{"id":52419,"date":"2026-10-23T12:48:37","date_gmt":"2026-10-23T10:48:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20017-497\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:40","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:40","slug":"20017-497","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20017-497\/","title":{"rendered":"Der \u00c3\u00a4sthetische Wert von V\u00c3\u00b6geln &#8211; die Erfassung einer soziokulturellen \u00c3\u2013kosystemdienstleistung"},"content":{"rendered":"<p>Der \u00e4sthetische Wert von V\u00f6geln &#8211; die Erfassung einer soziokulturellen \u00d6kosystemdienstleistung<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><span>Vor dem Hintergrund zunehmender Beanspruchungen des Menschen an die Natur und damit einhergehender Zielkonflikte hat sich das Konzept der \u00c3\u2013kosystemdienstleistungen \u00c2\u00a0im Laufe der letzten drei Jahrzehnte als Grundprinzip in der umweltschutzfachlichen Debatte etabliert. Die Bedeutung der Natur f\u00c3\u00bcr den Menschen wird hierbei \u00c3\u00bcber ihre Versinnbildlichung als Dienstleister definiert und s\u00c3\u00a4mtliche vom Menschen direkt oder indirekt nutzbaren Naturg\u00c3\u00bcter und -funktionen als so genannte \u00c3\u2013kosystemdienstleistungen (\u00c3\u2013SD) verstanden. Dabei werden der Natur direkt entnehmbare Produkte wie Nahrungsmittel oder Holz als bereitstellende, und prozessbasierte Leistungen wie Kohlenstofffixierung oder Erosionsschutz als regulatorische \u00c3\u2013SD bezeichnet. Unter soziokulturellen \u00c3\u2013SD versteht man hingegen immaterielle Naturg\u00c3\u00bcter, die zur Erholung, Bildung oder Identifikation des Menschen mit der Umwelt beitragen. Aufgrund des kontextabh\u00c3\u00a4ngigen Charakters von soziokulturellen \u00c3\u2013SD konnten diese bisher nur auf kleiner Skala erfasst werden. F\u00c3\u00bcr die Erstellung von \u00c3\u00bcberregionalen Managementpl\u00c3\u00a4nen ist eine Ber\u00c3\u00bccksichtigung aller Arten von \u00c3\u2013SD unabdingbar. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><span>Ich liefere mit dem hier vorgelegten Promotionsthema zum ersten Mal einen globalen Erfassungsansatz f\u00c3\u00bcr eine soziokulturelle \u00c3\u2013SD, wobei ich den \u00c3\u00a4sthetischen Wert von V\u00c3\u00b6geln untersuchen werde. V\u00c3\u00b6gel sind eine der beliebtesten Tiergruppen gerade f\u00c3\u00bcr Feldbeobachtungen \u00c3\u00bcberhaupt, wodurch dementsprechend anderswo unerreicht umfangreiche Datens\u00c3\u00a4tze vorliegen. Anhand der Datenabdeckung eines deutschlandweiten <em>Citizen-Science<\/em>-Projekts werde ich zun\u00c3\u00a4chst ermitteln, welche genauen Merkmale von V\u00c3\u00b6geln ausschlaggebend f\u00c3\u00bcr deren Attraktivit\u00c3\u00a4t auf den Menschen sind. Dazu werde ich u.a. die Farbgebung und die Gesangscharakteristika von V\u00c3\u00b6geln anhand bild- und tonverarbeitender Methoden beschreiben. Im Anschluss daran untersuche ich mittels globaler Verbreitungsdaten, inwiefern Gradienten und Hotspots hinsichtlich der Auspr\u00c3\u00a4gung dieser Merkmale bestehen. Abschlie\u00c3\u0178end werden diese Merkmale zur Erkl\u00c3\u00a4rung von Ungleichgewichten zwischen attraktiven und unattraktiven Arten in Bezug auf deren Thematisierung in \u00c3\u2013ffentlichkeit, Naturschutz und Wissenschaft herangezogen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span>Viele Vogelarten sind in Deutschland im R\u00c3\u00bcckgang begriffen, und der Erhaltungszustand der im Rahmen der EU-Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitatrichtlinie eingerichteten Schutzgebiete ist vielfach mangelhaft. Dem kann durch ein gest\u00c3\u00a4rktes Umweltbewusstsein und daraus resultierender Zahlungsbereitschaft entgegengewirkt werden. Mein Ansatz erlaubt einen emotionsbasierten Zugang zum Verst\u00c3\u00a4ndnis von Natur und Biodiversit\u00c3\u00a4t und soll eine teilweise Neuausrichtung der umweltbildnerischen Arbeit von Naturschutzorganisationen und Nationalparks motivieren, wobei der \u00c3\u00a4sthetische Wert von Arten vermehrt Anwendung in der Wissenskommunikation finden soll. Durch den letzten Teil meiner Arbeit soll \u00c3\u00bcber das Aufzeigen bestehender Ungleichheiten bei der Priorit\u00c3\u00a4tensetzung im Naturschutz und der Wissenschaft eine koordiniertere und notwendigkeitsbasiertere Verteilung von finanziellen Ressourcen angesto\u00c3\u0178en werden, wodurch sich viele naturschutzfachliche Problemstellungen effektiver l\u00c3\u00b6sen lie\u00c3\u0178en. \u00c2\u00a0<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00e4sthetische Wert von V\u00f6geln &#8211; die Erfassung einer soziokulturellen \u00d6kosystemdienstleistung Vor dem Hintergrund zunehmender Beanspruchungen des Menschen an die Natur und damit einhergehender Zielkonflikte hat sich das Konzept der \u00c3\u2013kosystemdienstleistungen \u00c2\u00a0im Laufe der letzten drei Jahrzehnte als Grundprinzip in der umweltschutzfachlichen Debatte etabliert. Die Bedeutung der Natur f\u00c3\u00bcr den Menschen wird hierbei \u00c3\u00bcber ihre [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52419","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20017\/497","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Hofmann","dbu_stipendiaten_vorname":"Max","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2017-07-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2020-06-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Martin-Luther-Universit\u00c3\u00a4t Halle-Wittenberg Institut f\u00c3\u00bcr Biologie Deutsches Zentrum f\u00c3\u00bcr Integr. Biodiv.forschung (iDiv)","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Henrique Miguel Pereira","dbu_stipendiaten_email_dienst":"max.hofmann@idiv.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52419","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52419\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58431,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52419\/revisions\/58431"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52419"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52419"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52419"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}