{"id":52397,"date":"2026-01-27T10:46:51","date_gmt":"2026-01-27T09:46:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20017-519\/"},"modified":"2026-01-27T10:46:52","modified_gmt":"2026-01-27T09:46:52","slug":"20017-519","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20017-519\/","title":{"rendered":"Vernetzungsbeitrag f\u00fcr den kreislaufgerechten Einsatz von mineralischen Bauprodukten im Planungsprozess von Wohngeb\u00e4uden"},"content":{"rendered":"<p>Vernetzungsbeitrag f\u00fcr den kreislaufgerechten Einsatz von Bauprodukten<\/p>\n<p>Die Bauindustrie ist die ressourcenintensivste Branche und stellt mit rund 52 % Abfallaufkommen die gr\u00f6\u00dfte Abfallmenge bundesweit dar (Destatis 2017). Um die politischen Ziele des EU-Parlaments einer\u00a0 Recyclingquote von 70 Gewichtsprozent im Neubau bis 2020 \u00a0zu erreichen, gilt es entsprechende Handlungen in der Bauindustrie zu vollziehen (Commission 2013). Der herk\u00f6mmliche Weg, nach dem Lebensende eines Geb\u00e4udes die Materialien klein zu brechen und als Stra\u00dfenf\u00fcllung zu verwenden oder zu deponieren und somit eine \u00fcberwiegend lineare Bauwirtschaft zu verfolgen, muss durch einen erh\u00f6hten Einsatz von sekund\u00e4ren Rohstoffen im mineralischen Bereich und eine kreislaufgerechte Bauweise und ersetzt werden (Basten 2015).<\/p>\n<p>Der Architekt und Planer hat durch die Materialwahl in der Planungsphase einen erheblichen Einfluss auf das Einsatzvolumen von sekund\u00e4ren Rohstoffen und die Kreislauff\u00e4higkeit der Bauteile. Durch den Einsatz von sekund\u00e4ren Rohstoffen und einer kreislaufgerechten Bauweise ergibt sich ein erh\u00f6hter Informationsgehalt, der \u00fcberwiegend durch folgende Aspekte zustande kommt:<\/p>\n<ul>\n<li>Herkunft der Rohstoffe<\/li>\n<li>Qualit\u00e4t des Materials<\/li>\n<li>Einsatzf\u00e4higkeit der Bauteile und damit einhergehende Haftungsfrage (Dechantsreiter, Horst et al. 2015).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch fehlende Kommunikation zwischen Akteuren innerhalb des Kreislaufes gehen Informationen \u00fcber Qualit\u00e4t und Ursprung des Materials verloren. Besonders in der Planungsphase entstehen Informationsverluste, die zur Reduktion des Recyclingpotenzials der eingesetzten Materialien f\u00fchrt. Informationsverluste k\u00f6nnen durch folgende Hemmnisse entstehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Mangelhafte Einsch\u00e4tzung der Informationsrelevanz durch geringen Erfahrungsschatz des Planers<\/li>\n<li>Fehlende Bereitstellung wichtiger Informationen<\/li>\n<li>Mangelhafte oder fehlerhafte Weiterleitung von Informationen<\/li>\n<li>Falsche Kommunikationsform\/weise zwischen Akteuren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Um den Einsatz von sekund\u00e4ren Rohstoffen zu erh\u00f6hen, gilt es, relevante Informationen in einer f\u00fcr den Planer verst\u00e4ndlichen Weise aufzubereiten und bereit zu stellen. Gleichzeitig soll die Informationsweiterleitung durch eine in der Promotionsarbeit erarbeitet Kommunikationsform erh\u00f6ht werden.\u00a0 Die Promotionsarbeit soll eine Hilfestellung f\u00fcr Planer und Bauherren bei dem Einsatz von sekund\u00e4ren Rohstoffen und kreislaufgerechten Bauweisen in der Planungs- und Bauphase von Geb\u00e4uden bieten um dadurch nat\u00fcrliche Ressourcen zu schonen und eine Wiederverwendung von Materialien vorzubeugen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vernetzungsbeitrag f\u00fcr den kreislaufgerechten Einsatz von Bauprodukten Die Bauindustrie ist die ressourcenintensivste Branche und stellt mit rund 52 % Abfallaufkommen die gr\u00f6\u00dfte Abfallmenge bundesweit dar (Destatis 2017). Um die politischen Ziele des EU-Parlaments einer\u00a0 Recyclingquote von 70 Gewichtsprozent im Neubau bis 2020 \u00a0zu erreichen, gilt es entsprechende Handlungen in der Bauindustrie zu vollziehen (Commission 2013). 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