{"id":52507,"date":"2026-01-27T10:48:01","date_gmt":"2026-01-27T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-407\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:03","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:03","slug":"20015-407","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-407\/","title":{"rendered":"Bedeutung und Funktion von Unterwasserlandschaften in den inneren K\u00fcstengew\u00e4ssern f\u00fcr die Reproduktion des fr\u00fchjahrslaichenden Herings (Clupea harengus L., 1758) in der westlichen Ostsee"},"content":{"rendered":"<p>Bedeutung k\u00fcstennaher Unterwasserlandschaften f\u00fcr die Reproduktion des Ostseeherings<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span>Die im Fr\u00fchjahr laichenden Heringe heften ihre Eier in flachen, gesch\u00fctzten K\u00fcstengebieten an geeignetes Laichsubstrat, in der Ostsee vorwiegend Wasserpflanzen. <span style=\"color:#000000;\">Dies ist von besonderer Bedeutung, da sich die Planzengemeinschaft bedingt durch Eutrophierung, Gew\u00e4ssertr\u00fcbung und Bebauung in vielen K\u00fcstenzonen stark ver\u00e4ndert (hat). Dies betrifft sowohl die eingeschr\u00e4nkte Ausdehnung in tieferes Wasser als auch die Artenzusammensetzung und Vegetationsdichte. <\/span>Da sich die Heringspopulation gegenw\u00e4rtig von dem Fischereidruck der vergangenen Jahrzehnte erholt, deutet vieles darauf hin, dass die reduzierte Menge an Nachwuchs stark durch die Sterblichkeit der fr\u00fchen Lebensstadien beeinflusst wird und nicht die Konsequenz einer zu geringen Menge von Elterntieren darstellt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span>Im Rahmen dieser Promotion wird untersucht, welche Auswirkungen dabei die Ver\u00e4nderung des Laichhabitats haben kann. Im Fokus steht <span style=\"color:#000000;\">der bisher weitgehend ungekl\u00e4rte Einfluss des Laichsubstrats auf den Reproduktionserfolg des Herings.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span><strong><span style=\"color:#000000;\">Feldexperimente zum<\/span><\/strong><span style=\"color:#000000;\"> <strong>Laicherfolg<\/strong> haben bereits gezeigt, dass einfach geformte Substrate deutlich h\u00f6here Sterblichkeit der Heringseier mit sich bringen, als Substrate mit ausgepr\u00e4gter struktureller Komplexit\u00e4t, wie sie in der gem\u00e4\u00dfigten Zone fast ausschlie\u00dflich von Wasserpflanzen gebildet werden (von Nordheim et al. 2017, <\/span><span>DOI:10.1007\/s12237-017-0283-5<\/span>). Weiterhin werden manipulative Feld- und Laborexperimente zum Wirken verschiedener von Heringen genutzter Pflanzenspezies <span style=\"color:#000000;\">(<em>Zostera marina, Stuckenia pecktinata, Fucus<\/em> spp., <em>Furcellaria fastigiata)<\/em><\/span> durchgef\u00fchrt. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass das Auftreten einiger f\u00e4diger Braunalgen (<em><span style=\"color:#000000;\">Pylaiella littoralis<\/span><\/em><span style=\"color:#000000;\"> und <em>Ectocarpus siliculosus<\/em>) eine stark letale Auswirkung auf Heringseier hat. Dies ist besonders alarmierend, da diese <\/span>eutrophierungs-assoziierten Algen scheinbar mit zunehmender H\u00e4ufigkeit massenhaft w\u00e4hrend der Heringslaichzeit in den Laichgebieten auftreten.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span><strong>Feldstudien und -experimente zum Laichverhalten<\/strong> adulter Heringe wurden im Greifswalder Bodden durchgef\u00fchrt, einem der Hauptlaichgebiete des Fr\u00fchjahrsh<span style=\"color:#000000;\">erings der westlichen Ostsee. Erste Ergebnisse aus dem Jahr 2017 vermuten, dass die Heringe substratspezifische Pr\u00e4ferenzen (Belaichungsintensit\u00e4t) bez\u00fcglich verschiedener Pflanzenarten zeigen. Diese Studie wird in der folgenden Laichsaison weiter vertieft. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span>Das Wissen um die Bedeutung verschiedener aquatischer Pflanzenarten f\u00fcr den Hering mit Blick auf andauernde Ver\u00e4nderungen des K\u00fcstenlebensraumes erm\u00f6glicht die Entwicklung gezielter lokaler Managementma\u00dfnahmen. Diese bilden eine Grundlage f\u00fcr die Erhaltung und Wiederherstellung der \u00f6kologischen Funktion von K\u00fcstengew\u00e4ssern.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedeutung k\u00fcstennaher Unterwasserlandschaften f\u00fcr die Reproduktion des Ostseeherings \u00a0 Die im Fr\u00fchjahr laichenden Heringe heften ihre Eier in flachen, gesch\u00fctzten K\u00fcstengebieten an geeignetes Laichsubstrat, in der Ostsee vorwiegend Wasserpflanzen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da sich die Planzengemeinschaft bedingt durch Eutrophierung, Gew\u00e4ssertr\u00fcbung und Bebauung in vielen K\u00fcstenzonen stark ver\u00e4ndert (hat). 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