{"id":52432,"date":"2026-01-27T10:46:56","date_gmt":"2026-01-27T09:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20017-484\/"},"modified":"2026-01-27T10:46:56","modified_gmt":"2026-01-27T09:46:56","slug":"20017-484","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20017-484\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Schnellbestimmungsmethoden f\u00fcr vergessene Radionuklide in Umweltproben: Lehren aus Fukushima f\u00fcr die nukleare Katastrophenvorsorge Deutschlands"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung von Schnellbestimmungsmethoden f\u00fcr &#8220;vergessene&#8221; Radionuklide in Umweltproben<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Promotionsvorhaben dient der Entwicklung von Schnellmethoden zur Bestimmung von Radionukliden in Umweltproben. Den Ausgang unserer Untersuchungen bilden marine Lebensmittel aus Japan, die vom Unfall von Fukushima belastet sind oder sein k\u00f6nnten. Es sollen neben den routinem\u00e4\u00dfig \u00fcberwachten Radionukliden 134Cs und 137Cs, auch bisher kaum bestimmte \u0084vergessene\u0093 Radionuklide, wie z.B. 90Sr, 99Tc, aber insbesondere 108mAg und 110mAg untersucht werden. Die beiden letztgenannten Radiosilbernuklide sind in der Fukushimaforschung extrem unterrepr\u00e4sentiert, haben aber gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Katastropenschutzvorsorge Deutschlands. Spuren von Radiosilber sind in Gegenwart dominanter Kontaminationen wie 134+137Cs schwer zu messen und m\u00fcssen daher chemisch isoliert und aufkonzentriert werden, k\u00f6nnen aber in einem Unfallszenario wichtige und zuverl\u00e4ssige forensische Informationen \u00fcber den Zustand der Regelst\u00e4be eines au\u00dfer Kontrolle geratenen Reaktors liefern. Der Nachweis von Radiosilber in einer Umweltprobe nach einem akuten Reaktorunfall kann als wichtiges Indiz Hinweise auf die thermische Besch\u00e4digung der Regelst\u00e4be (z.B. in einer Kernschmelze) geben. Die entwickelten Methoden sollen eine schnelle und pr\u00e4zise Analyse von Radionukliden zun\u00e4chst in Lebensmitteln (zur Absch\u00e4tzung der Dosisrelevanz dieser \u0084vergessenen\u0093 Radionuklide beim Verzehr), in weiterer Folge auch in Boden oder Regenwasser erm\u00f6glichen. Das Hauptziel der Arbeit ist die Erstellung eines analytischen Protokolls f\u00fcr die Schnellbestimmung von Radiosilber in Gegenwart st\u00f6render Radionuklide f\u00fcr ein hypothetisches, zuk\u00fcnftiges Reaktorunfallszenario in Europa, um ultimative Lehren aus dem Unfall von Fukushima zu ziehen und besser f\u00fcr den Fall eines Reaktorunfalls ger\u00fcstet zu sein. Authentisches Probenmaterial wird von unseren japanischen Kooperationspartnern (Universit\u00e4t Fukushima, Universit\u00e4t Kyoto und Universit\u00e4t Tokyo) zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung von Schnellbestimmungsmethoden f\u00fcr &#8220;vergessene&#8221; Radionuklide in Umweltproben Das Promotionsvorhaben dient der Entwicklung von Schnellmethoden zur Bestimmung von Radionukliden in Umweltproben. Den Ausgang unserer Untersuchungen bilden marine Lebensmittel aus Japan, die vom Unfall von Fukushima belastet sind oder sein k\u00f6nnten. 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