{"id":52493,"date":"2026-10-23T12:48:51","date_gmt":"2026-10-23T10:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-422\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:53","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:53","slug":"20016-422","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-422\/","title":{"rendered":"Mikroplastikpartikel als anthropogener Stressor: Untersuchungen zu m\u00c3\u00b6glichen negativen Auswirkungen auf die Miesmuschel Mytilus edulis"},"content":{"rendered":"<p>Auswirkungen von Mikroplastikpartikel auf die Miesmuschel Mytilus edulis<\/p>\n<p>Seit Beginn der Massenproduktion von Plastik vor 70 Jahren steigt die weltweite Produktion und der Verbrauch kontinuierlich an, dementsprechend macht Plastik mittlerweile bis zu 10% des weltweit anfallenden Abfalls aus. Dieser gelangt oft unkontrolliert bis ins Meer, ohne das bisher viel \u00c3\u00bcber die Auswirkungen von Plastik auf die Umwelt bekannt ist. Durch chemische, physikalische und biologische Prozesse wird das Plastik in sogenanntes Mikroplastik (g\u00c3\u00a4ngigste Definition: Partikel <5mm) fragmentiert. Diesem sogenannten sekund\u00c3\u00a4rem Mikroplastik steht das prim\u00c3\u00a4re Mikroplastik gegen\u00c3\u00bcber, dass meist aus Schleifmitteln der Industrie und Kosmetika stammt. Obwohl \u00c3\u00bcber die Abundanz von Mikroplastik bisher wenig bekannt ist, befindet sich wahrscheinlich ein Gro\u00c3\u0178teil in den Sedimenten und kann aufgrund seiner Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178e von Filtrierern und Sedimentfressern aufgenommen werden. Es gibt Belege daf\u00c3\u00bcr, dass die Partikel mit der Nahrung aufgenommen werden, das Wissen \u00c3\u00bcber die Effekte von Mikroplastik auf diese Wirbellose ist jedoch sehr gering. Experimentelle Ans\u00c3\u00a4tze zur Erforschung m\u00c3\u00b6glicher Effekte \u00c3\u00bcber lange Zeitr\u00c3\u00a4ume und bei realistischen Konzentrationen gibt es bisher wenige. Daher sollen in dieser Arbeit die Effekte von Mikroplastik auf die Miesmuschel <em>Mytilus edulis<\/em> in Partikel Konzentrationen, wie sie in der Kieler F\u00c3\u00b6rde vorkommen, in einer Langzeitstudie identifiziert werden.<\/p>\n<p>Es sollen zwei Hauptfragestellungen untersucht werden:1. Ab welcher Partikeldichte hat Mikroplastik negative Auswirkungen auf die Miesmuschel <em>Mytilus edulis<\/em>?2. Ab welcher Expositionszeit hat Mikroplastik negative Auswirkungen auf die Miesmuschel <em>Mytilus edulis<\/em>?Um diese Fragestellungen zu beantworten wird zun\u00c3\u00a4chst ein Monitoring von Mikroplastik in der Wassers\u00c3\u00a4ule der Kieler F\u00c3\u00b6rde im f\u00c3\u00bcr Muscheln aufnehmbaren Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178enbereich (<500\u00c2\u00b5m) durchgef\u00c3\u00bchrt. Die dabei aufgefundenen Partikeldichten setzen die niedrigste Konzentration f\u00c3\u00bcr ein im Labor durchgef\u00c3\u00bchrtes Expositionsexperiment fest. Dabei sollen in einer maximal 12 monatigen Studie Miesmuscheln 5 verschiedenen PVC Partikeldichten ausgesetzt werden. Alle 6 Wochen werden Antwortvariablen gemessen, die die physiologische Fitness der Muscheln wiederspiegeln. Gemessen werden zum Beispiel Wachstum (\u00e2\u02c6\u2020 Schalenl\u00c3\u00a4nge), die Filtrationsleistung und die Produktion von Pseudofaeces und von Byssusf\u00c3\u00a4den. Alle 4 Monate werden destruktive Parameter wie der body condition index (Verh\u00c3\u00a4ltnis Weichk\u00c3\u00b6rper zur Schale) gemessen.<\/p>\n<p>Durch Verwendung umweltrealistischer Konzentrationen sowie Plastikpartikeln, die mit denen vergleichbar sind, die bei Monitoring Studien haupts\u00c3\u00a4chlich aufgefunden werden, soll eine \u00c3\u00b6kologisch relevante Einsch\u00c3\u00a4tzung des Gefahrenpotentials von Mikroplastik f\u00c3\u00bcr Muscheln erreicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auswirkungen von Mikroplastikpartikel auf die Miesmuschel Mytilus edulis Seit Beginn der Massenproduktion von Plastik vor 70 Jahren steigt die weltweite Produktion und der Verbrauch kontinuierlich an, dementsprechend macht Plastik mittlerweile bis zu 10% des weltweit anfallenden Abfalls aus. 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