{"id":52465,"date":"2026-02-28T10:46:25","date_gmt":"2026-02-28T09:46:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-450\/"},"modified":"2026-02-28T10:46:26","modified_gmt":"2026-02-28T09:46:26","slug":"20016-450","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-450\/","title":{"rendered":"Freilanduntersuchungen zum vegetativen Ausbreitungspotential heimischer und neophytischer Wasserpflanzen in Flie\u00dfgew\u00e4ssern anhand von Pflanzenfragmenten"},"content":{"rendered":"<p>Vegetatives Ausbreitungspotential submerser Wasserpflanzen in Flie\u00dfgew\u00e4ssern<\/p>\n<p>Invasionen durch gebietsfremde Wasserpflanzen stellen eine Hauptbedrohung f\u00fcr die biologische Artenvielfalt und Funktionalit\u00e4t von S\u00fc\u00dfwasser\u00f6kosystemen dar und schaden dem Wohlbefinden des Menschen sowie der Wirtschaft. Die meisten invasiven gebietsfremden Wasserpflanzen vermehren sich in ihren nicht-heimischen Verbreitungsgebieten \u00fcberwiegend vegetativ, wobei unspezialisierte Pflanzenfragmente als die wichtigsten Verbreitungseinheiten angesehen werden. Es mangelt jedoch immer noch an Wissen \u00fcber die artspezifische Ausbreitungskapazit\u00e4t durch Pflanzenfragmente und die zugrunde liegende Dynamik in Flie\u00dfgew\u00e4ssern. Gem\u00e4\u00df der neuen EU-Verordnung 1143\/2014 zur Pr\u00e4vention und dem Management der Einf\u00fchrung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten sind Informationen zur Fortpflanzung und den Ausbreitungsmustern einer Art obligatorisch. Um der EU-Verordnung zu entsprechen, wurden Labor- und Feldstudien in Flie\u00dfgew\u00e4ssern des Tieflandes zur Bewertung der Fragmentverbreitungskapazit\u00e4t einheimischer und invasiver gebietsfremder Wasserpflanzen anhand von vier Schl\u00fcsseleigenschaften durchgef\u00fchrt: (i) Fragmentierungsrate, (ii) Driftdistanz, (iii) Austrocknungs-resistenz, die f\u00fcr die Ausbreitung \u00fcber Land in isolierten Gew\u00e4ssern relevant ist, und (iv) Regenerations- und Kolonisierungspotential von Fragmenten. Die Ergebnisse dieser Arbeit verdeutlichen, dass die Fragmentverbreitungskapazit\u00e4t ein ma\u00dfgeblicher Faktor f\u00fcr die erfolgreiche und schnelle Ausbreitung vieler invasiver Wasserpflanzen weltweit ist. W\u00e4hrend der Ausbreitungs- und Invasionserfolg submerser Arten wie <em>Myriophyllum spicatum<\/em>, <em>Potamogeton crispus<\/em>, <em>Elodea canadensis<\/em>, <em>Elodea nuttallii<\/em> und <em>Hydrilla verticillata<\/em> gr\u00f6\u00dftenteils auf eine hohe Fragmentverbreitungskapazit\u00e4t zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann, scheint die Fragmentverbreitung nur eine untergeordnete Rolle f\u00fcr die Invasivit\u00e4t von <em>Lagarosiphon major<\/em> und <em>Myriophyllum heterophyllum<\/em> zu spielen. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass die Fragmentverbreitung stark von den hydrologischen und hydraulischen Flie\u00dfgew\u00e4ssereigenschaften abh\u00e4ngt und in Gew\u00e4ssern, die sich durch hohe Abfluss- und turbulente Str\u00f6mungsbedingungen auszeichnen, generell erh\u00f6ht ist. Folglich erfordert die Ausbreitung invasiver gebietsfremder Wasserpflanzen in gr\u00f6\u00dferen Flie\u00dfgew\u00e4ssern besondere Aufmerksamkeit, solange die Etablierung und Best\u00e4ndigkeit von Wasserpflanzen nicht durch die Str\u00f6mungsbedingungen verhindert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vegetatives Ausbreitungspotential submerser Wasserpflanzen in Flie\u00dfgew\u00e4ssern Invasionen durch gebietsfremde Wasserpflanzen stellen eine Hauptbedrohung f\u00fcr die biologische Artenvielfalt und Funktionalit\u00e4t von S\u00fc\u00dfwasser\u00f6kosystemen dar und schaden dem Wohlbefinden des Menschen sowie der Wirtschaft. Die meisten invasiven gebietsfremden Wasserpflanzen vermehren sich in ihren nicht-heimischen Verbreitungsgebieten \u00fcberwiegend vegetativ, wobei unspezialisierte Pflanzenfragmente als die wichtigsten Verbreitungseinheiten angesehen werden. 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