{"id":52339,"date":"2026-10-23T12:48:21","date_gmt":"2026-10-23T10:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-578\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:25","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:25","slug":"20018-578","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-578\/","title":{"rendered":"Untersuchung von neuartigen, \u00c3\u00b6kologisch freundlichen, nicht toxischen Calciumbasen und erste Anwendungen zur Funktionalisierung von nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p>Calciumorganic Compounds &#8211;  From Curiosity to Ubiquity (CalCUb)<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In der chemischen Industrie (Agrochemie, pharmazeutischen Synthese und Grundchemikalien) spielen <em>s\u00e2\u20ac\u2018<\/em>Blockorganometallverbindungen (hier vor allem Lithium- und Magnesiumorganyle) als Base oder Nukleophil eine essentielle Rolle. Nachteilig ist, dass die weltweiten Lithiumreserven durch das Aufkommen der E-Mobilit\u00c3\u00a4t rasant schwinden. Die vermehrte F\u00c3\u00b6rderung von Lithiumchlorid aus s\u00c3\u00bcdamerikanischen Salzseen geht auch mit der Zerst\u00c3\u00b6rung dieser Landschaften einher. Lithiumverbindungen haben jedoch physiologisch neurologische Wirkungen, wodurch diese m\u00c3\u00b6glichst immer vollst\u00c3\u00a4ndig aus pharmazeutischen Produkten entfernt werden m\u00c3\u00bcssen. In den n\u00c3\u00a4chsten Jahren wird es durch die zunehmende Ressourcenknappheit zu einer Preissteigung von Lithium kommen. All diese Aspekte haben mich motiviert ein Projekt zu starten, Alternativen f\u00c3\u00bcr lithiumhaltige starke metallorganische Basen zu suchen. In unserer Arbeitsgruppe wurde eine Laborsynthese f\u00c3\u00bcr Organometallverbindungen des Calciums etabliert, sodass sich auf diesem Feld neue Forschungsprojekte ergeben. Calcium wei\u00c3\u0178t viele Vorz\u00c3\u00bcge in Vergleich mit anderen s-Blockmetalle auf. Es kommt nahezu omnipr\u00c3\u00a4sent auf der Erde vor und ist mit 3,4% sehr h\u00c3\u00a4ufig in der Erdkruste aufzufinden. Somit ist es als Rohstoff auch in Europa verf\u00c3\u00bcgbar und kann unter den hier geltenden hohen Umweltstandards gef\u00c3\u00b6rdert und produziert werden. Auch aus physiologischer Sicht besitzen Calcium-Ionen bis in hohe Konzentrationsbereiche keine Toxizit\u00c3\u00a4t, da diese auch im menschlichen K\u00c3\u00b6rper im Skelettsystem oder bei der Blutgerinnung essentielle Rollen spielen&nbsp;sowie wichtige <em>second messenger <\/em>darstellen. Die Reaktivit\u00c3\u00a4t des Calciums nimmt au\u00c3\u0178erdem eine Sonderrolle ein, da es Eigenschaften der <em>s<\/em>-Blockmetalle mit denen fr\u00c3\u00bcher <em>d<\/em>-Blockmetalle vereinigt. Zu Beginn der F\u00c3\u00b6rderphase konnte ein neues Kooperationsprojekt mit dem Zentrum f\u00c3\u00bcr Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Ulm aufgebaut werden. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Untersuchung von Calcium- (und Magnesium-)organylen in Hinblick auf Anwendungen als Elektrolyt in Erdalkalibatterien.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zu Beginn der Promotion konnte ein Schritt in Richtung eines einfachen und nachhaltigen Zugangswegs mit der Etablierung <em>in situ<\/em> Grignard Metallierungsmethode (iGMM) gegangen werden. Es konnte zudem gezeigt werden, dass mit Hilfe dieser Methode Calciumsilylamide in sehr guten Ausbeuten hergestellt werden k\u00c3\u00b6nnen. Diese Amide wiederum k\u00c3\u00b6nnen als Ausgangstoff zur Synthese einer Vielzahl von Calciumorganylen verwendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es konnten zudem erste grundlegende Untersuchungen der elektrochemie von potentiellen Elektrolyten f\u00c3\u00bcr Ca(Mg)-O2-Batterien in Kooperation mit dem ZSW Ulm erhalten werden. Die Kombination der entwickelten Methode und die Suche nach neuartigen Elektrolyte bildet eine gute Grundlage f\u00c3\u00bcr weitere Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet.\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Calciumorganic Compounds &#8211; From Curiosity to Ubiquity (CalCUb) In der chemischen Industrie (Agrochemie, pharmazeutischen Synthese und Grundchemikalien) spielen s\u00e2\u20ac\u2018Blockorganometallverbindungen (hier vor allem Lithium- und Magnesiumorganyle) als Base oder Nukleophil eine essentielle Rolle. 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