, die innerhalb der Wertsch\u00c3\u00b6pfungs- und Konsumkette von Nahrungsmitteln entstehen, wurde in den vergangenen Jahren ausgiebig im Zusammenhang mit global begrenzten nat\u00c3\u00bcrlichen Ressourcen, Klimawandel sowie einer steigenden Weltbev\u00c3\u00b6lkerung analysiert und diskutiert. In Deutschland wird, wie in anderen Industrienationen, ein Gro\u00c3\u0178teil der anfallenden Lebensmittelabf\u00c3\u00a4lle auf Verbraucherebene angenommen. 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