{"id":52450,"date":"2026-10-23T12:48:44","date_gmt":"2026-10-23T10:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-466\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:46","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:46","slug":"20016-466","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-466\/","title":{"rendered":"Licht oder Schatten? &#8211; Optimierung von Naturschutzma\u00c3\u0178nahmen f\u00c3\u00bcr xylobionte K\u00c3\u00a4fer"},"content":{"rendered":"<p>Licht oder Schatten? &#8211; Optimierung von Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr xylobionte K\u00e4fer<\/p>\n<p style=\"margin-top:18pt;margin-right:-14.2pt;margin-bottom:0.0001pt;margin-left:-14.2pt;text-align:justify;text-indent:49.6pt;line-height:150%;\"><span style=\"font-family:Arial, sans-serif;\">Totholz \u00c3\u00bcbernimmt f\u00c3\u00bcr die Biodiversit\u00c3\u00a4t in Wald\u00c3\u00b6kosystemen eine zentrale Schl\u00c3\u00bcsselfunktion. Es ist Lebensraum zahlreicher Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die sich besonders an dieses Habitat angepasst haben. Aufgrund der historisch bedingten Waldentwicklung und dem damit verbundenen Verlust an uralten, absterbenden B\u00c3\u00a4umen, gelten viele der Arten jedoch heute als gef\u00c3\u00a4hrdet. Erst vor etwa 25 Jahren wurde die Bedeutung von Totholz f\u00c3\u00bcr den Natur- und Artenschutz erkannt. Dies hat bereits dazu gef\u00c3\u00bchrt, dass heute nahezu alle staatlichen Forstbetriebe \u00c3\u00bcber eigene Konzepte zur Totholzanreicherung verf\u00c3\u00bcgen. Diese zielen vor allem auf eine mengenm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ige Anreicherung dieser Ressource sowie der Anweisung von Habitatb\u00c3\u00a4umen ab. Verschiedene Studien in j\u00c3\u00bcngerer Zeit haben jedoch gezeigt, dass der Totholzdurchmesser, die Baumart und insbesondere die Sonnenexposition eine entscheidende Rolle f\u00c3\u00bcr den \u00c3\u00b6kologischen Wert haben, weniger die Menge. Eine Analyse zum Gef\u00c3\u00a4hrdungspotential xylobionter K\u00c3\u00a4fer ergab zus\u00c3\u00a4tzlich, dass Arten, die sonnenexponierte Laubholzst\u00c3\u00a4mme ben\u00c3\u00b6tigen, besonders bedroht sind. Dennoch fehlt bis jetzt ein grund\u00c3\u00b6kologisches Verst\u00c3\u00a4ndnis wie die Interaktion von Baumart und Sonnenexposition sich auf Gemeinschaften von Totholzk\u00c3\u00a4fern auswirken. Existierende, h\u00c3\u00a4ufig nicht experimentell durchgef\u00c3\u00bchrte Studien beschr\u00c3\u00a4nken sich entweder auf wenige Baumarten oder wurden unter der gleichen Sonnenexposition durchgef\u00c3\u00bchrt. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top:0cm;margin-right:-14.2pt;margin-bottom:0.0001pt;margin-left:-14.2pt;text-align:justify;text-indent:49.6pt;line-height:150%;\"><span style=\"font-family:Arial, sans-serif;\">F\u00c3\u00bcr einen Forstbetrieb stellt jedes Belassen von ungenutztem Holz auch einen finanziellen Verlust dar. Die Totholzanreicherung sollte daher auf \u00c3\u00b6kologisch-\u00c3\u00b6konomisch optimierter Art und Weise erfolgen. Die Forstwirtschaft hat aus diesem Grund gro\u00c3\u0178es Interesse ihre bisherigen Strategien, auch im Sinne des Erhalts von Biodiversit\u00c3\u00a4t weiterzuentwickeln: In Kooperation mit einem Forstbetrieb wurden St\u00c3\u00a4mme wie auch \u00c3\u201este von drei Lichtbaumarten (Aspe, Eiche, Kiefer) wie auch Schattenbaumarten (Buche, Hainbuche, Tanne) in unterschiedlicher Sonnenexpositionen (Bestandsschatten, Freifl\u00c3\u00a4che, k\u00c3\u00bcnstliche Abschattung) ausgelegt. Von bzw. auf diesen Totholzobjekten werden totholzbewohnende K\u00c3\u00a4fer wie auch parasitoide Hymenopteren, Spinnen und Pilze erfasst. Ein anschlie\u00c3\u0178ender Vergleich von Arten, Artgemeinschaften und funktionalen Gruppen erm\u00c3\u00b6glicht dann eine Optimierung von Naturschutzkonzepten im Wald. Daf\u00c3\u00bcr soll auch die Interaktion von Licht- und Schattenbaumarten auf die jeweiligen Artgemeinschaften untersucht werden. Am Ende des Promotionsvorhabens sollen, auch in direkter Kooperation mit Forstpraktikern, einfache und praxistaugliche Empfehlungen f\u00c3\u00bcr den Schutz totholzbewohnender Arten in Wirtschaftsw\u00c3\u00a4ldern gegeben werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Licht oder Schatten? &#8211; Optimierung von Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr xylobionte K\u00e4fer Totholz \u00c3\u00bcbernimmt f\u00c3\u00bcr die Biodiversit\u00c3\u00a4t in Wald\u00c3\u00b6kosystemen eine zentrale Schl\u00c3\u00bcsselfunktion. Es ist Lebensraum zahlreicher Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die sich besonders an dieses Habitat angepasst haben. 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