{"id":52455,"date":"2026-02-11T10:48:22","date_gmt":"2026-02-11T09:48:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-460\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:23","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:23","slug":"20016-460","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-460\/","title":{"rendered":"Charakterisierung und Modellierung von Degradationsprozessen hinsichtlich Leistungs- und State-of-Health-Prognose von PEM-Brennstoffzellen"},"content":{"rendered":"<p>Charakterisierung und Modellierung von Degradationsprozessen in PEM-Brennstoffzellen<\/p>\n<p>Brennstoffzellenantriebe bieten enormes Potential, zur Reduktion der globalen CO2-Emissionen des Verkehrssektors beizutragen. Seit Jahren steigt der Marktanteil an Brennstoffzellenfahrzeugen, dennoch sind diese noch nicht konkurrenzf\u00e4hig mit herk\u00f6mmlichen Verbrennungsmotoren. Grund daf\u00fcr sind hohe Herstellungskosten durch die Verwendung von Platinkatalysatoren sowie ein nicht reversibler Leistungsabfall der Zellen im Laufe des Betriebs (Degradation) und eine damit verbundene kurze Lebensdauer. Gegenstand dieser Promotion ist die Charakterisierung und Modellierung von Degradationsprozessen der Kathodenseite einer PEM-Brennstoffzelle, um zu verstehen, welche Zelleigenschaften und Betriebsbedingungen ma\u00dfgeblich f\u00fcr den beobachteten Leistungsabfall sind und in der Folge Verbesserungs- und Regelungsans\u00e4tze zu finden.<\/p>\n<p>Dazu wurden zun\u00e4chst umfassende beschleunigte Alterungstests an Laborzellen durchgef\u00fchrt. Der Zelle wurden im Rahmen verschiedener standardisierter Alterungsprotokolle bestimmte Potentiale aufgepr\u00e4gt, welche Charakteristika einer Autofahrt wie beispielsweise Beschleunigungsvorg\u00e4nge oder Fahrt bei gleichbleibendem Tempo simulieren. Dies hat morphologische \u00c4nderungen der Kathodenstruktur zufolge, so etwa verschiedene Migrationsprozesse der Platin-Katalysatorpartikel oder Korrosion der Kohlenstoff-Tr\u00e4gerstruktur. Mittels der vorgenommenen Experimente wurden solche Degradationsprozesse insbesondere hinsichtlich ihrer gegenseitigen Wechselwirkungen sowie ihrer Abh\u00e4ngigkeit von den angelegten Betriebsbedingungen charakterisiert.<\/p>\n<p>Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zur Erstellung eines ganzheitlichen, belastbaren State-of-Health-Modells genutzt. Dieses Modell besteht aus zwei Teilmodellen. Kernelement ist ein Degradationsmodell, das dominierende Degradationsprozesse, deren Interaktion und als Konsequenz die Ver\u00e4nderung der Kathodenmorphologie beschreibt. Zweites Teilmodell ist ein Performancemodell, das weitere Zellkomponenten wie Gasdiffusionsschichten und Membran sowie die \u00e4u\u00dferlich vorgegebenen Betriebsbedingungen ber\u00fccksichtigt. Mit letzterem kann in Kombination mit der vom Degradationsmodell berechneten Kathodenstruktur die aktuelle Leistung der Zelle simuliert und direkt mit experimentellen Messungen verglichen werden.<\/p>\n<p>Beide Teilmodelle wurden w\u00e4hrend der Erstellung und der\u00a0Kopplung zum State-of-Health-Modell ausgiebig anhand der eigenen Messungen sowie Literaturdaten validiert. Die Simulationsergebnisse des State-of-Health-Modells zeigen, dass das das Modell quantitativ belastbare Vorhersagen des Zellverhaltens f\u00fcr ein breites Spektrum an Betriebsszenarien\u00a0trifft. In der verbleibenden Promotionszeit soll daher durch geeignete Modellreduktion eine schnelle Berechnung und damit ein Einsatz zur Echtzeit-Diagnose oder Regelung erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Charakterisierung und Modellierung von Degradationsprozessen in PEM-Brennstoffzellen Brennstoffzellenantriebe bieten enormes Potential, zur Reduktion der globalen CO2-Emissionen des Verkehrssektors beizutragen. Seit Jahren steigt der Marktanteil an Brennstoffzellenfahrzeugen, dennoch sind diese noch nicht konkurrenzf\u00e4hig mit herk\u00f6mmlichen Verbrennungsmotoren. Grund daf\u00fcr sind hohe Herstellungskosten durch die Verwendung von Platinkatalysatoren sowie ein nicht reversibler Leistungsabfall der Zellen im Laufe des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52455","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20016\/460","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Scherzer","dbu_stipendiaten_vorname":"Anne-Christine","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2017-02-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2020-01-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Leibniz Universit\u00e4t Hannover Institut f\u00fcr Elektrische Energiesysteme Fachbereich Elektrische Energiespeichersysteme","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Richard Hanke-Rauschenbach","dbu_stipendiaten_email_dienst":"anne-christine.scherzer@posteo.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58467,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52455\/revisions\/58467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}