{"id":52338,"date":"2026-02-11T10:48:08","date_gmt":"2026-02-11T09:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-579\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:09","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:09","slug":"20018-579","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-579\/","title":{"rendered":"Charakterisierung und Optimierung von Clostridium ljungdahlii f\u00fcr die Syngasfermentation"},"content":{"rendered":"<p>Stammoptimierung von Clostridium ljungdahlii f\u00fcr die Syngasfermentation<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um der fortschreitenden globalen Erw\u00e4rmung entgegenzuwirken sind effiziente und nachhaltige neue Techniken zur Emissionsminderung erforderlich. Die Synthesegas-Fermentation (Syngasfermentation) ist ein vielversprechendes Verfahren zur Kohlenstoffr\u00fcckgewinnung aus gasf\u00f6rmigen Abfallstr\u00f6men. Dabei fixieren Mikroorganismen den in Kohlenstoffdioxid (CO2)-, Wasserstoff (H2)- und Kohlenmonoxid (CO)-haltigen Gasgemischen (Synthesegas\/Syngas) gespeicherten Kohlenstoff und die Energie als organische Verbindungen, wie Acetat und Ethanol. Die Vielfalt der m\u00f6glichen Substrate des Biokatalysators stellt hier einen gro\u00dfen Vorteil dar, welche von Stahlwerksabgasen bis hin zu gasifizierten landwirtschaftlichen oder kommunalen Abf\u00e4llen reicht. Folglich ist die Technologie unabh\u00e4ngig von landwirtschaftlicher Fl\u00e4che oder teuren Rohstoffen. Die Produkte der Synthesegasfermentation k\u00f6nnen direkt als Kraftstoffzus\u00e4tze verwendet oder zu h\u00f6herwertigen Chemikalien und Kraftstoffen weiterverarbeitet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In meiner Promotion besch\u00e4ftige ich mich mit der Verbesserung der Syngasfermentation im Sinne einer nachhaltigeren Zukunft. Der Zielorganismus meiner Forschung, <em>Clostridium ljungdahlii<\/em>, ist ein Modellorganismus f\u00fcr die Syngasfermentation und kann unter strikt anaeroben Bedingungen mit Syngas als alleiniger Energie- und Kohlenstoffquelle wachsen. Neue Ergebnisse auf dem Gebiet der Syngasfermentation zeigen, dass f\u00fcr die Bildung von Ethanol durch <em>C. ljungdahlii<\/em> ein Enzym von besonderer Bedeutung ist. In meinem Forschungsvorhaben untersuche ich die Rolle dieses Schl\u00fcsselenzyms im Metabolismus von <em>C. ljungdahlii <\/em>eingehend und optimiere dieses anschlie\u00dfend f\u00fcr die Syngasfermentation.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Verwendung von H2\/CO2-Gasgemischen f\u00fchrt bisher nicht zur Produktion von nennenswerten Mengen an Ethanol. Die Optimierung des Enzyms ist ein m\u00f6glicher Ansatz dies zu \u00e4ndern und die Produktion von Ethanol ausgehend von H2\/CO2 zu erm\u00f6glichen. Damit kann die Kohlenstoffbilanz des Prozesse optimiert werden. Solche optimierten St\u00e4mme sind f\u00fcr die Syngasfermentation und deren gro\u00dftechnische Anwendung unumg\u00e4nglich, um den Prozess effizienter, nachhaltiger und kommerziell interessanter zu machen. Meine Forschung wird demnach einen wichtigen Beitrag zu zuk\u00fcnftigen L\u00f6sungen f\u00fcr eine nachhaltigere Industrie und damit zum Klimaschutz leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stammoptimierung von Clostridium ljungdahlii f\u00fcr die Syngasfermentation Um der fortschreitenden globalen Erw\u00e4rmung entgegenzuwirken sind effiziente und nachhaltige neue Techniken zur Emissionsminderung erforderlich. Die Synthesegas-Fermentation (Syngasfermentation) ist ein vielversprechendes Verfahren zur Kohlenstoffr\u00fcckgewinnung aus gasf\u00f6rmigen Abfallstr\u00f6men. Dabei fixieren Mikroorganismen den in Kohlenstoffdioxid (CO2)-, Wasserstoff (H2)- und Kohlenmonoxid (CO)-haltigen Gasgemischen (Synthesegas\/Syngas) gespeicherten Kohlenstoff und die Energie als organische [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52338","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20018\/579","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Schulz","dbu_stipendiaten_vorname":"Sarah","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2019-01-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2022-06-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Eberhard Karls Universit\u00e4t T\u00fcbingen Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakult\u00e4t Fachbereich Geowissenschaften","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Largus Angenent","dbu_stipendiaten_email_dienst":"sarah.schulz5@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58350,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52338\/revisions\/58350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}