{"id":52338,"date":"2026-10-23T12:48:21","date_gmt":"2026-10-23T10:48:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20018-579\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:25","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:25","slug":"20018-579","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20018-579\/","title":{"rendered":"Charakterisierung und Optimierung von Clostridium ljungdahlii f\u00c3\u00bcr die Syngasfermentation"},"content":{"rendered":"<p>Stammoptimierung von Clostridium ljungdahlii f\u00fcr die Syngasfermentation<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um der fortschreitenden globalen Erw\u00c3\u00a4rmung entgegenzuwirken sind effiziente und nachhaltige neue Techniken zur Emissionsminderung erforderlich. Die Synthesegas-Fermentation (Syngasfermentation) ist ein vielversprechendes Verfahren zur Kohlenstoffr\u00c3\u00bcckgewinnung aus gasf\u00c3\u00b6rmigen Abfallstr\u00c3\u00b6men. Dabei fixieren Mikroorganismen den in Kohlenstoffdioxid (CO2)-, Wasserstoff (H2)- und Kohlenmonoxid (CO)-haltigen Gasgemischen (Synthesegas\/Syngas) gespeicherten Kohlenstoff und die Energie als organische Verbindungen, wie Acetat und Ethanol. Die Vielfalt der m\u00c3\u00b6glichen Substrate des Biokatalysators stellt hier einen gro\u00c3\u0178en Vorteil dar, welche von Stahlwerksabgasen bis hin zu gasifizierten landwirtschaftlichen oder kommunalen Abf\u00c3\u00a4llen reicht. Folglich ist die Technologie unabh\u00c3\u00a4ngig von landwirtschaftlicher Fl\u00c3\u00a4che oder teuren Rohstoffen. Die Produkte der Synthesegasfermentation k\u00c3\u00b6nnen direkt als Kraftstoffzus\u00c3\u00a4tze verwendet oder zu h\u00c3\u00b6herwertigen Chemikalien und Kraftstoffen weiterverarbeitet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In meiner Promotion besch\u00c3\u00a4ftige ich mich mit der Verbesserung der Syngasfermentation im Sinne einer nachhaltigeren Zukunft. Der Zielorganismus meiner Forschung, <em>Clostridium ljungdahlii<\/em>, ist ein Modellorganismus f\u00c3\u00bcr die Syngasfermentation und kann unter strikt anaeroben Bedingungen mit Syngas als alleiniger Energie- und Kohlenstoffquelle wachsen. Neue Ergebnisse auf dem Gebiet der Syngasfermentation zeigen, dass f\u00c3\u00bcr die Bildung von Ethanol durch <em>C. ljungdahlii<\/em> ein Enzym von besonderer Bedeutung ist. In meinem Forschungsvorhaben untersuche ich die Rolle dieses Schl\u00c3\u00bcsselenzyms im Metabolismus von <em>C. ljungdahlii <\/em>eingehend und optimiere dieses anschlie\u00c3\u0178end f\u00c3\u00bcr die Syngasfermentation.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Verwendung von H2\/CO2-Gasgemischen f\u00c3\u00bchrt bisher nicht zur Produktion von nennenswerten Mengen an Ethanol. Die Optimierung des Enzyms ist ein m\u00c3\u00b6glicher Ansatz dies zu \u00c3\u00a4ndern und die Produktion von Ethanol ausgehend von H2\/CO2 zu erm\u00c3\u00b6glichen. Damit kann die Kohlenstoffbilanz des Prozesse optimiert werden. Solche optimierten St\u00c3\u00a4mme sind f\u00c3\u00bcr die Syngasfermentation und deren gro\u00c3\u0178technische Anwendung unumg\u00c3\u00a4nglich, um den Prozess effizienter, nachhaltiger und kommerziell interessanter zu machen. Meine Forschung wird demnach einen wichtigen Beitrag zu zuk\u00c3\u00bcnftigen L\u00c3\u00b6sungen f\u00c3\u00bcr eine nachhaltigere Industrie und damit zum Klimaschutz leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stammoptimierung von Clostridium ljungdahlii f\u00fcr die Syngasfermentation Um der fortschreitenden globalen Erw\u00c3\u00a4rmung entgegenzuwirken sind effiziente und nachhaltige neue Techniken zur Emissionsminderung erforderlich. Die Synthesegas-Fermentation (Syngasfermentation) ist ein vielversprechendes Verfahren zur Kohlenstoffr\u00c3\u00bcckgewinnung aus gasf\u00c3\u00b6rmigen Abfallstr\u00c3\u00b6men. Dabei fixieren Mikroorganismen den in Kohlenstoffdioxid (CO2)-, Wasserstoff (H2)- und Kohlenmonoxid (CO)-haltigen Gasgemischen (Synthesegas\/Syngas) gespeicherten Kohlenstoff und die Energie als organische [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52338","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20018\/579","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Schulz","dbu_stipendiaten_vorname":"Sarah","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2019-01-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2022-06-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Eberhard Karls Universit\u00c3\u00a4t T\u00c3\u00bcbingen Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakult\u00c3\u00a4t Fachbereich Geowissenschaften","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Largus Angenent","dbu_stipendiaten_email_dienst":"sarah.schulz5@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58350,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52338\/revisions\/58350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}