{"id":52466,"date":"2026-02-11T10:48:22","date_gmt":"2026-02-11T09:48:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-449\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:24","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:24","slug":"20016-449","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-449\/","title":{"rendered":"Charakterisierung von Feststoffen auf urbanen Verkehrsfl\u00e4chen als potenzielle Schadstofftr\u00e4ger im Verkehrsfl\u00e4chenabfluss &#8211; Entwicklung einer Methode zur Messung der Sinkgeschwindigkeit und absetzrelevanter Kenngr\u00f6\u00dfen verkehrsfl\u00e4chenb\u00fcrtiger Feststoffe"},"content":{"rendered":"<p>Eigenschaftsgr\u00f6\u00dfen von Feststoffen in Niederschlagsabfl\u00fcssen von Verkehrsfl\u00e4chen<\/p>\n<p>Verkehrsfl\u00e4chenb\u00fcrtige Feststoffe enthalten Schadstoffe wie Schwermetalle, die im Regenereignis abflie\u00dfen und in Gew\u00e4ssern toxisch wirken k\u00f6nnen. Da ein gro\u00dfer Teil vieler Schwermetalle partikul\u00e4r vorliegt, k\u00f6nnen diese durch eine Behandlung mittels Sedimentation zur\u00fcckgehalten werden. Zur Optimierung des Feststoff- und damit Schadstoffr\u00fcckhaltes ist eine Erweiterung des Kenntnisstandes zum Absetzverhalten schadstofftragender Feststoffe n\u00f6tig. Es ist bekannt, dass das Schadstoffaufkommen standortspezifisch variiert. Bez\u00fcglich der f\u00fcr die Sedimentation absetzrelevanten Kenngr\u00f6\u00dfen wie Partikelgr\u00f6\u00dfe und Dichte wurde der Einfluss standortspezifischer Randbedingungen auf die Zusammensetzung noch nicht umfassend untersucht. Weiter mangelt es an einer Methode zur Messung des Absetzverhaltens unter kontrollierten Bedingungen. Diese Arbeit liefert hierzu einen Beitrag.<\/p>\n<p>Anhand einer Literaturstudie zu Feststoffdepositionen und -abfl\u00fcssen von Verkehrsfl\u00e4chen wurde f\u00fcr die absetzrelevanten Kenngr\u00f6\u00dfen Partikelgr\u00f6\u00dfe, -form, -dichte und organischer Anteil eine Metadatenauswertung hinsichtlich methoden- und standortspezifischen Randbedingungen durchgef\u00fchrt. F\u00fcr organische Anteile in Abfl\u00fcssen konnte eine gesicherte Datengrundlage und Durchschnittswerte ermittelt werden. Die Datengrundlage f\u00fcr die weiteren Kenngr\u00f6\u00dfen ist bislang gering. Der Mangel an Befunden zu absetzrelevanten Kenngr\u00f6\u00dfen unterstreicht die Notwendigkeit vertiefter Untersuchungen zur Charakterisierung verkehrsfl\u00e4chenb\u00fcrtiger Feststoffe. In einem umfangreichen Messprogramm wurden an zehn Standorten in Frankfurt am Main von 2016 bis 2018 Feststoffe in der Trockenperiode auf der Verkehrsfl\u00e4che gewonnen und hinsichtlich der genannten absetzrelevanten Kenngr\u00f6\u00dfen untersucht. Standortspezifische Einfl\u00fcsse wurden statistisch nachgewiesen. Feststoffaufkommen und deren Partikelgr\u00f6\u00dfe liegen unabh\u00e4ngig vom Standort nur mit geringer Variabilit\u00e4t vor. Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen der Verkehrsst\u00e4rke und dem Feststoffaufkommen. Organische Anteile sind eine Funktion der vorherrschenden Vegetation am Standort. Sie variieren saisonal. Es konnte ein negativ linearer Zusammenhang zwischen der Dichte und den organischen Anteilen nachgewiesen werden. Diese Arbeit liefert damit eine neue Datengrundlage f\u00fcr die Modellierung von Transportprozessen von Feststoffen und ihren absetzrelevanten Kenngr\u00f6\u00dfen von unterschiedlichen Verkehrsfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Weiter wurde ein Laborverfahren zur Bestimmung des Absetzverhaltens verkehrsfl\u00e4chenb\u00fcrtiger Feststoffe in konstanter Zusammensetzung (Partikelgr\u00f6\u00dfenverteilung und Feststoffkonzentration) entwickelt und mit der geschaffenen Datengrundlage validiert. Es wurden erste Erkenntnisse zum Absetzverhalten von Feststoffen, organischen Anteilen und Schwermetallen gewonnen. Im untersuchten Szenario sedimentieren die Partikel diskret bedingt durch die Partikelgr\u00f6\u00dfe und organischen Anteile. Das Absetzverhalten der Schwermetalle korreliert mit den Feststoffen. \u00dcberproportional hohe Schwermetallkonzentrationen in feinen Partikelanteilen bedeuten jedoch eine verringerte Absetzbarkeit der jeweiligen Schwermetallanteile.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Behandlung von Abfl\u00fcssen aus Verkehrsfl\u00e4chen mit viel Vegetation am Standort legen diese Ergebnisse nahe, dass mit reduzierten Feststoffwirkungsgraden aufgrund verminderter Absetzbarkeit leichterer Bestandteile mit geringer Dichte zu rechnen ist. Bez\u00fcglich des Absetz-verhaltens der Schwermetalle deuten die Laborergebnisse darauf hin, dass mit zunehmendem Feststoffwirkungsgrad auch der Schadstoffwirkungsgrad steigt, jedoch je nach Schwermetallverteilung in unterschiedlichem Ausma\u00df. Die Verteilung der Schwermetalle innerhalb von Partikelgr\u00f6\u00dfenklassen einer Feststoffprobe ist neben den organischen Anteilen und der Dichte ein wichtiger Parameter zur Einsch\u00e4tzung der Absetzbarkeit bei diskretem Absetzverhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigenschaftsgr\u00f6\u00dfen von Feststoffen in Niederschlagsabfl\u00fcssen von Verkehrsfl\u00e4chen Verkehrsfl\u00e4chenb\u00fcrtige Feststoffe enthalten Schadstoffe wie Schwermetalle, die im Regenereignis abflie\u00dfen und in Gew\u00e4ssern toxisch wirken k\u00f6nnen. Da ein gro\u00dfer Teil vieler Schwermetalle partikul\u00e4r vorliegt, k\u00f6nnen diese durch eine Behandlung mittels Sedimentation zur\u00fcckgehalten werden. 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