{"id":52506,"date":"2026-01-27T10:48:01","date_gmt":"2026-01-27T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20015-408\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:03","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:03","slug":"20015-408","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20015-408\/","title":{"rendered":"Die Alkanol-Alternative \u0096 Entwicklung eines neuen Klima-Proxies anhand von substanzspezifischen d18O-Isotopenanalysen von n-Alkanol-Lipidbiomarkern"},"content":{"rendered":"<p>Die Alkanol-Alternative<\/p>\n<p>Die durch den anthropogenen Klimawandel auftretenden Witterungsextreme werden als die schwerwiegendsten zuk\u00fcnftigen Probleme der Menschheit betitelt. Zudem sind die Entwicklungsgeschichte des Menschen und vor allem dessen Kulturgeschichte seit jeher stark mit nat\u00fcrlichen Klimaschwankungen verkn\u00fcpft, was das gro\u00dfe Interesse und die Relevanz von Klimaforschung unterstreicht.<br \/>Wertvolle Klimaarchive, welche den quart\u00e4ren Klimawandel in der Vergangenheit dokumentieren, stellen unter anderem L\u00f6ss-Pal\u00e4oboden Sequenzen dar. Allerdings lassen sich mit den bislang angewandten Methoden zur Rekonstruktion der Klimageschichte nur bedingt quantitative Aussagen aus diesen weltweit weit verbreiteten Archiven ableiten. Die Sauerstoffstabilisotopie (d18O) entwickelte sich in den letzten Dekaden zu einem der wichtigsten quantitativ aussagef\u00e4higen Klima-Proxy, welcher unter anderem an Eisbohrkernen, Stalagmiten und Baumringen erfolgreich angewendet wurde. Die Anwendung auf viele terrestrische Klimaarchive jedoch ist zum Teil durch fehlende Analysemethoden erschwert. So gelang die Extraktion von Zellulose oder auch von Hemizellulose-b\u00fcrtigen Zuckerbiomarkern f\u00fcr d18O-Analysen aus L\u00f6ss-Pal\u00e4oboden Sequenzen bisher nicht. Die substanzspezifische d18O-Analytik an n-Alkanolen zu entwickeln, zu validieren und anzuwenden stellt deshalb eine innovative und viel versprechende Alternative bzw. \u00e4u\u00dferst wertvolle Erg\u00e4nzung zu den bisher verf\u00fcgbaren Methoden dar.<br \/>Daher soll im Rahmen dieses Promotionsvorhabens (i) die Methodenentwicklung f\u00fcr substanzspezifische d18On-Alkanol Messungen mittels GC-Py-IRMS Kopplung erfolgen; (ii) gekl\u00e4rt werden ob Pflanzenwachs-b\u00fcrtige n-Alkanole die d18O-Isotopie von Blattwasser widerspiegeln; (iii) versucht werden den Biosynthesefraktionierungsfaktor f\u00fcr d18O von n-Alkanolen robust zu erfassen; (iv) die substanzspezifische d18On-Alkanol Methode auf eine C-arme und karbonatreiche L\u00f6ss-Pal\u00e4ob\u00f6den-Sequenz angewendet werden. Zur Validierung des d18On-Alkanol-Ansatzes kann dabei auf vorhandenes Probenmaterial aus einer Klimakammerstudie bzw. Transektstudie zur\u00fcckgegriffen werden. Die im Anschluss erfolgende Anwendung geschieht an L\u00f6ss-Pal\u00e4oboden Proben des Crvenka Profils (Nordserbien; Provinz Vojvodina), wodurch die einzigartige M\u00f6glichkeit besteht einen ca. 140 tausend Jahre zur\u00fcckreichenden d18On-Alkanol Rekord f\u00fcr das kontinentale Europa zu erstellen. Das Promotionsvorhaben leistet damit einen analytisch hochinnovativen und wertvollen Beitrag zur Umwelt- und Klimaforschung an der Schnittstelle Klima-Pflanze-Boden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Alkanol-Alternative Die durch den anthropogenen Klimawandel auftretenden Witterungsextreme werden als die schwerwiegendsten zuk\u00fcnftigen Probleme der Menschheit betitelt. 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