{"id":52467,"date":"2026-02-11T10:48:22","date_gmt":"2026-02-11T09:48:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-448\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:25","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:25","slug":"20016-448","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-448\/","title":{"rendered":"Auswirkungen des globalen Wandels auf die Biodiversit\u00e4t von montanen Allmendweide-\u00d6kosystemen: Kausalanalyse und Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien"},"content":{"rendered":"<p>Biodiversit\u00e4t und globaler Wandel in montanen Allmendweiden<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der Biodiversit\u00e4t ist weltweit eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit. Als Hauptursache f\u00fcr den Verlust der Artenvielfalt gelten der Klima- und der Landnutzungswandel. In Mitteleuropa zeichnen sich vor allem mageres Grasland und Moore durch einen hohen Artenreichtum und das Vorkommen einer Vielzahl seltener und bedrohter Arten aus, weshalb ihnen eine herausragende Bedeutung f\u00fcr die Erhaltung der europ\u00e4ischen Biodiversit\u00e4t zukommt. H\u00e4ufig sind solche Habitate noch in Allmendweidesystemen der montanen Lagen. Deren Fl\u00e4chenausdehnung und Bedeutung ist in Mitteleuropa in den letzten 150 Jahren allerdings stark zur\u00fcckgegangen. Neben dem andauernden Fl\u00e4chenverlust stellt insbesondere der Klimawandel eine ernstzunehmende<br \/>Bedrohung der dort ans\u00e4ssigen Lebensgemeinschaften dar, da montane Lebensr\u00e4ume besonders sensibel auf Klimaver\u00e4nderungen reagieren. Dennoch liegen f\u00fcr Mitteleuropa bis heute nur wenige Studien vor, die die Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf verschiedene Tiergruppen in montanen Allmendweide-\u00d6kosystemen betrachten.<br \/>Im Rahmen dieses Promotionsvorhabens sollen daher erstmals umfassende Analysen zu den Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf die Lebensgemeinschaften in montanen Allmendweiden durchgef\u00fchrt werden. In einem repr\u00e4sentativen Ausschnitt eines mitteleurop\u00e4ischen Mittelgebirges (S\u00fcdschwarzwald; Schwerpunkt Oberer Hotzenwald) werden hierzu Allmendweidesysteme mit gro\u00dffl\u00e4chigen Vorkommen von magerem Grasland sowie einer Vielzahl von Mooren<br \/>untersucht.<br \/>Die Studie zeichnet sich durch einen breiten bioz\u00f6notischen Ansatz aus, der die Erfassung von drei taxonomischen Gruppen (V\u00f6gel, Heuschrecken und Tagfalter) umfasst. Alle drei Indikatorgruppen gelten als exzellente Bioindikatoren f\u00fcr \u00c4nderungen der Umweltbedingungen auf Habitat oder gar auf Landschaftsebene. Jedoch reagieren nicht alle Taxa gleich schnell auf ver\u00e4nderte Umweltbedingungen. Zudem ist h\u00e4ufig unklar, ob die Ver\u00e4nderungen im Arteninventar durch den Klimawandel oder durch den Landnutzungswandel hervorgerufen werden.<br \/>F\u00fcr alle Gruppen liegen historische Referenzdaten (vornehmlich aus den Jahren 1990\u20131997) vor, die eine detaillierte Analyse der Populationsentwicklungen der Indikatororganismen unter dem Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel erlauben. Au\u00dferdem soll die Bedeutung von Klima, Habitatqualit\u00e4t und Landschaftskonfiguration sowie naturschutzfachlichen Pflegema\u00dfnahmen untersucht werden.<br \/>Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen Empfehlungen f\u00fcr das nachhaltige Management von montanem Offenland auf der Habitat- und Landschaftsebene abgeleitet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biodiversit\u00e4t und globaler Wandel in montanen Allmendweiden Der R\u00fcckgang der Biodiversit\u00e4t ist weltweit eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit. Als Hauptursache f\u00fcr den Verlust der Artenvielfalt gelten der Klima- und der Landnutzungswandel. 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