{"id":52511,"date":"2026-10-23T12:48:54","date_gmt":"2026-10-23T10:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-403\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:56","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:56","slug":"20015-403","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-403\/","title":{"rendered":"Neue Wege zur Verwertung der Lignocellulose als nicht essbare Biomasse: Transformationen von Lignin- und Saccharidmodellverbindungen basierend auf Tandem-Desoxygenierung\/Carbonylierungsreaktionen"},"content":{"rendered":"<p>Neue homogen-katalysierte Funktionalisierungen nachhaltiger Rohstoffe<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><span style=\"line-height:150%;\"><span>Die chemische Industrie in ihrer heutigen Form verwertet gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178tenteils fossile Ressourcen wie Erd\u00c3\u00b6l oder Kohle als Kohlenstoffquelle, diese sind jedoch nur begrenzt verf\u00c3\u00bcgbar und werden in absehbarer Zeit aufgebraucht sein. Eine attraktive Alternative zu den fossilen Rohstoffen stellt daher die Verwertung von nachwachsenden Ressourcen dar. Hier bietet sich ein gro\u00c3\u0178es Potential einerseits in der Transformation von nicht-essbarer Biomasse, andererseits in der direkten Umwandlung des Treibhausgases Kohlendioxid. Beide sind in gro\u00c3\u0178en Mengen verf\u00c3\u00bcgbar und leicht zug\u00c3\u00a4nglich.<br \/>Im Rahmen dieses Projektes soll ein Beitrag zur Erschlie\u00c3\u0178ung von Biomasse als nachhaltige Kohlenstoffquelle geleistet werden. Dabei sollen in durch homogene Katalysatoren vermittelten Desoxygenierungsreaktionen ausgew\u00c3\u00a4hlte Modellsubstrate f\u00c3\u00bcr Lignocellulose zu synthetisch wertvollen Verbindungen umgesetzt werden. Lignocellulose ist ein Vertreter der Gruppe der Abfall- oder &#8220;Non-food&#8221;-Biomasse und besteht aus Lignin, Cellulose und Hemicellulose. Sie tritt haupts\u00c3\u00a4chlich als Reststoff in der Forst- und Agrarwirtschaft auf, was sie zu einem g\u00c3\u00bcnstigen und gut verf\u00c3\u00bcgbaren Rohstoff zur weiteren Veredelung macht. Durch bereits bekannte Verfahren wird Lignocellulose zu einfachen Verbindungen wie Alkoholen, Polyolen und Phenolen umgesetzt. Diese weisen jedoch einen hohen Sauerstoffgehalt auf und m\u00c3\u00bcssen deshalb weiter transformiert werden. F\u00c3\u00bcr unsere Studien sollen ebendiese Abbauprodukte der Lignocellulose als Substrate dienen.<br \/>Die in diesem Projekt geplante Desoxygenierung der Modellverbindungen\u00c2\u00a0besticht durch Effizienz und Atom\u00c3\u00b6konomie. Es lassen sich hierdurch viele synthetisch interessante Verbindungen, wie z.B. wichtige Plattformchemikalien der chemischen Industrie, herstellen. Nach erfolgreicher Erprobung der Systeme an den Modellsubstraten k\u00c3\u00b6nnen diese auf komplexere Molek\u00c3\u00bcle \u00c3\u00bcbertragen und weiter optimiert werden.<br \/>Das zentrale Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung neuer Methoden zur Umwandlung nachwachsender Rohstoffe f\u00c3\u00bcr die nachhaltige Chemie. Als Ausgangspunkt dieser Transformationen sollen Alkohole, die aus Lignocellulose gewonnen werden, bzw. entsprechende Modellverbindungen dienen. Die Umsetzung der Alkohole kann hierbei bei Wahl geeigneter homogener Katalysatoren und Reaktionsbedingungen direkt zu den entsprechenden reduzierten Kohlenwasserstoffen f\u00c3\u00bchren (Desoxygenierung).<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue homogen-katalysierte Funktionalisierungen nachhaltiger Rohstoffe \u00c2\u00a0 Die chemische Industrie in ihrer heutigen Form verwertet gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178tenteils fossile Ressourcen wie Erd\u00c3\u00b6l oder Kohle als Kohlenstoffquelle, diese sind jedoch nur begrenzt verf\u00c3\u00bcgbar und werden in absehbarer Zeit aufgebraucht sein. Eine attraktive Alternative zu den fossilen Rohstoffen stellt daher die Verwertung von nachwachsenden Ressourcen dar. 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