{"id":52372,"date":"2026-01-27T10:46:49","date_gmt":"2026-01-27T09:46:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-544\/"},"modified":"2026-01-27T10:46:49","modified_gmt":"2026-01-27T09:46:49","slug":"20018-544","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-544\/","title":{"rendered":"Vergleichende Untersuchung evolution\u00e4rer Anpassungen von Pflanzen an den Klimawandel, unter Verwendung von Samenmaterial aus in Samenbanken eingelagerten Samen, aus drei biogeografischen Regionen Europas und frisch gesammelten Samen"},"content":{"rendered":"<p>Quantifying evolutionary adaptations to climate change in European plants across phylogeny, time and<\/p>\n<p><strong>Back to the Future &#8211; Resurrection approach: Eine neue Methode<\/strong><\/p>\n<p>Pflanzenpopulationen m\u00fcssen mit Umweltver\u00e4nderungen zurechtkommen. Hierbei stellt der Klimawandel eine zentrale Einflussgr\u00f6\u00dfe dar. In Zukunft werden diese Ver\u00e4nderungen, insbesondere im Bereich des Klimas, noch st\u00e4rker werden. Aber auch schon in den letzten Jahrzenten ist es zu drastischen Ver\u00e4nderungen gekommen, daher ist es interessant zu erforschen, inwiefern sich Pflanzen an diese vergangenen Ver\u00e4nderungen angepasst haben.<\/p>\n<p>Es gibt viele Studien, welche manipulierte Bedingungen in Gew\u00e4chsh\u00e4usern nutzen, um m\u00f6gliche Anpassungen zu untersuchen. Bisher ist aber wenig dar\u00fcber bekannt was wirklich in der Natur passiert ist beziehungsweise passieren kann. Um diese Wissensl\u00fccke zu schlie\u00dfen m\u00f6chte ich Samenmaterial aus f\u00fcnf europ\u00e4ischen Samenbanken mit frisch gesammelten Material von den gleichen Populationen vergleichen. Die Akzessionen (Samen einer Art, von einem Ort und aus einer Zeit) aus den Samenbanken, die ich in diesem Projekt verwenden m\u00f6chte, sind \u00e4lter als 20 Jahre und der genaue Ursprung ist bekannt und von den Samenbanken dokumentiert. Insgesamt sollen 60 Akzessionen aus drei Biogeografischen Regionen Europas (Mitteleuropa, Alpen und Mittelmeerraum) ber\u00fccksichtigt werden. In zwei gro\u00dfen Gew\u00e4chshausexperimenten werden dann die Pflanzen, welche aus den Samen der Samenbanken (Vergangenheit) und aus den Samen von 2018 (Gegenwart) gezogen wurden, auf ph\u00e4notypische Unterschiede miteinader verglichen.<\/p>\n<p>In dem ersten Experiment sollen alle 60 Akzessionen verwendet werden. Nach dem Experiment und kontrollierter Best\u00e4ubung (Verhinderung von Durchmischung zwischen Vergangenheit und Gegenwart) werden die Samen der Versuchspflanzen geerntet. Zw\u00f6lf Arten werden dann f\u00fcr das zweite Experiment genutzt. Hierbei werden regional spezifische Umweltver\u00e4nderungen auf Grund des Klimawandels im Gew\u00e4chshaus simuliert (Temperaturerh\u00f6hung, steigende Konkurrenz und Trockenheit). Dieses Design erm\u00f6glicht es mir einen tieferen Einblick in die genetischen Aspekte der morphplogischen Unterschiede zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart zu bekommen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieser Arbeit k\u00f6nnen dazu genutzt werden zu verstehen, wie sich die europ\u00e4ische Flora in den letzten Jahrzenten bereits ver\u00e4ndert hat. Des weiteren kann ich Aussagen dar\u00fcber treffen welche Arten sich in welchen Regionen an zuk\u00fcnftige Ver\u00e4nderungen anpassen k\u00f6nnen, da ich eine Vielzahl von Arten aus unterschiedlichen funktionellen Gruppen und aus unterschiedlichen Regionen verwenden werde. Dieses Wissen kann dazu genutzt werden langfristige Strategien f\u00fcr die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft und den Naturschutz zu entwickeln.<\/p>\n<p>Bei meiner Methode, dem &#8220;resurrection approach&#8221;, handelt es sich um eine innovative M\u00f6glichkeit das Samenmaterial aus Samenbanken zu verwenden, um Fragen von schnellen evolution\u00e4ren Prozessen und Anpassungsf\u00e4higkeit von Pflanzenpopulationen an Umweltver\u00e4nderungen zu untersuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quantifying evolutionary adaptations to climate change in European plants across phylogeny, time and Back to the Future &#8211; Resurrection approach: Eine neue Methode Pflanzenpopulationen m\u00fcssen mit Umweltver\u00e4nderungen zurechtkommen. Hierbei stellt der Klimawandel eine zentrale Einflussgr\u00f6\u00dfe dar. In Zukunft werden diese Ver\u00e4nderungen, insbesondere im Bereich des Klimas, noch st\u00e4rker werden. 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