{"id":52486,"date":"2026-01-27T10:47:01","date_gmt":"2026-01-27T09:47:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-429\/"},"modified":"2026-01-27T10:47:03","modified_gmt":"2026-01-27T09:47:03","slug":"20016-429","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-429\/","title":{"rendered":"Erh\u00f6hung der Sensitivit\u00e4t und Durchsatzleistung des akuten Fischembryotoxizit\u00e4tstests f\u00fcr das Umweltmonitoring und zur wirkungsorientierten Gruppierung von Chemikalien unter Verwendung verhaltensbasierter und morphologischer Endpunkte"},"content":{"rendered":"<p>Optimierung und Erweiterung des akuten Fischembryotoxizit\u00e4tstests f\u00fcr das Umweltmonitoring<\/p>\n<p>Der \u0084gute chemische Zustand\u0093 deutscher Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser steht im Kontrast zu einem \u00fcberwiegend \u0084m\u00e4\u00dfigen\u0093 bis \u0084schlechten \u00f6kologischen Zustand\u0093. Da die Einstufung des chemischen Zustandes lediglich chemisch-analytisch anhand festgelegter Konzentrationen (Umweltqualit\u00e4tsnormen) f\u00fcr eine begrenzte Anzahl priorit\u00e4rer Chemikalien erfolgt, besteht die Gefahr \u00f6kotoxikologisch relevante, biologisch wirksame Umweltchemikalien, Transformationsprodukte und deren Einzel- bzw. Mischungseffekte zu \u00fcbersehen. Aktuelle Studien zeigen dass in gro\u00dfen europ\u00e4ischen Fl\u00fcssen (z.B. Donau, Rhein, Elbe oder Ebro), neben Chemikalien mit unbekanntem Wirkmechanismus, vor allem neuroaktive Chemikalien wie bestimmte Pestizide, Pharmaka und Industriechemikalien die gr\u00f6\u00dfte Wirkgruppe repr\u00e4sentieren. Bioanalytische, Effekt-basierte Testsysteme, wie der akute Fischembryotoxizit\u00e4tstest (OECD-Pr\u00fcfrichtlinie 236), erm\u00f6glichen eine direkte Verkn\u00fcpfung von chemischer Exposition und Umweltschutzzielen. Angesichts der hohen Diversit\u00e4t und zumeist niedrigen Umweltkonzentration, sowie der hohen chronischen Toxizit\u00e4t neuroaktiver Chemikalien erlaubt die alleinige Erfassung letaler Endpunkte im Rahmen des akuten Fischembryotoxizit\u00e4tstests jedoch keine quantitativ ad\u00e4quate, \u00f6kotoxikologische Bewertung von Umweltproben. Im vorliegenden Forschungsvorhaben wird deshalb eine Erh\u00f6hung der Sensitivit\u00e4t und Durchsatzleistung des akuten Fischembryotoxizit\u00e4tstests vorgeschlagen, um die subletalen\/ chronischen Wirkungen umweltrelevanter, neuroaktiver Chemikalien zu erfassen und abzusch\u00e4tzen und diese anhand der Ergebnisse zu gruppieren. Mithilfe modernster, automatisierter, verhaltens , sowie Morphologie- und Physiologie-basierter Testverfahren sollen subletale Effekte neuroaktiver Chemikalien sensitiv und durchsatzstark erfasst werden. Die ph\u00e4notypischen Endpunkte sollen anhand einer weiterentwickelten Barcode-Methode zur Charakterisierung und Gruppierung von Wirkmechanismen dienen. Diese wirkspezifischen Barcodes k\u00f6nnen dann unter anderem zur Identifizierung chemischer Treiber f\u00fcr Toxizit\u00e4t im Umweltmonitoring eingesetzt werden. Hierzu ist zun\u00e4chst die Etablierung bzw. Optimierung der ben\u00f6tigten technischen Instrumente und Methoden, sowie der Software-gest\u00fctzten Datenauswertung erforderlich. Au\u00dferdem ist die Erweiterung der von Kokel et al. (2010) f\u00fcr neuroaktive Substanzen entwickelten Barcode-Methode zur Auswertung weiterer verhaltensbiologischer, morphologischer und physiologischer Endpunkte n\u00f6tig. Das Produkt dieses Forschungsvorhabens ist ein sensitives, leistungsf\u00e4higes, bioanalytisches Testsystem, welches das ad\u00e4quate Umweltmonitoring von Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern, aber auch die wirkungsspezifische Einordnung einzelner Chemikalien erlaubt. Das vorgeschlagene Testsystem tr\u00e4gt somit auch nachhaltig zu einem vorsorgenden, integrierten Umweltschutz bei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Optimierung und Erweiterung des akuten Fischembryotoxizit\u00e4tstests f\u00fcr das Umweltmonitoring Der \u0084gute chemische Zustand\u0093 deutscher Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser steht im Kontrast zu einem \u00fcberwiegend \u0084m\u00e4\u00dfigen\u0093 bis \u0084schlechten \u00f6kologischen Zustand\u0093. 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