{"id":52564,"date":"2026-01-27T10:48:07","date_gmt":"2026-01-27T09:48:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20014-348\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:09","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:09","slug":"20014-348","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20014-348\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodells auf Basis von Niederschlags-, Windfeld- und Temperaturdaten f\u00fcr eine verbesserte Ableitung von Massenver\u00e4nderungen aus Satelliten-Altimetrie und -Interferometrie mit exemplarischen Anwendungen auf Svalbard"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodells f\u00fcr verbesserte geod\u00e4tische Gletschermassenbilanzen<\/p>\n<p>Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodell f\u00fcr eine verbesserte Ableitung von Gletscher-Massenver\u00e4nderungen aus Satellitenaltimetrie und \u2013Interferometrie mit exemplarischen Anwendungen auf Svalbard.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit zur Absch\u00e4tzung von Eismassengewinn und \u2013verlust stellen satellitengest\u00fctzte Bilanzberechnungen dar. Hier werden die H\u00f6he der Eiskappen und des Gletschereises mittels Radar nach dem Prinzip der Zweiwege-Laufzeitmessung (aktiver Sensor) bestimmt. Die Geod\u00e4tische Methode, die hier verwendet wird, errechnet die H\u00f6hendifferenz der Gletscheroberfl\u00e4che, indem zwei Digitale H\u00f6henmodelle (DEM) unterschiedlicher Aufnahmezeitpunkte voneinander subtrahiert werden. Anschlie\u00dfend wird das Differenzbild (dh) durch den Zeitraum zwischen den beiden DEMs geteilt um die Ver\u00e4nderungsrate zu erhalten (dh\/dt). Die Volumen\u00e4nderung (dV\/dt) wird berechnet indem dh\/dt \u00fcber die Untersuchungsfl\u00e4che integriert wird. Die Multiplikation von dV\/dt mit der Eis- und Firndichte f\u00fchrt zur Eismassenverlustrate (dM\/dt Gt pro Jahr).<\/p>\n<p>Wenn die Massenver\u00e4nderungsraten durch Ver\u00e4nderungen der Eisoberfl\u00e4chenh\u00f6he abgeleitet werden, muss die Firn Verdichtungsrate ber\u00fccksichtigt werden, die ebenso zu den gemessenen H\u00f6henver\u00e4nderungen beitr\u00e4gt. Die Berechnung von geod\u00e4tischen Massenbilanzen st\u00fctzt sich direkt auf die Dichte der Masse, so dass, um die Massenver\u00e4nderungsrate nicht zu verf\u00e4lschen, Dichtevariationen von Schnee (50-400 kg\/m\u00b3) \u00fcber Firn (400-830 kg\/m\u00b3) bis zu Eis (>830 kg\/m\u00b3) angenommen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das Firn-Verdichtungsmodell wird eine Netto-H\u00f6hen\u00e4nderung der Firn-Schicht liefern, um diese anteilig mit den gemessenen geod\u00e4tischen H\u00f6hen\u00e4nderungen in pr\u00e4zise Massen\u00e4nderungen zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodells f\u00fcr verbesserte geod\u00e4tische Gletschermassenbilanzen Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Firn-Verdichtungsmodell f\u00fcr eine verbesserte Ableitung von Gletscher-Massenver\u00e4nderungen aus Satellitenaltimetrie und \u2013Interferometrie mit exemplarischen Anwendungen auf Svalbard. 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