{"id":52547,"date":"2026-01-27T10:48:05","date_gmt":"2026-01-27T09:48:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-366\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:07","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:07","slug":"20015-366","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-366\/","title":{"rendered":"Zusammenh\u00e4nge zwischen Strukturdiversit\u00e4t, Resilienz und Wachstumsdynamik in strukturreichen, gemischten W\u00e4ldern"},"content":{"rendered":"<p>Zusammenh\u00e4nge zwischen Strukturdiversit\u00e4t, Resilienz und Wachstumsdynamik in strukturreichen W\u00e4ldern<\/p>\n<p>Im Kontext der sich derzeit rasch\u00e4ndernden Klima- und Umweltbedingungen werden strukturreiche Mischw\u00e4lder im Vergleich zu strukturarmen Monokulturen als anpassungsf\u00e4higer und robuster gegen\u00fcber den negativen Auswirkungen des Klimawandels betrachtet. Allerdings gibt es bisher nur wenige empirische Studien, die die \u00f6kologische Stabilit\u00e4t strukturreicher W\u00e4lder gegen\u00fcber Umweltstressfaktoren oder die Entwicklung der Naturverj\u00fcngung in heterogenen Waldbest\u00e4nden n\u00e4her untersuchen. Au\u00dferdem kann die Standortleistungskraft \u2013 ein wichtiger Indikator f\u00fcr nachhaltige Waldbewirtschaftung \u2013 in ungleichaltrigen W\u00e4ldern nur mit gro\u00dfen Schwierigkeiten und hohem Kostenaufwand eingesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Nichtsdestoweniger wurde in den vergangenen Jahren eine Waldbewirtschaftung unterst\u00fctzt, die als Anpassungsma\u00dfnahme an die negativen Folgen des Klimawandels die Erh\u00f6hung von Vielfalt, Struktur und Dynamikfavorisiert.<br \/>Das vorliegende Forschungsvorhaben zielt auf die Untersuchung der Produktivit\u00e4t, Verj\u00fcngungsdynamik und Zuwachsreaktionen in strukturreichen, ungleichaltrigen und gemischten W\u00e4ldern S\u00fcdwestdeutschlands ab. In einem ersten Schritt soll untersucht werden, ob sich biogeoklimatische Variablen (z.B. Temperatur, Niederschlag, topographische und Bodenmerkmale) als Weiser der Standortleistungskraft in strukturreichen W\u00e4ldern eignen. Ein zweiter Schwerpunkt des Projekts ist die \u00dcberpr\u00fcfung der Diversit\u00e4t-Stabilit\u00e4t Hypothese in Bezug auf Trockenstress anhand von bekannten Trockenjahren. Es soll getestet werden, ob klassische Baumzuwachsparameter in strukturreichen und gemischten W\u00e4lderngrunds\u00e4tzlich stabiler und robuster gegen\u00fcber Trockenstress als in Altersklassenw\u00e4ldern sind. Dar\u00fcber hinaus sollfestgestellt werden, welche anderen Baum- und Bestandesvariablen (z.B. Baumart, Konkurrenz, Durchforstung) die Baumzuwachsreaktionenauf Trockenstress beeinflussen. Drittens, soll untersucht werden, wie sich die Erh\u00f6hung der strukturellen Diversit\u00e4t in W\u00e4ldern auf das Wachstum der Naturverj\u00fcngung auswirkt, und inwieweit  klimatische Faktoren die H\u00f6henentwicklung der Naturverj\u00fcngung beeinflussen.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen erfolgen auf der Basis langfristiger Messreihen baden-w\u00fcrttembergischer Versuchsfl\u00e4chen in Bergmischw\u00e4ldern aus Fichte, Tanne und Buche. Die Forschungsfragen betreffen die Bereiche Strukturdiversit\u00e4t, Standortleistungskraft, \u00f6kologische Stabilit\u00e4t, Konkurrenz, H\u00f6henwachstum und Differenzierung. Sie dienen der Erarbeitung von Grundlagen f\u00fcr geeignete forstliche Ma\u00dfnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenh\u00e4nge zwischen Strukturdiversit\u00e4t, Resilienz und Wachstumsdynamik in strukturreichen W\u00e4ldern Im Kontext der sich derzeit rasch\u00e4ndernden Klima- und Umweltbedingungen werden strukturreiche Mischw\u00e4lder im Vergleich zu strukturarmen Monokulturen als anpassungsf\u00e4higer und robuster gegen\u00fcber den negativen Auswirkungen des Klimawandels betrachtet. 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