{"id":52492,"date":"2026-02-11T10:48:26","date_gmt":"2026-02-11T09:48:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-423\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:27","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:27","slug":"20016-423","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-423\/","title":{"rendered":"Energiebezogene Rebound-Effekte in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern &#8211; eine kategoriale und empirische Analyse mit qualitativen und quantitativen Methoden auf Haushaltsebene"},"content":{"rendered":"<p>Rebound-Effekte in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern<\/p>\n<p>Um den Klimawandel zu begrenzen und langfristig die Entkopplung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum global zu erreichen, sind in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern der Energieverbrauch bzw. damit verbundene CO2-Emissionen so gering wie m\u00f6glich zu halten. Die Steigerung der Energieeffizienz wird hierbei als eine zentrale Strategie angesehen.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit Energieeffizienz-Ma\u00dfnahmen und erwarteten Einsparungen wird jedoch zunehmend von Rebound-Effekten gesprochen. Rebound-Effekte beschreiben das Ph\u00e4nomen, dass technisch erwartete Einsparungen in Folge von Effizienzgewinnen sich durch eine Verbrauchssteigerung nicht vollst\u00e4ndig in eine tats\u00e4chliche Energieeinsparung \u00fcberf\u00fchren lassen. Die Verbesserung der Effizienz wird ceteris paribus teilweise, oder im Extremfall ganz, aufgezehrt. Rebound-Effekte werden als \u201eunintended\u201c (unbeabsichtigte) Effekte definiert.<\/p>\n<p>Gleichwohl k\u00f6nnen Rebound-Effekte au\u00dferhalb des \u201aEnergieraums\u2019 sozio-\u00f6konomisch positive Effekte entfalten, welche durch Tr\u00e4ger von Entwicklungsprogrammen und -projekten antizipiert und beabsichtigt sein k\u00f6nnen. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern sollen Menschen auf Energie als Voraussetzung f\u00fcr Bildung, Gesundheit, produktive Nutzung wie z.B. die Herstellung von Lebensmitteln etc. zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ziel der Arbeit ist es, diesen trade off zwischen Energie- und Emissionseinspar- sowie Entwicklungszielen in Rebound-Effekten zu analysieren. Rebound-Effekte werden in (1) entwicklungspolitisch beabsichtigte und (2) in unbeabsichtigte Wirkungen, welche durch flankierende Ma\u00dfnahmen zu vermeiden sind, unterschieden. Der trade off, der durch lenkende Ma\u00dfnahmen nicht aufzuheben ist, besteht zwischen den \u201averlorenen\u2019 Energieeinsparungen und beabsichtigten sozio-\u00f6konomischen Effekten.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr werden Rebound-Effekte in ihrer Entstehung zun\u00e4chst von anderen Effekten (z.B. Energiemehrverbrauch aufgrund von Einkommenszuw\u00e4chsen) kategorial abgegrenzt. Es wird ferner untersucht, welche Bedeutung Zeit bei der Entstehung und Wirkung von Rebound-Effekten zukommt und wie Rebound-Effekte vermieden bzw. gelenkt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In einem triangulativen Forschungsdesign werden qualitative und quantitative empirische Methoden integriert. Die qualitativen Erkenntnisse sollen die quantitative Auswertung anleiten und die Ergebnisse validieren helfen. In einem ersten Schritt werden qualitative Experteninterviews gef\u00fchrt und Evaluierungsstudien und -berichte f\u00fcr ausgew\u00e4hlte L\u00e4nder ausgewertet. Die qualitativen Untersuchungen sollen helfen, Rebound-Effekte im entwicklungspolitischen Kontext zu beleuchten und erste Ansatzpunkte zum besseren Verst\u00e4ndnis der Wirkungszusammenh\u00e4nge zu schaffen. Auf dieser Grundlage werden in einem zweiten Schritt monet\u00e4re und temporale Rebound-Effekte auf Grundlage von Mikrodaten f\u00fcr eine Landes-Fallstudie quantifiziert. Damit soll die Arbeit nicht nur theoretisch und kategorial die Rebound-Forschung weiterentwickeln, sondern auch zum Wissen \u00fcber die empirische Relevanz von Rebound-Effekten in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern beitragen.<\/p>\n<p>Es wird erwartet, dass praxisrelevante Erkenntnisse f\u00fcr globale Umweltaufgaben, insbesondere der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik, generiert werden k\u00f6nnen. Die Erkenntnisse der Arbeit k\u00f6nnen dazu beitragen, \u00fcber realisierbare Energieeinsparungen besser zu informieren und damit das Design und die Evaluierung von Energieeffizienzpolitiken bzw. -ma\u00dfnahmen zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rebound-Effekte in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern Um den Klimawandel zu begrenzen und langfristig die Entkopplung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum global zu erreichen, sind in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern der Energieverbrauch bzw. damit verbundene CO2-Emissionen so gering wie m\u00f6glich zu halten. Die Steigerung der Energieeffizienz wird hierbei als eine zentrale Strategie angesehen. 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