{"id":52520,"date":"2026-02-28T10:46:27","date_gmt":"2026-02-28T09:46:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-394\/"},"modified":"2026-02-28T10:46:28","modified_gmt":"2026-02-28T09:46:28","slug":"20015-394","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-394\/","title":{"rendered":"Evaluierung intrinsischer und extrinsischer Gef\u00e4hrdungsursachen heimischer Libellenarten auf unterschiedlichen r\u00e4umlichen Skalen"},"content":{"rendered":"<p>Evaluierung intrinsischer und extrinsischer Gef\u00e4hrdungsursachen heimischer Libellen<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um den anhaltenden, globalen Verlust an Biodiversit\u00e4t zu stoppen, gibt es beispielweise Rote Listen, die europ\u00e4ische Natura2000- und FFH Richtlinie oder langfristige Monitoring Programme, deren Grundziel letztlich in einer Absch\u00e4tzung des Gef\u00e4hrdungspotentials von Arten liegt. Diese bilden die Grundlage f\u00fcr Artenschutzkonzepte. Trotz dieser Bem\u00fchungen steigt der Gef\u00e4hrdungsgrad. Gef\u00e4hrdungsursachen lassen sich in extrinsische und intrinsische Faktoren unterteilen und ein wissenschaftlich begr\u00fcndetes Verst\u00e4ndnis dieser ist \u00e4u\u00dferst wichtig, um erfolgreiche Schutzkonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Moderne Naturschutzkonzepte fokussieren zwar, statt des ehemals reinen Artenschutzes, vermehrt den Schutz von Lebensr\u00e4umen oder Prozessen, werden jedoch nach wie vor anhand taxonomischer Diversit\u00e4tsma\u00dfe (meist Artenzahl) entwickelt und evaluiert. Dieser Ansatz ber\u00fccksichtigt jedoch nicht, dass Arten unterschiedliche funktionale und phylogenetische Merkmale haben. S\u00fc\u00dfwasserbiotope gelten aufgrund ihres geringen Fl\u00e4chenverh\u00e4ltnisses im Vergleich zu der enormen Biodiversit\u00e4t, die sie beherbergen und des zugleich hohen Drucks (prim\u00e4r menschliche Nutzungsinteressen) als eines der gef\u00e4hrdetsten Habitate weltweit. Weiterhin bieten sie ein interessantes Untersuchungsgebiet um beispielsweise die Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler Ebene zu untersuchen. Insekten sind eine vielmals unterrepr\u00e4sentierte Gruppe bei der Bewertung und den Schutzbem\u00fchungen zum Aufhalten des Biodiversit\u00e4tsverlustes, obwohl sie vielmals eine geeignete Indikatorrolle einnehmen und im Falle der Libellen sogar relativ leicht zu identifizieren sind.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Promotion hat drei Hauptziele. Zum einen die Identifizierung intrinsischer Gef\u00e4hrdungsursachen von Libellen an Hand physiologischer und morphologischer Arteigenschaften. Zweitens sollen mittels einer Gew\u00e4sserkartierung lokale Habitatparameter identifiziert werden, die das Vorkommen von gef\u00e4hrdeten Arten bestimmen, aber auch hohe taxonomische-, funktionale-, und phylogenetische Diversit\u00e4t f\u00f6rdern. Im letzten Schritt sollen taxonomische-, funktionale-, und phylogenetische Diversit\u00e4t von Libellen auf ihre Abh\u00e4ngigkeit von Landnutzungsparameter und Klimafaktoren untersucht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Trotz der Gef\u00e4hrdung von Libellen fehlen Studien, die intrinsische und extrinsische Gef\u00e4hrdungsursachen untersuchen und darauf aufbauend praktikable Schutzkonzepte f\u00fcr Einzelarten, Artgemeinschaften und funktionale\/phylogenetische Diversit\u00e4t erarbeiten. Eine Evaluation intrinsischer Gef\u00e4hrdungsursachen erlaubte eine Priorisierung von Schutzma\u00dfnahmen. Weiterhin fehlen bisher Studien, die Gew\u00e4ssereigenschaften standardisiert mit dem Vorkommen von gef\u00e4hrdeten Arten, aber auch mit der taxonomischen,- funktionellen und phylogenetischen Diversit\u00e4t in Verbindung bringen. Um jedoch gezielt Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr einzelne Arten oder ganze Gemeinschaften umzusetzen, sind diese Erkenntnisse notwendig.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Ergebnisse des Promotionsvorhabens sollen helfen, den Verlust der Libellendiversit\u00e4t aufzuhalten in dem sie f\u00fcr die Weiterentwicklung von Monitoringprogrammen, aber auch als Grundlage zur Entwicklung und Verbesserung von Artenhilfs- und Kompensationsma\u00dfnahmen genutzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Einen gro\u00dfen Baustein der Promotionsarbeit bildet die Auswertung der hessen- und bayernweit erfassten Monitoringdaten der letzten zwei Jahrzehnte. Diese sollen gleichzeitig die Grundlage f\u00fcr ein selbstst\u00e4ndig durchgef\u00fchrtes Monitoring an gezielten Gew\u00e4ssern werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Alle statistischen Auswertungen sollen mit der freien Statistiksoftware R erfolgen. F\u00fcr die Auswertungen sollen einerseits generalisierte, gemischte, lineare Modelle (GLMM&lsquo;s) verwendet werden, die sich beispielsweise um Erfassungsintensit\u00e4ten oder Autokorrelation korrigieren lassen. Um die errechneten Bestandstrends mit den morphologischen und physiologischen Arteigenschaften zu modellieren, sollen Kleinstquadratmodele (GLS) verwendet werden, die es erm\u00f6glichen die Verwandtschaft zwischen Arten zu ber\u00fccksichtigen. F\u00fcr die Auswertung der die Arten oder die taxonomische-, funktionale- oder phylogenetische Diversit\u00e4t beeinflussenden Habitatparameter sollen Hauptkomponenten- und \u00c4hnlichkeitsanalysen gemacht werden.<br \/>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evaluierung intrinsischer und extrinsischer Gef\u00e4hrdungsursachen heimischer Libellen Um den anhaltenden, globalen Verlust an Biodiversit\u00e4t zu stoppen, gibt es beispielweise Rote Listen, die europ\u00e4ische Natura2000- und FFH Richtlinie oder langfristige Monitoring Programme, deren Grundziel letztlich in einer Absch\u00e4tzung des Gef\u00e4hrdungspotentials von Arten liegt. Diese bilden die Grundlage f\u00fcr Artenschutzkonzepte. Trotz dieser Bem\u00fchungen steigt der Gef\u00e4hrdungsgrad. 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