{"id":52380,"date":"2026-02-09T10:48:22","date_gmt":"2026-02-09T09:48:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-536\/"},"modified":"2026-02-09T10:48:23","modified_gmt":"2026-02-09T09:48:23","slug":"20018-536","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-536\/","title":{"rendered":"Ablagerung von organischem Kohlenstoff in eisreichem Permafrost &#8211; zuk\u00fcnftige Permafrosttauen und Treibhausgasemissionen"},"content":{"rendered":"<p>Ablagerung von organischem Kohlenstoff in eisreichem Permafrost<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Durch den anhaltenden Klimawandel erw\u00e4rmt sich die Arktis um ein vielfaches schneller als Gegenden in niedrigeren Breitengraden. Aufgrund der Tatsache, dass die arktischen Regionen zu gro\u00dfen Teilen durch Permafrost beeinflusst sind, kann eine Erw\u00e4rmung zu Auftauprozessen f\u00fchren. Erh\u00f6hte thermische Erosion und Thermokarst sind Folgen der Klimaerw\u00e4rmung.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Eisreicher Permafrost, wie beispielsweise Yedomapermafrost, bedeckt gro\u00dfe Gebiete von Alaska und Sibirien. Dabei k\u00f6nnen Yedomaablagerungen eine M\u00e4chtigkeit von bis zu 50 m erreichen und sind durch die Anwesenheit von gro\u00dfen Eiskeilen gepr\u00e4gt. Ungest\u00f6rte Yedomaschichten kennzeichnen sich vor allem durch eine relativ hohe Qualit\u00e4t des gespeicherten organischen Kohlenstoffes aus. Durch eine Erw\u00e4rmung dieser Schicht kann jedoch Kohlenstoff in bereits einem Meter Bodentiefe mobilisiert werden. Yedomaablagerungen gelten daher als sehr anf\u00e4llig f\u00fcr zuk\u00fcnftige Degradationsprozesse. Taberale Ablagerungen sind ehemalige Yedomaablagerungen, die als ungefrorene Bodenschicht in Form einer Linse (Talik) in Permafrostb\u00f6den vorliegen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In meinem Dissertationsprojekt beschreibe ich eisreiche Permafrostlandschaften und Degradationsmerkmale (taberale Ablagerungen) und analysiere den organischen Kohlenstoffgehalt, um auf die Folgen von zuk\u00fcnftiger Treibhausgasfreisetzung einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dieses Projekt wird folgende drei Forschungsfragen beantworten:<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">1) Wie hoch ist die Anf\u00e4lligkeit eisreicher Permafrostlandschaften hinsichtlich zuk\u00fcnftiger Degradierung?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">2) Welche Qualit\u00e4t besitzt der organische Kohlenstoff in den Yedoma- und taberalen Ablagerungen?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">3) Welche mikrobiellen Atmungsraten besitzen diese Ablagerungen; auf kurzen und langen Zeitskalen?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um diese Forschungsfragen zu beantworten, habe ich vorhandenes Probenmaterial sowie eigene Sedimentproben (Yedoma und taberale) aus Sibirien untersucht. Dabei kombiniere ich Felduntersuchungen, Laboranalysen und Inkubationsexperimente mit einer statistischen Analyse zur Dateninterpretation. Durch die Kryostratigraphie von Permafrostsedimenten wird die Anf\u00e4lligkeit des Permafrosts durch eine zuk\u00fcnftige Degradierung beurteilt. Ich verwende Biogeochemische Methoden, um die Qualit\u00e4t des organischen Kohlenstoffs zu bewerten. Mithilfe von Biomarkeranalysen und Langzeitinkubationsexperimenten erfolgt die Ermittlung der Qualit\u00e4t des organischen Kohlenstoffpools sowie der Treibhausgasfreisetzungsraten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Projekt soll dazu beitragen, das Verst\u00e4ndnis hinsichtlich der Eigenschaften von organischem Kohlenstoff in eisreichem Permafrost zu verbessern, sowie die biogeochemischen Prozesse n\u00e4her zu beleuchten, die die Freisetzung von Treibhausgasen in der Arktis beeinflussen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ablagerung von organischem Kohlenstoff in eisreichem Permafrost Durch den anhaltenden Klimawandel erw\u00e4rmt sich die Arktis um ein vielfaches schneller als Gegenden in niedrigeren Breitengraden. Aufgrund der Tatsache, dass die arktischen Regionen zu gro\u00dfen Teilen durch Permafrost beeinflusst sind, kann eine Erw\u00e4rmung zu Auftauprozessen f\u00fchren. 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