{"id":52488,"date":"2026-01-27T10:47:01","date_gmt":"2026-01-27T09:47:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-427\/"},"modified":"2026-01-27T10:47:03","modified_gmt":"2026-01-27T09:47:03","slug":"20016-427","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-427\/","title":{"rendered":"Adaption von Ferrimicrobium an und mikrobiologische Laugung von Kupfersulfiden in Gegenwart von Chlorid"},"content":{"rendered":"<p>Mikrobiologische Laugung von Kupfersulfiden in Gegenwart von Chlorid<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um den Bergbau so umweltvertr\u00e4glich wie m\u00f6glich zu gestalten, muss die die Vermeidung von Wasserverunreinigungen durch S\u00e4ure und Schwermetalle vermieden werden. Zudem ist eine Energieeinsparung durch die vollst\u00e4ndige Ausnutzung eines Erzes ein wichtiger Punkt. Bei der Verarbeitung von Erzen ist die Gewinnung von Metallen niemals zu 100% gew\u00e4hrleistet. Chalcopyrit, die gr\u00f6\u00dfte Kupferquelle in Mitteleuropa (Polen, Deutschland), aber auch weltweit, ist gegen\u00fcber Aufbereitungsverfahren wie der mikrobiellen Laugung relativ best\u00e4ndig. K\u00f6nnte man die Ausbeute von Kupfer aus Chalcopyrit von 40% auf 80% steigern, so m\u00fcssen weniger Umwelteingriffe und nur die H\u00e4lfte an Energie f\u00fcr die Zerkleinerung aufgebracht werden. Ein Verfahren zu effektiven Chalcopyrit-Laugung kann den Kupferbergbau insgesamt viel umweltvertr\u00e4glicher machen.<br \/>Abhilfe kann hier der Prozess der biologischen Laugung mit Bakterien schaffen, weil dieser speziell f\u00fcr Ressourcen mit niedrigen Metallgehalten geeignet ist. Die dabei relevanten Mikroorganismen leben bei niedrigem pH (ca. 2) und Gewinnen ihre Energie aus der Oxidation von Fe2+ zu Fe3+ (Eisen oxidierende Bakterien). <br \/>Das Projekt umfasst folgende Teilziele: Verst\u00e4ndnis der Mechanismen, die es dem acidophilen Eisen oxidierenden Bakterium Ferrimicrobium acidiphilum erm\u00f6glichen, hohe Chlorid\u0096Konzentrationen zu tolerieren und Untersuchung der Wirkung erh\u00f6hter Chlorid-Konzentrationen auf die L\u00f6slichkeit von insbesondere Kupfer aus reinen Kupfersulfiden und Kupferschiefer. Gegenstand der Untersuchungen ist dabei vor allem das quantitativ am h\u00e4ufigsten vorkommende Kupfermineral Chalcopyrit, das relativ best\u00e4ndig gegen\u00fcber biologischer Laugung ist. Chalcopyrit ist die gr\u00f6\u00dfte Kupferquelle in Mitteleuropa (Polen, Deutschland) aber auch weltweit. Das Problem bei der Laugung von Chalcopyrit besteht in der Bildung passivierender Schichten (Schwefel, Jarosit). Abhilfe schaffen kann hierbei die Zugabe von Chlorid zum Laugungsansatz, da Chlorid kationische und anionische Komplexe (nicht nur) mit Kupfer-Ionen bildet. Wichtig ist, dass wesentliche Effekte schon bei geringen Chlorid-Konzentrationen beobachtet wurden. Ein weiterer Aspekt zur Verwendung von Chlorid bei der Biolaugung bezieht sich auf die Laugung von Kupferschiefer-Lagerst\u00e4tten oder auch Sphalerit-Erzen aus der Reichen Zeche. Hier besteht das Problem der Pufferung durch hohe Carbonat-Gehalte. Durch Ans\u00e4uerung des Laugungsansatzes mit HCl kann die bei der \u00fcbliche Ans\u00e4uerung mit H2SO4 entstehende Gipsschicht (CaSO4) vermieden werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikrobiologische Laugung von Kupfersulfiden in Gegenwart von Chlorid Um den Bergbau so umweltvertr\u00e4glich wie m\u00f6glich zu gestalten, muss die die Vermeidung von Wasserverunreinigungen durch S\u00e4ure und Schwermetalle vermieden werden. 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