{"id":52517,"date":"2026-10-23T12:48:54","date_gmt":"2026-10-23T10:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-397\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:56","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:56","slug":"20015-397","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-397\/","title":{"rendered":"Landwirt &#8211; Tier &#8211; Gesellschaft. Akteurszentrierte Studien zur Positionierung Nutztier haltender Landwirte im Agrarraum Bayern"},"content":{"rendered":"<p>Landwirt &#8211; Tier &#8211; Gesellschaft<\/p>\n<p>Das Erkenntnisinteresse des Promotionsprojektes besteht darin, mithilfe einer spezifisch kulturwissenschaftlichen Herangehensweise durch qualitativ-leitfadengest\u00c3\u00bctzte Interviews mit LandwirtInnen deren Selbstbild, soziale Positionierung sowie Verh\u00c3\u00a4ltnis zu Umwelt und Nutztieren zu erforschen. Desweiteren wird mit Blick auf die Anwendbarkeit und den gesellschaftsrelevanten Beitrag der Arbeit erfragt, wie sich m\u00c3\u00b6gliche Zukunftsszenarien, Probleml\u00c3\u00b6sungsstrategien sowie Verh\u00c3\u00a4ltnisse zu Politik, Verb\u00c3\u00a4nden und VerbraucherInnen f\u00c3\u00bcr die LandwirtInnen darstellen. Das gegenwartsorientierte Forschungsvorhaben verfolgt, wie sich die Ausdifferenzierung des Spannungsverh\u00c3\u00a4ltnisses aus \u00c3\u00b6konomischem Druck, Tierrechtskritik und Verbraucheranspruch aus Sicht der landwirtschaftlichen AkteurInnen darstellt, welche Strategien der Selbstverortung stattfinden und wie sich diese ver\u00c3\u00a4ndert haben. <br \/>Aufgrund der Brisanz der Debatte um die Zukunft der tierischen Produktion, eines diesbez\u00c3\u00bcglich derzeit stark im Wandel befindlichen Ern\u00c3\u00a4hrungs- und Verbraucherverhaltens sowie nicht zuletzt zur Generierung einer m\u00c3\u00b6glichst homogenen Befragungsgruppe wird bez\u00c3\u00bcglich der Auswahl der InterviewpartnerInnen auf konventionell wirtschaftende Vollerwerbsbetriebe mit Gefl\u00c3\u00bcgel- oder Schweinehaltung im Bundesland Bayern fokussiert. In den anvisierten 35 mehrst\u00c3\u00bcndigen Befragungen sollen sowohl die BetriebsleiterInnen als auch \u00e2\u20ac\u201c sofern vorhanden \u00e2\u20ac\u201c deren EhepartnerInnen und Angeh\u00c3\u00b6rige mit in die Interviewsituation einbezogen werden, um gender- und generationenspezifische Aspekte der b\u00c3\u00a4uerlichen Selbstwahrnehmung herausarbeiten zu k\u00c3\u00b6nnen. In die Auswertung der Interviews werden ikonografisch-ethnologische Fotoanalysen von selbst erhobenen wie auch von den InterviewpartnerInnen erbetenen Familien- und Hofbildern miteinbezogen. Die Methodik wird zudem durch die Verwendung von Zeitungs- und Medienberichterstattungen \u00c3\u00bcber agrarische Themen im Interviewverlauf selbst gest\u00c3\u00bctzt, die den LandwirtInnen als Ged\u00c3\u00a4chtnis- und Erinnerungsst\u00c3\u00bctzen dienen sowie den Redefluss anregen sollen. Dabei sind auch Machtkonstellationen zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen aus Politik, Verb\u00c3\u00a4nden, Tierschutz und VerbraucherInnen sowie Bewertungen von und eventuelle Abgrenzungen zu biologisch wirtschaftenden LandwirtInnen von Interesse. Zentral sind dabei durch die InterviewpartnerInnen wahrgenommene \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ere \u00e2\u20ac\u017eBevormundungen\u00e2\u20ac\u0153 ebenso wie stattgefundene Anreize zu Ver\u00c3\u00a4nderungen der Betriebsstrukturen \u00e2\u20ac\u201c also etwa zur Verbesserung von Tierwohlma\u00c3\u0178nahmen oder Umsetzung von Umweltschutzvorschriften.<br \/>\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landwirt &#8211; Tier &#8211; Gesellschaft Das Erkenntnisinteresse des Promotionsprojektes besteht darin, mithilfe einer spezifisch kulturwissenschaftlichen Herangehensweise durch qualitativ-leitfadengest\u00c3\u00bctzte Interviews mit LandwirtInnen deren Selbstbild, soziale Positionierung sowie Verh\u00c3\u00a4ltnis zu Umwelt und Nutztieren zu erforschen. 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