{"id":52593,"date":"2026-10-23T12:50:06","date_gmt":"2026-10-23T10:50:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20014-318\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:09","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:09","slug":"20014-318","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20014-318\/","title":{"rendered":"Auswirkungen des Klimawandels auf den Ebenen der wasserchemischen und -physikalischen Eigenschaften und der chemisch vermittelten Interaktionen in limnischen R\u00c3\u00a4uber-Beutesystemen des S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosystems"},"content":{"rendered":"<p>Auswirkungen des Klimawandels auf S\u00fc\u00dfwasser-\u00d6kosysteme<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Gegenw\u00c3\u00a4rtig thematisieren Publikationen und Prognosen den Klimawandel als Ursache ver\u00c3\u00a4nderter Bedingungen und Gleichgewichte innerhalb der \u00c3\u2013kosysteme (COLE, 2013; BATTIN et al. 2009; ADRIAN et al., 2009; STAINFORTH et al. 2013; IPCC, 2013; NABUURS et al. 2013, WEISS et al., in prep.). Die nat\u00c3\u00bcrliche Ressource Wasser basiert auf intakten und nat\u00c3\u00bcrlichen \u00c3\u2013kosystemen. Modellierungen der vergangenen IPCC-Berichte zeigen jedoch schon zunehmende Auswirkungen auf die Ozeane mit steigenden CO2-Konzentrationen. Denn 50% des anthropogen produzierten CO2 werden vom Ozean absorbiert. Dadurch kommt es zu einer signifikanten pCO2-Zunahme und einer damit verbundenen Abnahme des pHs innerhalb der Ozeane, was in dem Ph\u00c3\u00a4nomen der Ozeanversauerung resultiert (IPCC, 2013). Die Ozeanversauerung hat dabei einen erheblichen Einfluss f\u00c3\u00bcr das marine \u00c3\u2013kosystem, welcher einhergeht mit einem beeintr\u00c3\u00a4chtigenden CO2-Effekt auf die Kalzifizierer, sowie auf die Organismen innerhalb des marinen R\u00c3\u00a4uber-Beutesystems (KELLY &#038; HOFMANN, 2013, MUNDAY et al., 2009, DIXSON et al., 2010; SIMPSON et al., 2011; CRIPPS et al., 2011, NILSSON et al., 2012).<br \/>Bis heute sind die S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser entgegen der Weltmeere in der aktuellen Klimaforschung nicht gen\u00c3\u00bcgend beachtet. Somit sind auch Prognosen \u00c3\u00bcber deren zuk\u00c3\u00bcnftige Entwicklung im Kyoto-Protokoll nicht aufgenommen (Vgl. IPCC-Bericht 2013). Dabei stellen besonders die S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser ein noch unerforschtes Umweltproblem durch den anthropogenen CO2-Eintrag dar. Im Vergleich zu den Weltmeeren wurde argumentiert, dass bereits 87% &#8211; 93% der globalen Seen CO2 \u00c3\u00bcbers\u00c3\u00a4ttigt sind und somit auch als CO2-Quellen agieren k\u00c3\u00b6nnen (COLE et al., 1994; SOBEK et al. 2005). <br \/>Obwohl die Versauerung der Ozeane allgemein als Ph\u00c3\u00a4nomen steigender CO2-Konzentrationen akzeptiert ist, ist der Einfluss auf die S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosysteme noch nicht ausreichend beschrieben (Adrian et al., 2009; Verschoor et al., 2013). Dadurch stellte sich f\u00c3\u00bcr dieses Promotionsvorhaben die Frage, ob S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosysteme anf\u00c3\u00a4llig f\u00c3\u00bcr den Klimawandel bzw. eine CO2-abh\u00c3\u00a4ngige Versauerung sind und in welchem Ausma\u00c3\u0178? Weiterhin welchen Effekt diese Art der Versauerung auf S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosysteme haben k\u00c3\u00b6nnte?<br \/>Im Rahmen dieses Promotionsvorhaben werden die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ebenen der wasserchemischen und -physikalischen Eigenschaften und der chemisch vermittelten Interaktionen in limnischen R\u00c3\u00a4uber-Beutesystemen des S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosystems untersucht. Die Ergebnisse dieses Promotionsvorhabens sollen fundamentale und neue Erkenntnisse zu der noch unerforschten Komponente des Klimawandels auf S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser liefern. Dabei sollen die chemischen- und physikalischen Eigenschaften von S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssern und damit verbunden des Einflusses durch den Klimawandel auf diese bestimmt werden. Dies erfolgt \u00c3\u00bcber multifaktorielle Auswertung von Langzeit- und aktuell erhobenen Daten. Weiterhin sollen die CO2-Toleranzen verschiedener <em>Daphnia<\/em>-Arten, sowohl im Freiland und in Induktionsversuchen, verglichen und der Einfluss von CO2 auf die Perzeption von Daphnia mittels Neurotransmitter-Applikation erforscht werden. Die Untersuchungen auf den Ebenen der wasserchemischen Eigenschaften und der \u00c3\u2013kologie der Nahrungsnetze des S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosystems stellen eine effiziente und interdisziplin\u00c3\u00a4re M\u00c3\u00b6glichkeit dar, den Einfluss von erh\u00c3\u00b6htem CO2 auf das gesamte S\u00c3\u00bc\u00c3\u0178wasser-\u00c3\u2013kosystem n\u00c3\u00a4her beurteilen zu k\u00c3\u00b6nnen. Durch diese Studie k\u00c3\u00b6nnte ein weiteres m\u00c3\u00b6gliches Umweltproblem durch erh\u00c3\u00b6hte anthropogene CO2-Eintragung detektiert und fundamentale Erkenntnisse zum Schutz der limnischen \u00c3\u2013kosysteme gewonnen werden.<br \/>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auswirkungen des Klimawandels auf S\u00fc\u00dfwasser-\u00d6kosysteme Gegenw\u00c3\u00a4rtig thematisieren Publikationen und Prognosen den Klimawandel als Ursache ver\u00c3\u00a4nderter Bedingungen und Gleichgewichte innerhalb der \u00c3\u2013kosysteme (COLE, 2013; BATTIN et al. 2009; ADRIAN et al., 2009; STAINFORTH et al. 2013; IPCC, 2013; NABUURS et al. 2013, WEISS et al., in prep.). 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