{"id":52450,"date":"2026-02-09T10:48:32","date_gmt":"2026-02-09T09:48:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20016-466\/"},"modified":"2026-02-09T10:48:32","modified_gmt":"2026-02-09T09:48:32","slug":"20016-466","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20016-466\/","title":{"rendered":"Licht oder Schatten? &#8211; Optimierung von Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr xylobionte K\u00e4fer"},"content":{"rendered":"<p>Licht oder Schatten? &#8211; Optimierung von Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr xylobionte K\u00e4fer<\/p>\n<p style=\"margin-top:18pt;margin-right:-14.2pt;margin-bottom:0.0001pt;margin-left:-14.2pt;text-align:justify;text-indent:49.6pt;line-height:150%;\"><span style=\"font-family:Arial, sans-serif;\">Totholz \u00fcbernimmt f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t in Wald\u00f6kosystemen eine zentrale Schl\u00fcsselfunktion. Es ist Lebensraum zahlreicher Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die sich besonders an dieses Habitat angepasst haben. Aufgrund der historisch bedingten Waldentwicklung und dem damit verbundenen Verlust an uralten, absterbenden B\u00e4umen, gelten viele der Arten jedoch heute als gef\u00e4hrdet. Erst vor etwa 25 Jahren wurde die Bedeutung von Totholz f\u00fcr den Natur- und Artenschutz erkannt. Dies hat bereits dazu gef\u00fchrt, dass heute nahezu alle staatlichen Forstbetriebe \u00fcber eigene Konzepte zur Totholzanreicherung verf\u00fcgen. Diese zielen vor allem auf eine mengenm\u00e4\u00dfige Anreicherung dieser Ressource sowie der Anweisung von Habitatb\u00e4umen ab. Verschiedene Studien in j\u00fcngerer Zeit haben jedoch gezeigt, dass der Totholzdurchmesser, die Baumart und insbesondere die Sonnenexposition eine entscheidende Rolle f\u00fcr den \u00f6kologischen Wert haben, weniger die Menge. Eine Analyse zum Gef\u00e4hrdungspotential xylobionter K\u00e4fer ergab zus\u00e4tzlich, dass Arten, die sonnenexponierte Laubholzst\u00e4mme ben\u00f6tigen, besonders bedroht sind. Dennoch fehlt bis jetzt ein grund\u00f6kologisches Verst\u00e4ndnis wie die Interaktion von Baumart und Sonnenexposition sich auf Gemeinschaften von Totholzk\u00e4fern auswirken. Existierende, h\u00e4ufig nicht experimentell durchgef\u00fchrte Studien beschr\u00e4nken sich entweder auf wenige Baumarten oder wurden unter der gleichen Sonnenexposition durchgef\u00fchrt. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-top:0cm;margin-right:-14.2pt;margin-bottom:0.0001pt;margin-left:-14.2pt;text-align:justify;text-indent:49.6pt;line-height:150%;\"><span style=\"font-family:Arial, sans-serif;\">F\u00fcr einen Forstbetrieb stellt jedes Belassen von ungenutztem Holz auch einen finanziellen Verlust dar. Die Totholzanreicherung sollte daher auf \u00f6kologisch-\u00f6konomisch optimierter Art und Weise erfolgen. Die Forstwirtschaft hat aus diesem Grund gro\u00dfes Interesse ihre bisherigen Strategien, auch im Sinne des Erhalts von Biodiversit\u00e4t weiterzuentwickeln: In Kooperation mit einem Forstbetrieb wurden St\u00e4mme wie auch \u00c4ste von drei Lichtbaumarten (Aspe, Eiche, Kiefer) wie auch Schattenbaumarten (Buche, Hainbuche, Tanne) in unterschiedlicher Sonnenexpositionen (Bestandsschatten, Freifl\u00e4che, k\u00fcnstliche Abschattung) ausgelegt. Von bzw. auf diesen Totholzobjekten werden totholzbewohnende K\u00e4fer wie auch parasitoide Hymenopteren, Spinnen und Pilze erfasst. Ein anschlie\u00dfender Vergleich von Arten, Artgemeinschaften und funktionalen Gruppen erm\u00f6glicht dann eine Optimierung von Naturschutzkonzepten im Wald. Daf\u00fcr soll auch die Interaktion von Licht- und Schattenbaumarten auf die jeweiligen Artgemeinschaften untersucht werden. Am Ende des Promotionsvorhabens sollen, auch in direkter Kooperation mit Forstpraktikern, einfache und praxistaugliche Empfehlungen f\u00fcr den Schutz totholzbewohnender Arten in Wirtschaftsw\u00e4ldern gegeben werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Licht oder Schatten? &#8211; Optimierung von Naturschutzma\u00dfnahmen f\u00fcr xylobionte K\u00e4fer Totholz \u00fcbernimmt f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t in Wald\u00f6kosystemen eine zentrale Schl\u00fcsselfunktion. Es ist Lebensraum zahlreicher Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die sich besonders an dieses Habitat angepasst haben. 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