{"id":52511,"date":"2026-01-27T10:48:03","date_gmt":"2026-01-27T09:48:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-403\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:03","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:03","slug":"20015-403","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-403\/","title":{"rendered":"Neue Wege zur Verwertung der Lignocellulose als nicht essbare Biomasse: Transformationen von Lignin- und Saccharidmodellverbindungen basierend auf Tandem-Desoxygenierung\/Carbonylierungsreaktionen"},"content":{"rendered":"<p>Neue homogen-katalysierte Funktionalisierungen nachhaltiger Rohstoffe<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><span style=\"line-height:150%;\"><span>Die chemische Industrie in ihrer heutigen Form verwertet gr\u00f6\u00dftenteils fossile Ressourcen wie Erd\u00f6l oder Kohle als Kohlenstoffquelle, diese sind jedoch nur begrenzt verf\u00fcgbar und werden in absehbarer Zeit aufgebraucht sein. Eine attraktive Alternative zu den fossilen Rohstoffen stellt daher die Verwertung von nachwachsenden Ressourcen dar. Hier bietet sich ein gro\u00dfes Potential einerseits in der Transformation von nicht-essbarer Biomasse, andererseits in der direkten Umwandlung des Treibhausgases Kohlendioxid. Beide sind in gro\u00dfen Mengen verf\u00fcgbar und leicht zug\u00e4nglich.<br \/>Im Rahmen dieses Projektes soll ein Beitrag zur Erschlie\u00dfung von Biomasse als nachhaltige Kohlenstoffquelle geleistet werden. Dabei sollen in durch homogene Katalysatoren vermittelten Desoxygenierungsreaktionen ausgew\u00e4hlte Modellsubstrate f\u00fcr Lignocellulose zu synthetisch wertvollen Verbindungen umgesetzt werden. Lignocellulose ist ein Vertreter der Gruppe der Abfall- oder &#8220;Non-food&#8221;-Biomasse und besteht aus Lignin, Cellulose und Hemicellulose. Sie tritt haupts\u00e4chlich als Reststoff in der Forst- und Agrarwirtschaft auf, was sie zu einem g\u00fcnstigen und gut verf\u00fcgbaren Rohstoff zur weiteren Veredelung macht. Durch bereits bekannte Verfahren wird Lignocellulose zu einfachen Verbindungen wie Alkoholen, Polyolen und Phenolen umgesetzt. Diese weisen jedoch einen hohen Sauerstoffgehalt auf und m\u00fcssen deshalb weiter transformiert werden. F\u00fcr unsere Studien sollen ebendiese Abbauprodukte der Lignocellulose als Substrate dienen.<br \/>Die in diesem Projekt geplante Desoxygenierung der Modellverbindungen\u00a0besticht durch Effizienz und Atom\u00f6konomie. Es lassen sich hierdurch viele synthetisch interessante Verbindungen, wie z.B. wichtige Plattformchemikalien der chemischen Industrie, herstellen. Nach erfolgreicher Erprobung der Systeme an den Modellsubstraten k\u00f6nnen diese auf komplexere Molek\u00fcle \u00fcbertragen und weiter optimiert werden.<br \/>Das zentrale Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung neuer Methoden zur Umwandlung nachwachsender Rohstoffe f\u00fcr die nachhaltige Chemie. Als Ausgangspunkt dieser Transformationen sollen Alkohole, die aus Lignocellulose gewonnen werden, bzw. entsprechende Modellverbindungen dienen. Die Umsetzung der Alkohole kann hierbei bei Wahl geeigneter homogener Katalysatoren und Reaktionsbedingungen direkt zu den entsprechenden reduzierten Kohlenwasserstoffen f\u00fchren (Desoxygenierung).<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue homogen-katalysierte Funktionalisierungen nachhaltiger Rohstoffe \u00a0 Die chemische Industrie in ihrer heutigen Form verwertet gr\u00f6\u00dftenteils fossile Ressourcen wie Erd\u00f6l oder Kohle als Kohlenstoffquelle, diese sind jedoch nur begrenzt verf\u00fcgbar und werden in absehbarer Zeit aufgebraucht sein. Eine attraktive Alternative zu den fossilen Rohstoffen stellt daher die Verwertung von nachwachsenden Ressourcen dar. 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