{"id":52564,"date":"2026-10-23T12:50:02","date_gmt":"2026-10-23T10:50:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20014-348\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:03","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:03","slug":"20014-348","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20014-348\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodells auf Basis von Niederschlags-, Windfeld- und Temperaturdaten f\u00c3\u00bcr eine verbesserte Ableitung von Massenver\u00c3\u00a4nderungen aus Satelliten-Altimetrie und -Interferometrie mit exemplarischen Anwendungen auf Svalbard"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodells f\u00fcr verbesserte geod\u00e4tische Gletschermassenbilanzen<\/p>\n<p>Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodell f\u00c3\u00bcr eine verbesserte Ableitung von Gletscher-Massenver\u00c3\u00a4nderungen aus Satellitenaltimetrie und \u00e2\u20ac\u201cInterferometrie mit exemplarischen Anwendungen auf Svalbard.<\/p>\n<p>Eine M\u00c3\u00b6glichkeit zur Absch\u00c3\u00a4tzung von Eismassengewinn und \u00e2\u20ac\u201cverlust stellen satellitengest\u00c3\u00bctzte Bilanzberechnungen dar. Hier werden die H\u00c3\u00b6he der Eiskappen und des Gletschereises mittels Radar nach dem Prinzip der Zweiwege-Laufzeitmessung (aktiver Sensor) bestimmt. Die Geod\u00c3\u00a4tische Methode, die hier verwendet wird, errechnet die H\u00c3\u00b6hendifferenz der Gletscheroberfl\u00c3\u00a4che, indem zwei Digitale H\u00c3\u00b6henmodelle (DEM) unterschiedlicher Aufnahmezeitpunkte voneinander subtrahiert werden. Anschlie\u00c3\u0178end wird das Differenzbild (dh) durch den Zeitraum zwischen den beiden DEMs geteilt um die Ver\u00c3\u00a4nderungsrate zu erhalten (dh\/dt). Die Volumen\u00c3\u00a4nderung (dV\/dt) wird berechnet indem dh\/dt \u00c3\u00bcber die Untersuchungsfl\u00c3\u00a4che integriert wird. Die Multiplikation von dV\/dt mit der Eis- und Firndichte f\u00c3\u00bchrt zur Eismassenverlustrate (dM\/dt Gt pro Jahr).<\/p>\n<p>Wenn die Massenver\u00c3\u00a4nderungsraten durch Ver\u00c3\u00a4nderungen der Eisoberfl\u00c3\u00a4chenh\u00c3\u00b6he abgeleitet werden, muss die Firn Verdichtungsrate ber\u00c3\u00bccksichtigt werden, die ebenso zu den gemessenen H\u00c3\u00b6henver\u00c3\u00a4nderungen beitr\u00c3\u00a4gt. Die Berechnung von geod\u00c3\u00a4tischen Massenbilanzen st\u00c3\u00bctzt sich direkt auf die Dichte der Masse, so dass, um die Massenver\u00c3\u00a4nderungsrate nicht zu verf\u00c3\u00a4lschen, Dichtevariationen von Schnee (50-400 kg\/m\u00c2\u00b3) \u00c3\u00bcber Firn (400-830 kg\/m\u00c2\u00b3) bis zu Eis (>830 kg\/m\u00c2\u00b3) angenommen werden m\u00c3\u00bcssen.<\/p>\n<p>Das Firn-Verdichtungsmodell wird eine Netto-H\u00c3\u00b6hen\u00c3\u00a4nderung der Firn-Schicht liefern, um diese anteilig mit den gemessenen geod\u00c3\u00a4tischen H\u00c3\u00b6hen\u00c3\u00a4nderungen in pr\u00c3\u00a4zise Massen\u00c3\u00a4nderungen zu \u00c3\u00bcberf\u00c3\u00bchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodells f\u00fcr verbesserte geod\u00e4tische Gletschermassenbilanzen Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodell f\u00c3\u00bcr eine verbesserte Ableitung von Gletscher-Massenver\u00c3\u00a4nderungen aus Satellitenaltimetrie und \u00e2\u20ac\u201cInterferometrie mit exemplarischen Anwendungen auf Svalbard. 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