{"id":52467,"date":"2026-10-23T12:48:47","date_gmt":"2026-10-23T10:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-448\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:49","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:49","slug":"20016-448","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-448\/","title":{"rendered":"Auswirkungen des globalen Wandels auf die Biodiversit\u00c3\u00a4t von montanen Allmendweide-\u00c3\u2013kosystemen: Kausalanalyse und Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien"},"content":{"rendered":"<p>Biodiversit\u00e4t und globaler Wandel in montanen Allmendweiden<\/p>\n<p>Der R\u00c3\u00bcckgang der Biodiversit\u00c3\u00a4t ist weltweit eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit. Als Hauptursache f\u00c3\u00bcr den Verlust der Artenvielfalt gelten der Klima- und der Landnutzungswandel. In Mitteleuropa zeichnen sich vor allem mageres Grasland und Moore durch einen hohen Artenreichtum und das Vorkommen einer Vielzahl seltener und bedrohter Arten aus, weshalb ihnen eine herausragende Bedeutung f\u00c3\u00bcr die Erhaltung der europ\u00c3\u00a4ischen Biodiversit\u00c3\u00a4t zukommt. H\u00c3\u00a4ufig sind solche Habitate noch in Allmendweidesystemen der montanen Lagen. Deren Fl\u00c3\u00a4chenausdehnung und Bedeutung ist in Mitteleuropa in den letzten 150 Jahren allerdings stark zur\u00c3\u00bcckgegangen. Neben dem andauernden Fl\u00c3\u00a4chenverlust stellt insbesondere der Klimawandel eine ernstzunehmende<br \/>Bedrohung der dort ans\u00c3\u00a4ssigen Lebensgemeinschaften dar, da montane Lebensr\u00c3\u00a4ume besonders sensibel auf Klimaver\u00c3\u00a4nderungen reagieren. Dennoch liegen f\u00c3\u00bcr Mitteleuropa bis heute nur wenige Studien vor, die die Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf verschiedene Tiergruppen in montanen Allmendweide-\u00c3\u2013kosystemen betrachten.<br \/>Im Rahmen dieses Promotionsvorhabens sollen daher erstmals umfassende Analysen zu den Auswirkungen des Landnutzungs- und Klimawandels auf die Lebensgemeinschaften in montanen Allmendweiden durchgef\u00c3\u00bchrt werden. In einem repr\u00c3\u00a4sentativen Ausschnitt eines mitteleurop\u00c3\u00a4ischen Mittelgebirges (S\u00c3\u00bcdschwarzwald; Schwerpunkt Oberer Hotzenwald) werden hierzu Allmendweidesysteme mit gro\u00c3\u0178fl\u00c3\u00a4chigen Vorkommen von magerem Grasland sowie einer Vielzahl von Mooren<br \/>untersucht.<br \/>Die Studie zeichnet sich durch einen breiten bioz\u00c3\u00b6notischen Ansatz aus, der die Erfassung von drei taxonomischen Gruppen (V\u00c3\u00b6gel, Heuschrecken und Tagfalter) umfasst. Alle drei Indikatorgruppen gelten als exzellente Bioindikatoren f\u00c3\u00bcr \u00c3\u201enderungen der Umweltbedingungen auf Habitat oder gar auf Landschaftsebene. Jedoch reagieren nicht alle Taxa gleich schnell auf ver\u00c3\u00a4nderte Umweltbedingungen. Zudem ist h\u00c3\u00a4ufig unklar, ob die Ver\u00c3\u00a4nderungen im Arteninventar durch den Klimawandel oder durch den Landnutzungswandel hervorgerufen werden.<br \/>F\u00c3\u00bcr alle Gruppen liegen historische Referenzdaten (vornehmlich aus den Jahren 1990\u00e2\u20ac\u201c1997) vor, die eine detaillierte Analyse der Populationsentwicklungen der Indikatororganismen unter dem Einfluss von Klima- und Landnutzungswandel erlauben. Au\u00c3\u0178erdem soll die Bedeutung von Klima, Habitatqualit\u00c3\u00a4t und Landschaftskonfiguration sowie naturschutzfachlichen Pflegema\u00c3\u0178nahmen untersucht werden.<br \/>Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sollen Empfehlungen f\u00c3\u00bcr das nachhaltige Management von montanem Offenland auf der Habitat- und Landschaftsebene abgeleitet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biodiversit\u00e4t und globaler Wandel in montanen Allmendweiden Der R\u00c3\u00bcckgang der Biodiversit\u00c3\u00a4t ist weltweit eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit. Als Hauptursache f\u00c3\u00bcr den Verlust der Artenvielfalt gelten der Klima- und der Landnutzungswandel. 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