{"id":52391,"date":"2026-10-23T12:48:34","date_gmt":"2026-10-23T10:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20017-525\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:36","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:36","slug":"20017-525","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20017-525\/","title":{"rendered":"Molekulare Interaktionen von Weichmachern mit dem Peroxisomen-Proliferation-Aktivierenden Rezeptor-? und dessen DNA-Bindungsstellen in Mensch und Zebrafisch"},"content":{"rendered":"<p>Molekulare Interaktionen von Weichmachern mit PPAR? in Mensch und Zebrafisch<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Bildung von Adipositas und zusammenh\u00c3\u00a4ngenden Begleiterkrankungen wird durch Umweltfaktoren beeinflusst. Als sogenannte metabolisch disruptive Substanzen sind insbesondere Plastikinhaltsstoffe wie Weichmacher und Bisphenole (z.B. BPA) bekannt geworden. Diese bewirken eine Disruption der endokrinen Funktionen, wie die Differenzierung von Fettzellen im Fettgewebe und die Lipidbildung. Diese Prozesse sowie die Regulation des Fettgewebes werden ma\u00c3\u0178geblich durch die Aktivit\u00c3\u00a4t des Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptors- gamma (PPARgamma) gesteuert. Neben der Bindung des nat\u00c3\u00bcrlichen Liganden Prostaglandin wurde in den letzten Jahren auch \u00c3\u00bcber eine Reihe von Phthalaten aus der Gruppe der Weichmacher berichtet, die PPARgamma aktivieren k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c3\u0153ber die Verarbeitung in verbrauchernahen Plastikprodukten, Lebensmittelverpackungen, Lacken und Thermalpapieren erfolgt eine ubiquit\u00c3\u00a4re Verteilung der Stoffe in der Umwelt, wovon gleicherma\u00c3\u0178en Menschen und Lebewesen in aquatischen Habitaten betroffen sind. Um die artifizielle Trennung von Human- und \u00c3\u2013kotoxikologie zu \u00c3\u00bcberwinden, soll untersucht werden, welche molekularen Interaktionen der metabolisch disruptiven und damit gesundheitssch\u00c3\u00a4dlichen Wirkung von Weichmachern und Bisphenolen in Mensch und Fisch zugrunde liegen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Insgesamt sollen 25 Umweltschadstoffe, darunter Phthalate, Nicht-Phthalate und Bisphenole, getestet werden. Dabei wird die Wirkungsweise der Schadstoffe in humanen Fettzellen mittels massenspektrometrischer Analyse des Gesamt-Proteoms (Proteomics) aufgekl\u00c3\u00a4rt, um Signalwege zu identifizieren, die der metabolischen Disruption zugrundeliegen. Weiterhin wird die Interaktion der Stoffe mit dem PPARgamma als potentielle Ursache des Effektes durch Bindungs- und Aktivierungsstudien untersucht. Abschlie\u00c3\u0178end soll anhand der Ergebnisse eine computergest\u00c3\u00bctzte Vorhersage zur Aktivierung des PPARgamma durch verschiedene Schadstoffe erzielt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Mit der Aufkl\u00c3\u00a4rung der molekularen Interaktionen von Weichmachern und Bisphenolen mit PPARgamma und deren Einfluss auf die Aktivierung von PPARgamma-regulierten Signalwegen soll ein wichtiger Schritt zum Verst\u00c3\u00a4ndnis der molekularen Grundlagen der metabolisch disruptiven Wirkung von Umweltschadstoffen erreicht werden.<\/p>\n<table style=\"height:30px;width:598px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" width=\"5%\">\u00c2\u00a0<\/td>\n<td align=\"left\" width=\"5%\">\u00c2\u00a0<\/td>\n<td align=\"center\" width=\"70%\">\u00c2\u00a0<\/td>\n<td align=\"right\" width=\"15%\">\u00c2\u00a0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Molekulare Interaktionen von Weichmachern mit PPAR? in Mensch und Zebrafisch Die Bildung von Adipositas und zusammenh\u00c3\u00a4ngenden Begleiterkrankungen wird durch Umweltfaktoren beeinflusst. 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