{"id":52405,"date":"2026-01-27T10:46:51","date_gmt":"2026-01-27T09:46:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20017-511\/"},"modified":"2026-01-27T10:46:53","modified_gmt":"2026-01-27T09:46:53","slug":"20017-511","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20017-511\/","title":{"rendered":"Experimentelle und numerische Untersuchungen zum Transportverhalten von Mikroplastik in der limnischen Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Transportmodellierung von Mikroplastik in der limnischen Umwelt<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die anthropogene Belastungssituation der Fl\u00fcsse und Meere mit Plastik steigt best\u00e4ndig. Allein in K\u00fcstenregionen werden jedes Jahr bis zu 12.7 Mio. t. Kunststoff aufgrund unzureichender Abfallverwertung ins Wasser abgegeben, wo Kunststoffe mehrere ernsthafte Gefahren darstellen. Neben Makroplastik birgt besonders sogenanntes Mikroplastik eine gesundheitliche Bedrohung f\u00fcr die aquatische Fauna, da es im Wasser selektiv Schadstoffe anlagert, welche unter dem Verdacht stehen, krebserregend zu sein, die Fruchtbarkeit zu beeintr\u00e4chtigen, Verhaltensst\u00f6rungen hervorzurufen sowie das Hormonsystem zu beeinflussen. Im Fettgewebe der Tiere reichern sich diese Schadstoffe an und gelangen so in die Nahrungskette. Daher gilt es, den Eintrag weiteren Plastiks in die Natur alsbald zu stoppen, um die Tiere und so auch den Menschen vor den Folgen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ein Projekt, welches sich diesem Problem angenommen hat und sich mit der Entfernung von Plastik aus der marinen Umwelt besch\u00e4ftigt ist das <em>Pacific Garbage Screening<\/em>. Basis dieses innovativen Ansatzes bildet eine aus vielen langgezogenen Kan\u00e4len bestehende Plattform, innerhalb derer das Wasser soweit beruhigt werden soll, dass der Auftrieb der Plastikpartikel eine passive Filterung &#8211; die sogenannte Umkehrsedimentation &#8211; erm\u00f6glicht. Grundvoraussetzung f\u00fcr den Einsatz dieser und \u00e4hnlicher Ma\u00dfnahmen ist eine genaue Kenntnis der physikalischen Transportprozesse von Mikroplastik in Fl\u00fcssen und Ozeanen, um die ma\u00dfgebenden Transportrouten des Mikroplastiks sowie Hotspots der Belastung zu identifizieren. Das Wissen auf diesem Gebiet ist bisher sehr limitiert, weshalb im Hinblick auf die steigende Relevanz der Problematik ein hoher Forschungsbedarf besteht.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die meisten Projekte und Studien zur Plastikbelastung von Gew\u00e4ssern legen ihren Fokus auf marine \u00d6kosysteme, obwohl zuletzt besonders Fl\u00fcsse, Str\u00f6me und Abwasser-einleitungen als bedeutende Eintrags- und Transportpfade f\u00fcr Mikroplastik identifiziert wurden. Neben dem Wasserk\u00f6rper sind auch die Sedimente der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser mit Mikroplastik belastet.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Daher sollen im Rahmen der geplanten Arbeit die folgenden physikalischen Prozesse von Mikroplastik in Flie\u00dfgew\u00e4ssern in Abh\u00e4ngigkeit der Partikeleigenschaften (Dichte, Durchmesser, Form und Konzentration) detailliert untersucht werden:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sedimentations- oder Aufschwimmverhalten (AP 1)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Erosions- und Transportverhalten (AP 2)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Infiltrationsverhalten (AP 3)<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dies soll zu neuen Erkenntnissen \u00fcber den Transport, die Konzentrationsverteilung und den Verbleib von Mikroplastik im Gew\u00e4sser und in der Gew\u00e4ssersohle beitragen, um auf diese Weise Hotspots sowohl hinsichtlich des Eintrags als auch bez\u00fcglich des Verbleibs von Mikroplastik in limnischen Gew\u00e4ssern zu identifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das erste Arbeitspaket hat sich mit dem Sedimentations- und Aufstiegsverhalten von Mikroplastikpartikeln besch\u00e4ftigt und wurde bereits abgeschlossen und die Ergebnisse international publiziert. Auch das zweite Arbeitspaket zur Erosions- und Transportverhalten ist beendet und die Ergebnisse werden derzeit international publiziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Transportmodellierung von Mikroplastik in der limnischen Umwelt Die anthropogene Belastungssituation der Fl\u00fcsse und Meere mit Plastik steigt best\u00e4ndig. Allein in K\u00fcstenregionen werden jedes Jahr bis zu 12.7 Mio. t. Kunststoff aufgrund unzureichender Abfallverwertung ins Wasser abgegeben, wo Kunststoffe mehrere ernsthafte Gefahren darstellen. 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