{"id":52381,"date":"2026-01-27T10:46:49","date_gmt":"2026-01-27T09:46:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-535\/"},"modified":"2026-01-27T10:46:50","modified_gmt":"2026-01-27T09:46:50","slug":"20018-535","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-535\/","title":{"rendered":"Trockenstressresilienz von Buche und Fichte \u2013 Bedeutung von Facilitation, Wiederbew\u00e4sserung und Artenmischung"},"content":{"rendered":"<p>Trockenstressresilienz von Buche und Fichte<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Trockenstress, in Folge des sich \u00e4ndernden Klimas, ist in den letzten Jahren global zu einer der gr\u00f6\u00dften Bedrohung f\u00fcr \u00d6kosysteme geworden. Besonders langlebige \u00d6kosysteme, wie W\u00e4lder, sind stark davon betroffen, wie die extrem trockenen Jahrhundertsommer 2003 und 2015 in Mittel-Europa gezeigt haben. Hierbei waren Mischw\u00e4lder weniger stark beeintr\u00e4chtigt als Reinbest\u00e4nde und wiesen generell eine h\u00f6here Resistenz gegen\u00fcber abiotischen Stress auf. Auff\u00e4llig war, dass nicht nur in 2003, sondern auch in den darauffolgenden Jahren gro\u00dfe Waldareale abgestorben sind, obwohl die darauffolgenden Jahre keine ausgepr\u00e4gten Trockenperioden aufwiesen (Allen et al 2010). Folglich ist ein Teil der B\u00e4ume nicht direkt am Wassermangel zu Grunde gehangen, sondern zu einer Zeit in welcher eigentlich gen\u00fcgend Wasser vorhanden war aber wohl nicht mehr genutzt werden konnte, evtl. in Folgen von sekund\u00e4ren biotischen Effekten (McDowell et al. 2008). Da solche Trockenereignisse mit dem Klimawandel h\u00e4ufiger auftreten sollen, wird es zuk\u00fcnftig wohl auch h\u00e4ufiger Waldsterbeereignisse geben. Warum jedoch manche Waldsysteme sich besser erholten als andere, wurde in Zuge dessen zwar bemerkt aber bislang nur wenig untersucht. Wie Pflanzen in ihrem Wasser- aber auch Kohlenstoffhaushalt auf Regenevents (Wiederbew\u00e4sserung) reagieren wurde bislang weniger intensiv betrachtet, obwohl durchaus bekannt ist, dass trockengestresste Pflanzen sehr lange ben\u00f6tigen k\u00f6nnen, um ihre volle Leistungsf\u00e4higkeit wiederzuerlangen. Besonders isohydrische Arten, welche ihre Stomata bei Wassermangel schnell schlie\u00dfen, k\u00f6nnen hiervon stark betroffen sein. Da diese, im Gegensatz zu anisohydrischen Arten, welche ihre Stomata auch unter st\u00e4rkerem Trockenstress l\u00e4nger ge\u00f6ffnet halten, nur langsam auf wieder verf\u00fcgbares Wasser reagieren k\u00f6nnen. Auch k\u00f6nnten Mischungseffekte, wie man sie als Facilitationseffekte (positive Interaktionen zwischen Baumindividuen) w\u00e4hrend Trockenstressperioden findet, im Zuge der Wiederbew\u00e4sserung gehemmt sein. Weitere Parameter des Klimawandels, wie erh\u00f6hte Temperaturen oder erh\u00f6hte CO2- und O3-Konzentrationen, k\u00f6nnten diese Interaktionen (insb. Facilitationseffekte) modifizieren, was zurzeit aber wenig ber\u00fccksichtigt wird. Insbesondere der inter- und intraspezifische Austausch von Wasser und\/oder Kohlenstoff \u00fcber Wurzelsysteme d\u00fcrfte betroffen sein.In dieser Promotionsarbeit soll neben dem Effekt von Trockenstress auch besonders der Effekt von Wiederbew\u00e4sserung auf B\u00e4ume bez\u00fcglich ihres Wasser- und Kohlenstoffhaushalts untersucht werden. In drei Experimenten soll gekl\u00e4rt werden, wie sich Wiederbew\u00e4sserung nach intensivem Trockenstress auf die anisohydrische Buche (<em>Fagus sylvatica<\/em> L.) und isohydrische Fichte (<em>Picea abies<\/em> (L.) H.Karst) auswirkt. In zwei Freilandexperimenten soll einerseits genauer auf den Wasserhaushalt und die Wiederaufs\u00e4ttigung der verschiedenen Baumorgane und andererseits auf Verf\u00fcgbarkeit von mobilem Kohlenstoff und dessen Ursprung in den einzelnen Organen eingegangen werden. Zur Mechanismenkl\u00e4rung und zeitlichen Extrapolation soll ein Klimakammer-Experiment durchgef\u00fchrt werden, bei dem die Auswirkungen 3 verschiedener Klimaszenarien f\u00fcr das Jahr 2100 auf stoffliche Interaktionen\/Facilitation zwischen Buche und Fichte unter Trockenstress und verschiedenen Wiederbew\u00e4sserungsregimen untersucht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trockenstressresilienz von Buche und Fichte Trockenstress, in Folge des sich \u00e4ndernden Klimas, ist in den letzten Jahren global zu einer der gr\u00f6\u00dften Bedrohung f\u00fcr \u00d6kosysteme geworden. 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