{"id":52330,"date":"2026-02-11T10:48:08","date_gmt":"2026-02-11T09:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-587\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:08","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:08","slug":"20019-587","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-587\/","title":{"rendered":"Die Entstehung, Struktur und Wirkung der Zusammenarbeit internationaler Vertragssekretariate zum Schutz der Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Die Zusammenarbeit Internationaler Vertragssekretariate zum Schutz der Umwelt<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Grenz\u00fcberschreitende Umweltprobleme gelten als eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Weltgemeinschaft im 21. Jahrhundert, denn sie sind vielf\u00e4ltig in ihrer Form, global in ihrem Ausma\u00df und komplex in ihrer Wirkung. Der Klimawandel, der Biodiversit\u00e4tsverlust und die Landdegradation werden dabei oft als Schl\u00fcsselprobleme mit besonderem Handlungsbedarf genannt. Auf der Ebene der internationalen Politik werden sie seit der <em>Earth Summit<\/em> Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992 durch die <em>United Nations Framework Convention on Climate Change <\/em>(UNFCCC), der <em>Convention of Biological Diversity <\/em>(CBD) und der <em>United Nations Convention to Combat Desertification <\/em>(UNCCD)<em> <\/em>adressiert. Trotz signifikanten \u00f6kologischen und damit auch politischen Interdependenzen zwischen diesen Problemen verhandeln Nationalstaaten innerhalb dieser spezialisierten, voneinander unabh\u00e4ngigen Konventionen bislang vergeblich um entscheidende L\u00f6sungen, da sich ihre politischen und \u00f6konomischen Interessen als schwer kompatibel darstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Verhandlungssache Umwelt liegt jedoch nicht nur im Zust\u00e4ndigkeitsbereich von Nationalstaaten \u2013 auch andere Akteure spielen eine wichtige Rolle innerhalb der internationalen Umweltpolitik. Hierzu z\u00e4hlen auch internationale Vertragssekretariate, Verwaltungsorgane von multilateralen Umweltabkommen. In den Internationalen Beziehungen verweisen eine Vielzahl relevanter Studien auf eine zunehmende Autonomie und aktivere Rolle internationaler Vertragssekretariate im Hinblick auf die Gestaltung von Politik innerhalb einer <em>globalen Umweltgovernance<\/em>. Dieser Forschungsagenda folgend ist es das zentrale Erkenntnisinteresse der vorliegenden Arbeit, die Entstehung und Struktur der Zusammenarbeit der Vertragssekretariate der UNFCCC, CBD und UNCCD sowie den daraus resultierenden Folgen f\u00fcr die Effektivit\u00e4t ihrer designierten Umweltschutzabkommen zu analysieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Forschungsdesign des Dissertationsvorhabens verbindet politikwissenschaftliche Ans\u00e4tze der Internationalen Beziehungen und der Global Governance-Forschung mit Ans\u00e4tzen der inter-organisationellen Forschung mit Bezug zu internationalen \u00f6ffentlichen Verwaltungen. Dies beinhaltet die (Weiter-)Entwicklung eines theoriegest\u00fctzten Analyseinstruments zur Untersuchung der Effektivit\u00e4t der Zusammenarbeit internationaler B\u00fcrokratien. Als Untersuchungsmethode wird eine Prozessanalyse (<em>process tracing<\/em>) durchgef\u00fchrt, um aus empirischen Beobachtungen potentielle R\u00fcckschl\u00fcsse und Implikationen auf theoretische Kausalmechanismen f\u00fcr die inter-organisationelle Zusammenarbeit ableiten zu k\u00f6nnen. Zur Durchf\u00fchrung der Prozessanalyse ist eine m\u00f6glichst umfassende empirische Rekonstruktion von Interaktionssituationen durch einzelne Fallstudien notwendig. F\u00fcr die Datengewinnung werden durch die Strategie der Triangulation drei unabh\u00e4ngige Quellenarten verwendet: (1) Prim\u00e4rquellen, (2) Sekund\u00e4rquellen und (3) ExpertInnenaussagen mithilfe von Interviews. Das Forschungsvorhaben m\u00f6chte neben einem theoretischen und empirischen politikwissenschaftlichen Beitrag zur Untersuchung und den Folgen von inter-organisationelle Zusammenarbeit auch einen praxisorientierten Beitrag leisten. Ein besseres Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Wirkungsweise der Zusammenarbeit von internationalen Umweltsekretariaten soll schlie\u00dflich das Ableiten von Handlungsempfehlungen erm\u00f6glichen, die zur Steigerung der Effektivit\u00e4t und Steuerungswirksamkeit multilateraler Umweltschutzabkommen beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zusammenarbeit Internationaler Vertragssekretariate zum Schutz der Umwelt Grenz\u00fcberschreitende Umweltprobleme gelten als eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Weltgemeinschaft im 21. Jahrhundert, denn sie sind vielf\u00e4ltig in ihrer Form, global in ihrem Ausma\u00df und komplex in ihrer Wirkung. Der Klimawandel, der Biodiversit\u00e4tsverlust und die Landdegradation werden dabei oft als Schl\u00fcsselprobleme mit besonderem Handlungsbedarf genannt. 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