{"id":52381,"date":"2026-10-23T12:48:34","date_gmt":"2026-10-23T10:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-535\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:34","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:34","slug":"20018-535","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-535\/","title":{"rendered":"Trockenstressresilienz von Buche und Fichte \u00e2\u20ac\u201c Bedeutung von Facilitation, Wiederbew\u00c3\u00a4sserung und Artenmischung"},"content":{"rendered":"<p>Trockenstressresilienz von Buche und Fichte<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Trockenstress, in Folge des sich \u00c3\u00a4ndernden Klimas, ist in den letzten Jahren global zu einer der gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Bedrohung f\u00c3\u00bcr \u00c3\u2013kosysteme geworden. Besonders langlebige \u00c3\u2013kosysteme, wie W\u00c3\u00a4lder, sind stark davon betroffen, wie die extrem trockenen Jahrhundertsommer 2003 und 2015 in Mittel-Europa gezeigt haben. Hierbei waren Mischw\u00c3\u00a4lder weniger stark beeintr\u00c3\u00a4chtigt als Reinbest\u00c3\u00a4nde und wiesen generell eine h\u00c3\u00b6here Resistenz gegen\u00c3\u00bcber abiotischen Stress auf. Auff\u00c3\u00a4llig war, dass nicht nur in 2003, sondern auch in den darauffolgenden Jahren gro\u00c3\u0178e Waldareale abgestorben sind, obwohl die darauffolgenden Jahre keine ausgepr\u00c3\u00a4gten Trockenperioden aufwiesen (Allen et al 2010). Folglich ist ein Teil der B\u00c3\u00a4ume nicht direkt am Wassermangel zu Grunde gehangen, sondern zu einer Zeit in welcher eigentlich gen\u00c3\u00bcgend Wasser vorhanden war aber wohl nicht mehr genutzt werden konnte, evtl. in Folgen von sekund\u00c3\u00a4ren biotischen Effekten (McDowell et al. 2008). Da solche Trockenereignisse mit dem Klimawandel h\u00c3\u00a4ufiger auftreten sollen, wird es zuk\u00c3\u00bcnftig wohl auch h\u00c3\u00a4ufiger Waldsterbeereignisse geben. Warum jedoch manche Waldsysteme sich besser erholten als andere, wurde in Zuge dessen zwar bemerkt aber bislang nur wenig untersucht. Wie Pflanzen in ihrem Wasser- aber auch Kohlenstoffhaushalt auf Regenevents (Wiederbew\u00c3\u00a4sserung) reagieren wurde bislang weniger intensiv betrachtet, obwohl durchaus bekannt ist, dass trockengestresste Pflanzen sehr lange ben\u00c3\u00b6tigen k\u00c3\u00b6nnen, um ihre volle Leistungsf\u00c3\u00a4higkeit wiederzuerlangen. Besonders isohydrische Arten, welche ihre Stomata bei Wassermangel schnell schlie\u00c3\u0178en, k\u00c3\u00b6nnen hiervon stark betroffen sein. Da diese, im Gegensatz zu anisohydrischen Arten, welche ihre Stomata auch unter st\u00c3\u00a4rkerem Trockenstress l\u00c3\u00a4nger ge\u00c3\u00b6ffnet halten, nur langsam auf wieder verf\u00c3\u00bcgbares Wasser reagieren k\u00c3\u00b6nnen. Auch k\u00c3\u00b6nnten Mischungseffekte, wie man sie als Facilitationseffekte (positive Interaktionen zwischen Baumindividuen) w\u00c3\u00a4hrend Trockenstressperioden findet, im Zuge der Wiederbew\u00c3\u00a4sserung gehemmt sein. Weitere Parameter des Klimawandels, wie erh\u00c3\u00b6hte Temperaturen oder erh\u00c3\u00b6hte CO2- und O3-Konzentrationen, k\u00c3\u00b6nnten diese Interaktionen (insb. Facilitationseffekte) modifizieren, was zurzeit aber wenig ber\u00c3\u00bccksichtigt wird. Insbesondere der inter- und intraspezifische Austausch von Wasser und\/oder Kohlenstoff \u00c3\u00bcber Wurzelsysteme d\u00c3\u00bcrfte betroffen sein.In dieser Promotionsarbeit soll neben dem Effekt von Trockenstress auch besonders der Effekt von Wiederbew\u00c3\u00a4sserung auf B\u00c3\u00a4ume bez\u00c3\u00bcglich ihres Wasser- und Kohlenstoffhaushalts untersucht werden. In drei Experimenten soll gekl\u00c3\u00a4rt werden, wie sich Wiederbew\u00c3\u00a4sserung nach intensivem Trockenstress auf die anisohydrische Buche (<em>Fagus sylvatica<\/em> L.) und isohydrische Fichte (<em>Picea abies<\/em> (L.) H.Karst) auswirkt. In zwei Freilandexperimenten soll einerseits genauer auf den Wasserhaushalt und die Wiederaufs\u00c3\u00a4ttigung der verschiedenen Baumorgane und andererseits auf Verf\u00c3\u00bcgbarkeit von mobilem Kohlenstoff und dessen Ursprung in den einzelnen Organen eingegangen werden. Zur Mechanismenkl\u00c3\u00a4rung und zeitlichen Extrapolation soll ein Klimakammer-Experiment durchgef\u00c3\u00bchrt werden, bei dem die Auswirkungen 3 verschiedener Klimaszenarien f\u00c3\u00bcr das Jahr 2100 auf stoffliche Interaktionen\/Facilitation zwischen Buche und Fichte unter Trockenstress und verschiedenen Wiederbew\u00c3\u00a4sserungsregimen untersucht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trockenstressresilienz von Buche und Fichte Trockenstress, in Folge des sich \u00c3\u00a4ndernden Klimas, ist in den letzten Jahren global zu einer der gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Bedrohung f\u00c3\u00bcr \u00c3\u2013kosysteme geworden. Besonders langlebige \u00c3\u2013kosysteme, wie W\u00c3\u00a4lder, sind stark davon betroffen, wie die extrem trockenen Jahrhundertsommer 2003 und 2015 in Mittel-Europa gezeigt haben. 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