{"id":52462,"date":"2026-02-11T10:48:22","date_gmt":"2026-02-11T09:48:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-453\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:24","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:24","slug":"20016-453","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-453\/","title":{"rendered":"Untersuchungen zur F\u00e4higkeit von Seehunden (Phoca vitulina) zur Distanzabsch\u00e4tzung und -reproduktion ohne externe Informationsquellen"},"content":{"rendered":"<p>Distanzabsch\u00e4tzung bei Seehunden<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Im heutigen Zeitalter \u00fcbt der Mensch einen immer st\u00e4rkeren Einfluss auf die Weltmeere aus. Durch Bauma\u00dfnahmen hervorgerufene Eintr\u00fcbung, artifizielle Str\u00f6mungen oder die wachsende L\u00e4rmbelastung k\u00f6nnen f\u00fcr Meeress\u00e4uger in einem auch sonst schon eher strukturlosen Lebensraum eine Belastung darstellen und die Tiere in ihrer Orientierungsf\u00e4higkeit einschr\u00e4nken. Dem widerspricht jedoch, dass Meeress\u00e4uger, wie z.B. die Seehunde, oftmals auch von artifiziellen Strukturen zu profitieren scheinen und ihre Population stetig steigt. Das hei\u00dft im Umkehrschluss, dass sie trotz aller anthropogener Einfl\u00fcsse in ihrem Lebensraum hervorragend orientiert sind und dort sehr gut navigieren k\u00f6nnen. Es stellt sich also die Frage, welche Mechanismen die Tiere nutzen, gerade wenn Informationen der klassischen Sinnessysteme nicht genutzt werden k\u00f6nnen oder maskiert sind.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Im Rahmen meines Promotionsvorhabens m\u00f6chte ich dabei mit Hilfe eines neuartigen Forschungsansatzes, der neben den klassischen Sinnessystemen auch die fundamentalen Komponenten Raum und Zeit ber\u00fccksichtigt, bei der Beantwortung dieser Frage helfen. Als erste Ann\u00e4herung soll dabei die F\u00e4higkeit der Seehunde, Distanzen absch\u00e4tzen und reproduzieren zu k\u00f6nnen, untersucht werden. Daf\u00fcr wurde in den bisherigen Teilen des Promotionsvorhabens ein Gurtsystem mit zwei Markierungen benutzt. Diese Markierungen geben ein Distanzmusterintervall vor, welches der Seehund direkt im Anschluss in gleicher Schwimmrichtung reproduzieren soll. Dabei zeigte der Seehund im Allgemeinen eine sehr hohe Genauigkeit der Distanzreproduktion, die z.T. sogar die von Humanstudien \u00fcbertrifft. Diese Genauigkeit wurde auch beibehalten, als das Tier erstmalig und dann kontinuierlich die Aufgabe mit umgekehrter Schwimmrichtung, und damit ohne bereits bekannte externe Informationen, durchf\u00fchren musste.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Damit konnte zum ersten Mal die F\u00e4higkeit zur Absch\u00e4tzung verschiedener Distanzen bei Seehunden gezeigt werden. Sich nun anschlie\u00dfende Experimente sollen eine m\u00f6gliche Anwendung der Distanzabsch\u00e4tzung bei der Wegintegration, sowie die F\u00e4higkeit zur Einhaltung eines gerade Kurses, untersuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Distanzabsch\u00e4tzung bei Seehunden Im heutigen Zeitalter \u00fcbt der Mensch einen immer st\u00e4rkeren Einfluss auf die Weltmeere aus. 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