{"id":52383,"date":"2026-02-11T10:48:13","date_gmt":"2026-02-11T09:48:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-533\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:15","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:15","slug":"20018-533","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-533\/","title":{"rendered":"Luftbildgest\u00fctzte Habitatanalyse gef\u00e4hrdeter Wildflussarten zur Verbesserung der Effizienz von Renaturierungsma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Habitatanalyse von Wildflussarten<\/p>\n<p>Die einzigartige Diversit\u00e4t von Flussauen ist in den letzten Jahrhunderten durch menschliche Eingriffe stark beeintr\u00e4chtigt. Besonders stark im R\u00fcckgang inbegriffen sind Arten, deren Lebensraum sich ausschliesslich auf Flussauen beschr\u00e4nkt und die daher sehr spezielle Anpassungsmechanismen an die dort vorherrschenden Bedingungen aufweisen. An den sehr dynamischen alpinen Fl\u00fcssen gibt es daher heute eine Reihe von Wildflussspezialisten, die aufgrund des Verlusts an Habitaten (Pionierstandorte, Kiesinseln), infolge der regulierten Abfluss- und Geschiebedynamik, vom Aussterben bedroht sind. Trotz zahlreicher Bem\u00fchungen zur Renaturierung der Wildfl\u00fcsse, konnte der Status dieser Arten kaum verbessert werden.<\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung an Wildfl\u00fcssen ist die Dynamik, die f\u00fcr ein st\u00e4ndiges Entstehen und Vergehen geeigneter Habitatfl\u00e4chen sorgt. Die Pionierarten m\u00fcssen daher eine entsprechende Metapopulationsdynamik aufweisen, um langfristig an einem Flussabschnitt bestehen zu k\u00f6nnen. Dabei limitiert unter anderem die Ausbreitungsf\u00e4higkeit der Arten den Abstand, in dem sich die kurzlebigen Habitatfl\u00e4chen voneinander befinden d\u00fcrfen, damit eine Neubesiedlung erfolgreich stattfinden kann.<\/p>\n<p>In meiner Arbeit werde ich ein Habitat-Populationsmodell erstellen, das genau diese Limitierungen erfasst und f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Arten vorhersagt, welche Anordnung und Dynamik an Habitaten wiederhergestellt werden m\u00fcssen, damit die Wildflussarten in Zukunft st\u00e4rker von Renaturierungsmassnahmen profitieren k\u00f6nnen. Anhand von konkreten Schwellenwerten soll zum einen die Effizienz dieser Massnahmen verbessert werden und zum anderen auch der Artenschutz in dynamischen Systemen. Ziel ist es, dass das Modell auch auf andere Oekosysteme und Arten \u00fcbertragbar ist und so auch zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis von Metapopulations- oder Aussterbeprozessen beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung werden Felddaten erhoben zur Populationsgr\u00f6sse und -verteilung, sowie zur Habitatkofiguration an Alpenfl\u00fcssen in Bayern, Oesterreich, Schweiz und Norditalien. Die Erfassung der Habitate wird standardisiert mit einer Drohne durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Habitatanalyse von Wildflussarten Die einzigartige Diversit\u00e4t von Flussauen ist in den letzten Jahrhunderten durch menschliche Eingriffe stark beeintr\u00e4chtigt. Besonders stark im R\u00fcckgang inbegriffen sind Arten, deren Lebensraum sich ausschliesslich auf Flussauen beschr\u00e4nkt und die daher sehr spezielle Anpassungsmechanismen an die dort vorherrschenden Bedingungen aufweisen. 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