{"id":52577,"date":"2026-01-27T10:48:09","date_gmt":"2026-01-27T09:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20014-335\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:10","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:10","slug":"20014-335","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20014-335\/","title":{"rendered":"Neue Arten aus dem Pazifik: Zwei Krabben der Gattung Hemigrapsus im Wattenmeer &#8211; Eine interdisziplin\u00e4re Studie zu Ausbreitungs- und Etablierungsmechanismen an einer aktuellen Doppel-Bioinvasion"},"content":{"rendered":"<p>Neue Arten aus dem Pazifik: Zwei Krabben der Gattung Hemigrapsus im Wattenmeer<\/p>\n<p>Als eine Folge der zunehmenden Globalisierung von Handel und Verkehr steigen weltweit, insbesondere in K\u00fcsten\u00f6kosystemen, die Zahlen eingeschleppter gebietsfremder Arten (Neobiota). Die \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Effekte und Risiken solcher Bioinvasionen sind heute kaum absch\u00e4tzbar. Ein detailliertes Verst\u00e4ndnis der Ausbreitungs- und Etablierungsmechanismen invasiver mariner Arten ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Absch\u00e4tzung ihrer Auswirkungen auf lokale Artengemeinschaften und f\u00fcr die Entwicklung von Managementstrategien.<br \/>In meinem Promotionsprojekt untersuche ich m\u00f6gliche \u0084Erfolgsfaktoren\u0093 und Mechanismen der Ausbreitung zweier pazifischer Felsenkrabben, <em>Hemigrapsus<\/em> <em>sanguineus <\/em>und <em>H. takanoi<\/em>, in Deutschland. Als Vertreter der Zehnfu\u00dfkrebse (Decapoda) geh\u00f6ren sie zu einer Tiergruppe mit einer weltweit hohen Zahl invasiver Arten.<br \/>Hauptuntersuchungsgebiet ist das Wattenmeer, das ein besonders stark von Bioinvasionen betroffener Lebensraum ist. Daneben soll die potenzielle Ausbreitung von <em>Hemigrapsus takanoi<\/em> in der Ostsee (Erstnachweis 2014, s. Publikationen) weiter beobachtet werden.<br \/>Das Projekt ist interdisziplin\u00e4r angelegt und kombiniert \u00f6kologische, morphologische und populationsgenetische Methoden. Durch die Kombination dieser drei Ans\u00e4tze soll ein m\u00f6glichst umfassendes Verst\u00e4ndnis der Invasionsbiologie von <em>Hemigrapsus spp.<\/em> erreicht werden. Im populationsgenetischen Teil des Projekts sollen Einwanderungsereignisse und Ausbreitungswege der beiden Krabbenarten im Wattenmeer mit Hilfe von DNA-Mikrosatelliten analysiert werden. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Untersuchungen zum Reproduktionszyklus und zum Ansiedlungserfolg der Krabben am \u00dcbergang von der planktonischen Larval- zur bodenbewohnenden Juvenilphase. Dazu werden morphologische Analysen (Histologie und Magnetresonanztomografie), \u00f6kologische Beobachtungsreihen sowie Aquarien- und Freilandexperimente durchgef\u00fchrt.<br \/>Projektstandorte sind das <em>Zoologische Institut und Museum <\/em>der <em>Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel<\/em> und die <em>Wattenmeerstation <\/em>des <em>Alfred-Wegener-Instituts f\u00fcr Polar- und Meeresforschung<\/em> in List\/Sylt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Arten aus dem Pazifik: Zwei Krabben der Gattung Hemigrapsus im Wattenmeer Als eine Folge der zunehmenden Globalisierung von Handel und Verkehr steigen weltweit, insbesondere in K\u00fcsten\u00f6kosystemen, die Zahlen eingeschleppter gebietsfremder Arten (Neobiota). Die \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Effekte und Risiken solcher Bioinvasionen sind heute kaum absch\u00e4tzbar. 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