{"id":52517,"date":"2026-01-27T10:48:03","date_gmt":"2026-01-27T09:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-397\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:04","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:04","slug":"20015-397","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-397\/","title":{"rendered":"Landwirt &#8211; Tier &#8211; Gesellschaft. Akteurszentrierte Studien zur Positionierung Nutztier haltender Landwirte im Agrarraum Bayern"},"content":{"rendered":"<p>Landwirt &#8211; Tier &#8211; Gesellschaft<\/p>\n<p>Das Erkenntnisinteresse des Promotionsprojektes besteht darin, mithilfe einer spezifisch kulturwissenschaftlichen Herangehensweise durch qualitativ-leitfadengest\u00fctzte Interviews mit LandwirtInnen deren Selbstbild, soziale Positionierung sowie Verh\u00e4ltnis zu Umwelt und Nutztieren zu erforschen. Desweiteren wird mit Blick auf die Anwendbarkeit und den gesellschaftsrelevanten Beitrag der Arbeit erfragt, wie sich m\u00f6gliche Zukunftsszenarien, Probleml\u00f6sungsstrategien sowie Verh\u00e4ltnisse zu Politik, Verb\u00e4nden und VerbraucherInnen f\u00fcr die LandwirtInnen darstellen. Das gegenwartsorientierte Forschungsvorhaben verfolgt, wie sich die Ausdifferenzierung des Spannungsverh\u00e4ltnisses aus \u00f6konomischem Druck, Tierrechtskritik und Verbraucheranspruch aus Sicht der landwirtschaftlichen AkteurInnen darstellt, welche Strategien der Selbstverortung stattfinden und wie sich diese ver\u00e4ndert haben. <br \/>Aufgrund der Brisanz der Debatte um die Zukunft der tierischen Produktion, eines diesbez\u00fcglich derzeit stark im Wandel befindlichen Ern\u00e4hrungs- und Verbraucherverhaltens sowie nicht zuletzt zur Generierung einer m\u00f6glichst homogenen Befragungsgruppe wird bez\u00fcglich der Auswahl der InterviewpartnerInnen auf konventionell wirtschaftende Vollerwerbsbetriebe mit Gefl\u00fcgel- oder Schweinehaltung im Bundesland Bayern fokussiert. In den anvisierten 35 mehrst\u00fcndigen Befragungen sollen sowohl die BetriebsleiterInnen als auch \u2013 sofern vorhanden \u2013 deren EhepartnerInnen und Angeh\u00f6rige mit in die Interviewsituation einbezogen werden, um gender- und generationenspezifische Aspekte der b\u00e4uerlichen Selbstwahrnehmung herausarbeiten zu k\u00f6nnen. In die Auswertung der Interviews werden ikonografisch-ethnologische Fotoanalysen von selbst erhobenen wie auch von den InterviewpartnerInnen erbetenen Familien- und Hofbildern miteinbezogen. Die Methodik wird zudem durch die Verwendung von Zeitungs- und Medienberichterstattungen \u00fcber agrarische Themen im Interviewverlauf selbst gest\u00fctzt, die den LandwirtInnen als Ged\u00e4chtnis- und Erinnerungsst\u00fctzen dienen sowie den Redefluss anregen sollen. Dabei sind auch Machtkonstellationen zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen aus Politik, Verb\u00e4nden, Tierschutz und VerbraucherInnen sowie Bewertungen von und eventuelle Abgrenzungen zu biologisch wirtschaftenden LandwirtInnen von Interesse. Zentral sind dabei durch die InterviewpartnerInnen wahrgenommene \u00e4u\u00dfere \u201eBevormundungen\u201c ebenso wie stattgefundene Anreize zu Ver\u00e4nderungen der Betriebsstrukturen \u2013 also etwa zur Verbesserung von Tierwohlma\u00dfnahmen oder Umsetzung von Umweltschutzvorschriften.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landwirt &#8211; Tier &#8211; Gesellschaft Das Erkenntnisinteresse des Promotionsprojektes besteht darin, mithilfe einer spezifisch kulturwissenschaftlichen Herangehensweise durch qualitativ-leitfadengest\u00fctzte Interviews mit LandwirtInnen deren Selbstbild, soziale Positionierung sowie Verh\u00e4ltnis zu Umwelt und Nutztieren zu erforschen. 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